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Schoeler freut sich auf seine alte Heimat

Sport Schoeler freut sich auf seine alte Heimat

Heute kehrt Stefan Schoeler zurück an seine alte Wirkungsstätte - als Trainer des Juniorinnen-Bundesligisten ETSV Würzburg.

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Stefan Schoeler (Mitte) beim Kreispokal-Finale mit dem VfB Peine im Jahr 2000.

Quelle: kn

Der Glatzen-Schnappschuss ist ein echter Foto-Schatz im PAZ-Archiv. Im Kreispokal-Finale des Jahres 2000 war Fotograf Kim Neumann der Hingucker gelungen, der die Spieler Stefan Schoeler und Christian Sturm vom VfB Peine sowie einen Vallstedter Kicker zeigt, die alle die gleiche Haarpracht tragen. Schoeler gewann mit dem Kreisligisten VfB damals als Spieler das Double. Heute ist er Trainer des Juniorinnen-Bundesligisten ETSV Würzburg - und spielt mit seinem Team beim VfB Peine.

VfB Peine Frauen - ETSV Würzburg U17 (19 Uhr). Stefan Schoeler wohnt mittlerweile rund 350 Kilometer von Peine entfernt im bayrischen Burghaslach. Bekannte Peiner Fußballer wie Dennis Mansfeld, Kerim Khammar oder Robert Jastrzebski sieht er dennoch täglich. In seinem Büro hängt ein riesengroßes Plakat mit Spieler-Fotos, dass ihm seine damalige Mannschaft von Arminia Vöhrum zum Abschied geschenkt hatte. „Ich habe viele schöne Erinnerungen an Peine“, sagt der 43-Jährige, der als Trainer für die Vöhrumer und den VfB Peine arbeitete.

Beruflich und privat verschlug es ihn vor sechs Jahren ins Frankenland. Mit seiner Frau Jutta lebt er dort auf einem Bauernhof in einem Drei-Generationen-Haus. „Ich genieße die Natur“, sagt Schoeler, der demnächst sein Staatsexamen zum Physiotherapeuten ablegt.

In seiner neuen Heimat widmet er sich mit großer Leidenschaft dem Jugendfußball. Beim Würzburger FV arbeitete er als Trainer und Jugendleiter, half beim Aufbau eines Nachwuchsleistungszentrums mit. „Dafür haben wir drei Jahre hart gekämpft.“

Im Juni fiel der Startschuss für ein neues Abenteuer: Schoeler übernahm die U17-Juniorinnen des ETSV Würzburg, die in der neu gegründeten Bundesliga-Süd mitmischen und dort auf so prominente Vereine wie Bayern München, 1. FFC Frankfurt oder den 1. FC Nürnberg treffen. „Eine Mannschaft, die Gründungsmitglied dieser Liga ist, zu trainieren, das ist sehr spannend“, betont Schoeler, der es bisher nur gewohnt war, Jungs zu coachen. „Nun muss ich etwas sensibler agieren, aber dafür arbeiten die Mädchen in diesem Alter wesentlich disziplinierter und emsiger als Jungen“, vergleicht der Coach.

Drei- bis viermal pro Woche feilen die Würzburger Talente an Taktik, Kondition und Passspiel. Das Spiel der Mädchen sei schneller und körperbetonter geworden, weiß Schoeler, der auch deshalb Peiner Fußball-Fans einen Besuch des Freundschaftsspiels gegen die Bezirksliga-Frauenmannschaft des VfB empfiehlt. „Da wird schneller und versierter Fußballsport geboten. Meine Mädchen spielen noch mit offenem Visier, das macht auch dem Zuschauer Freude“, prophezeit Schoeler, der hofft, einige alte Weggefährten wiederzusehen.

VfB-Trainer Michael Brennecke erwartet, dass seinem Torhüter-Talent Tabea Honka „die Hände glühen werden“. „Unser Ziel ist es, nicht zweistellig zu verlieren. Die Vorfreude auf die Partie ist riesig, seit einer Woche sprechen wir von nichts anderem“, schildert der Coach.

Im Anschluss an die Partie wollen beide Teams noch gemeinsam grillen. Der Juniorinnen-Bundesligist übernachtet im Peiner Gästehaus. Tags darauf steht ein weiteres Freundschaftsspiel in der Region an. Die Würzburgerinnen testen gegen die gleichaltrigen Mädchen des VfL Wolfsburg ihre Form. Das VfL-Team tritt in der Bundesliga-Nord an und ist ein idealer Testspiel-Gegner. Seine Würzburgerinnen zählt Schoeler zu den Außenseitern der Liga. „Wie heißt es so schön: Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen“, sagt er.

cm

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