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Sieg mit schalem Beigeschmack

2. Badminton-Bundesliga Sieg mit schalem Beigeschmack

Der Jubel über den unerwarteten 4:3-Sieg des abstiegsgefährdeten VfB/SC Peine gegen den Zweitliga-Zweiten TSV Trittau II bekam einen schalen Beigeschmack. Denn Schlusslicht Blau-Weiß Solingen gewann völlig überraschend mit 6:1 beim Dritten TV Refrath II, weil der eine Rumpftruppe am Start hatte.

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Nadine Cordes punktete trotz ihrer Verletzung im Mixed.

Quelle: Ralf Büchler

Trittau. Der Jubel über den unerwarteten Sieg des VfB/SC Peine über den Zweitliga-Zweiten TSV Trittau II bekam einen schalen Beigeschmack. Denn Schlusslicht Blau-Weiß Solingen gewann völlig überraschend mit 6:1 beim Tabellendritten TV Refrath II. Bei VfB/SC-Trainer Heiner Brandes überwiegt jedoch die Freude über eine sehr gute Leistung seines Badminton-Teams.

TSV Trittau II – VfB/SC Peine 3:4. „Wir haben an die gute Leistung aus dem Hinspiel vor drei Wochen angeknüpft“, freute sich Brandes. Den Sieg des Herrendoppels im Hinspiel konnten die Peiner Niklas König/Lucas Gredner gegen eine andere Paarung nicht wiederholen. Die Gastgeber hatten einen sehr starken Doppelspieler, den jungen Iren Paul Reynolds, eingesetzt.

Dafür gewannen die Gäste jetzt das Damendoppel. An der Seite von Laura Gredner spielte diesmal Nadine Cordes, die nach ihrem Bizepssehnen-Anriss schon wieder „ordentlich zuhauen“ konnte, wie Brandes feststellte. Nach zwei klaren Satzerfolgen lief es im dritten und letzten zwar „etwas unrund“, aber der Sieg geriet nicht in Gefahr.

Erst am Dienstag hatte eine MRT bei Cordes ergeben, dass der recht starke Anriss der Sehne gut zusammengewachsen ist, aber eigentlich noch Schonung ratsam wäre. Deshalb schenkte die Peinerin auch ihr Einzel ab. „Wir haben jetzt fünf Wochen Zeit bis zum nächsten Spiel. Das sollte reichen“, meint Brandes.

Das zweite Peiner Herrendoppel Sven Eric Kastens/Daniel Porath ließ dem Gegner keine Chance, und als Kastens im ersten Einzel nach vier Minuten schon 6:0 führte, konnte sich Brandes entspannt zurücklehnen. Sein Team hatte den dritten Zähler schon sicher.

Der Ire Reynolds spielte auch im gemischten Doppel. „Das war ein super enges Spiel. Leider haben Lucas und Laura Gredner den zweiten Satz, in dem sie eigentlich besser waren, nach einem doofen Fehler noch verloren“, bedauerte Brandes. Den fünften Satz verloren sie 12:14 – ein weiterer Zähler für die Gäste wäre hier drin gewesen.

Den Siegpunkt holte der Peiner Frank Juchim im zweiten Herreneinzel, als er Rasmus Zander beim 11:4, 11:4 und 11:5 keine Chance ließ. „Er hat schnell gespielt und es super gemacht“, lobte Brandes.

Als „ziemliche Wettbewerbsverzerrung“ und „Frechheit“ bezeichnete er allerdings das Verhalten des TV Refrath II, der gegen das Schlusslicht „mit der vierten Mannschaft“ angetreten sei. „Die Zweite hat als Erste in der ersten Liga gespielt, weil viele der ausländischen Spieler bei europäischen Turnieren im Einsatz waren.“

Allerdings: Auch wenn der VfB/SC jetzt auf den letzten Tabellenrang abgerutscht ist, weil der Solinger Sieg diesem Team einen Punkt mehr gebracht hat, sei dessen Sieg in Refrath nicht so schlimm. Denn im Tabellenkeller liegen vier Mannschaften dicht beieinander, drei davon sogar punktgleich. Und die entscheidenden Punkte könne seine Mannschaft im kommenden Jahr holen, meint Brandes. Vielleicht habe ja auch noch der Protest gegen die Aberkennung der Punkte aus dem Sieg beim BV Mühlheim II Erfolg. „Da müssen wir jetzt nochmal eine Stellungnahme abgeben.“

Die Spiele: Daniel Seifert/ Paul Reynolds – Niklas König/ Lucas Gredner 11:4, 13:11, 8:11, 11:6. Marina Korsch/ Kaja Zabinski – Nadine Cordes/ Laura Gredner 4:11, 5:11, 9:11. Rasmus Zander/ Lasse Rathjens – Sven Eric Kastens/ Daniel Porath 7:11, 4:11, 7:11. Seifert – Kastens 2:11, 6:11, 5:11. Kate Foo Kune – Cordes 11:0, 11:0, 11:0. Reynolds/ Kune – Gredner/Gredner 13:11, 11:9, 6:11, 12:14, 14:12. Zander – Frank Juchim 4:11, 4:11, 5:11.

Von Matthias Press

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