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So schön freuen sich Triathlon-Debütanten

Härke-Triathlon So schön freuen sich Triathlon-Debütanten

Um 2 Uhr hat Cord Bendorf noch einmal den Fernseher eingeschaltet. Die Aufregung vor seinem ersten Triathlon raubte dem Mehrumer den Schlaf. Keine zehn Stunden später schlugen die Glücksgefühle in seinem Körper Purzelbaum.

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Pure Freude: Sabrina Nagel beim Ziel-Einlauf.

Quelle: Kim Neumann

Der 37-jährige Software-Entwickler hatte es ins Ziel in Vöhrum geschafft und feierte dort mit seinen Debüt-Kolleginnen Sabrina Nagel und Ina Bielefeld das erfolgreiche Ende einer ambitionierten Aktion: In nur zwölf Wochen hatten sie sich mit den Tri-Speedys auf den Härke-Triathlon vorbereitet.

Auf den letzten Metern tat Sabrina Nagel gar nichts mehr weh. Das Adrenalin und eine unerwartete Überraschung ließen ihren Zieleinlauf zum wahren Triumphlauf werden. Beide Arme hochgerissen, die Finger zum Victory-Zeichen gestreckt und ein berauschtes Lächeln - die Freude über ihren ersten bewältigten Triathlon waren bei der 25-Jährigen nicht zu übersehen. „Es war genial. Meine Eltern waren überraschend da, sie sind extra aus der Prignitz angereist“, freute sich die angehende Lehrerin, die aus Brandenburg stammt und jetzt in Klein Ilsede wohnt. Als sie Mama und Papa Nagel im Publikum erblickte, liefen die Beine fast wieder von alleine. „Ich habe die letzten Reserven rausgeholt“, freute sich Sabrina Nagel, die ihr Debüt über 500 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer laufen gleich mal in 1:27 Stunden packte und ihr persönliches Ziel damit locker knackte: „Ich wollte unter zwei Stunden bleiben.“

Für motivierenden Antrieb sorgten nicht nur Sabrina Nagels Eltern - reichlich Applaus gab es für die Neulinge, die das in der PAZ verloste Einsteiger-Trainingslager gewonnen hatten. „Die Streckenposten der Tri-Speedys haben uns immens angefeuert. Ich hätte gerne zurückgeklatscht. Die stehen ja auch den ganzen Tag da“, lobte Sabrina Nagel.

Auch Ina Bielefeld schwärmte von der Atmosphäre, die auch eine heilende Wirkung gehabt habe. „Beim Radfahren hat mir ein wenig der Oberschenkel gezwickt, es war trotzdem ein geiles Gefühl“, sagte die 43-Jährige, die die schnellste der PAZ-Triathlon-Rookies war. In einer starken Zeit von 1:19 Stunden kämpfte sich die zweifache Mutter ins Ziel. „Beim Laufen musste ich aber ganz schön beißen. Aber wir waren gut vorbereitet“, sagte die Peinerin, die sich am Ende selber ein wenig über sich wunderte: „Kurz vorm Start war ich ganz ruhig, nach dem Einschwimmen ist mein Puls nach unten gegangen.“

Im Eiltempo klopfte der von Cord Bendorf spätestens auf der Laufstrecke. „Ich habe mich gut gefühlt, aber beim Laufen habe ich dann alles was noch an Kraft da war, auf der Strecke gelassen. Aber mit meiner Gesamtzeit bin ich super zufrieden“, bilanzierte der Mehrumer, der in 1:20 Stunden das Ziel erreicht hatte und sich stolz das orangeleuchtende Finisher-T-Shirt überstreifen durfte.

Ein wenig traurig schaute nur Yasar Sommerburg im Zielbereich aus. Der 17-Jährige, der ebenfalls zur PAZ-Trainingsgruppe gehörte, musste seine Teilnahme wegen eines Infekts kurzfristig absagen, ließ es sich aber nicht nehmen, seine Mitstreiter anzufeuern und zu beglückwünschen. „Wenn man sieht, was hier im Ziel so los ist, bin ich schon sehr enttäuscht“, sagte der Ratsgymnasiast. „Deshalb werde ich es nächstes Jahr noch einmal probieren.“

Sabrina Nagel, Ina Bielefeld und Cord Bendorf wird er dann vermutlich wiedersehen. „Wenn es zeitlich passt, sind wir wieder dabei“, waren sie sich einig.

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