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Schweren Armen folgen schwere Medaillen

Wildwasser-Rennsport Schweren Armen folgen schwere Medaillen

Eine Deutsche Meisterschaft in Österreich – im Wildwasser-Rennsport ist das möglich. Auf der Möll im Kärtner Land richtete der Kanu-Club Grün-Gelb Köln die Nationalen Titelkämpfe aus. Sören Falkenhain von der Kanuabteilung des MTV Vater Jahn Peine überraschte dabei seinen Trainer, die Konkurrenz und auch seinen Bruder. „Sörens Ergebnis im Classic-Rennen hätte nicht besser sein können."

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Gegen hohe Wellen musste der Peiner Sören Falkenhain bei der Deutschen Meisterschaft im Wildwasser-Rennsport ankämpfen. Vor allem über die sechs Kilometer lange Classic-Distanz auf der Möll im Kärtner Land schlug er sich trotz einer Erkältung hervorragend.

Quelle: privat

Mit diesem super Erfolg hatte keiner gerechnet“, lobte Lars Falkenhain, der ebenfalls mit seinem Einerkajak durch die hohen und heftigen Wellen der Möll schnitt. „Das ist schon ein spezielles Wildwasser. Die Wellen tragen einen nicht, sondern sie bremsen einen eher aus“, beschrieb der 24-Jährige die Streckenbedingungen.

Im Sprint gelang den beiden Peinern noch nicht die große Fahrt. Zweimal mussten die 600 Meter absolviert werden. „Und zwar von 0 auf 100. Selbst der kleinste Fahrfehler verzeiht einem diese kurze Strecke nicht, es geht um Zehntelsekunden“, betont Lars Falkenhain, der Platz 37 im größten Feld der Meisterschaft holte. Mit schweren Armen ging Bruder Sören an den Start – die Folge einer Erkältung. An seine Leistungsgrenze zu gehen, war ihm daher nicht möglich, er fuhr auf Rang 19 ein.

Doch schon in der Mannschaft mit Achim Overbeck (Braunschweig) und Mike Marwede (Celle) erpaddelte der 19-Jährige Bronze. Einen guten zehnten Platz holte der 24-jährige Lars Falkenhain mit Henning Schult (Northeim) und Nils Ormandy (Hildesheim).

Wesentlich fitter fühlte Sören Falkenhain sich vor seinem Start über die etwa sechs Kilometer lange Classic-Strecke. Dass es allerdings so gut lief, damit hatte er nicht gerechnet. Angetrieben von den zahlreichen Fans am Flussufer ging dem 19-Jährigen nicht die Puste aus. Nach 15:07,3 Minuten erreichte er das Ziel, nur etwas mehr als 5 Sekunden fehlten zum Titel. Die Freude über Bronze war riesig.

„Schließlich ist das erst sein zweites Jahr bei den Herren“, betonte Bruder Lars. Eine weitere Medaille zog Sören Falkenhain noch in der Classic-Mannschaftswertung an Land. Mit Achim Overbeck und Mike Marwede holte er zum zweiten Mal Silber. Sehr zufrieden mit Rang sechs in der Teamwertung zeigte sich auch Lars Falkenhain, der mit Nils Ormandy und Olaf von Hartz (beide Celle) startete. „Es waren immerhin einige Sportler aus der Nationalmannschaft am Start“, sagte er.

Auf seinen drei DM-Medaillen ausruhen kann und will sich Sören Falkenhain nicht. Auf der Adda bei Sondrio in Oberitalien legt der Sportsoldat derzeit mit dem Kader der Nationalmannschaft viele Trainingskilometer zurück. Denn am 24. und 25. Juni startet der Peiner dort bei der Europameisterschaft auf der Classic-Strecke. Im Einzel hofft er, zu den drei besten Deutschen zu zählen, denn dann darf er auch in der Mannschaft um die Medaillenränge mitfahren.

Christian Meyer

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