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Sport Regional Schlammfreunde bleiben früh stecken
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20:30 23.07.2009
Die Schlammfreunde mit Teamchef Kai Schwerdtner (oben, Dritter von links) und Kapitän Jörg Zschetzsche (vorne, Zweiter von rechts). Quelle: privat
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Kraft, Kondition, eine gute Technik und eine extrem leistungsfähige Waschmaschine – das benötigen die Teilnehmer dieser Schlammschlacht. In den Sümpfen von Hyrynsalmi in Finnland spielten 325 Teams die Weltmeisterschaft im Sumpf-Fußball aus. Zum fünften Mal kämpften sich auch die Schlammfreunde Niedersachsen mit ihrem Peiner Teamchef und Spieler Kai Schwerdtner durch den Morast. Doch diesmal blieben sie früh stecken.

Schlamm ahoi: Dabei hatte es doch so gut für die Niedersachsen mit ihrem Alt-Herren-Fußballer des TSV Marathon Peine begonnen. Hoch spielen, hoch gewinnen – die Matsch-Match-Taktik ging auf. Klarer 4:0-Auftaktsieg gegen die Finnen Koulupojat. „Leider hat der Schiedsrichter wegen eines Gewitters viel früher abgepfiffen. Wir hätten sicher noch ein paar Tore gemacht“, sagt Schwerdtner. Statt 13 dauerte die zweite Hälfte nur 9 Minuten. Die Tore fehlten den Niedersachsen später.

Das Wetter machte das ohnehin anstrengende Spiel noch anstrengender. „Es hat so stark geregnet, dass das Wasser selbst im Sumpf nicht abgelaufen ist“, sagt Schwerdtner. Die Spieler versanken teilweise bis zur Hüfte im Morast. „In einigen Situationen war ich froh, überhaupt rausgekommen zu sein“, betont der 39-Jährige. Einige Spieler schafften es nicht allein, mussten von ihren Teamkollegen rausgezogen werden. Zahlreichen Kickern zog der Schlamm auch diesmal wieder die Schuhe aus. An einer Bretterwand in der Arena hingen die Fundstücke auf einem Nagel.

Schwerdtners Jungs haben ihre Fußballstiefel nicht verloren – Klebeband sei Dank. Im zweiten Spiel verpassten sie Ukkemehtot eine Schlammpackung, gewannen 1:0. Ärgerlich: Im dritten Vorrundenspiel kassierten die Schlammfreunde 120 Sekunden vor Abpfiff noch den 1:1-Ausgleich gegen Elba. Da beide Teams nun tor- und punktgleich waren, musste das Los über den Gruppensieg entscheiden. Die Deutschen hatten Pech. Als Gruppenzweiter mussten sie auf dem gefürchteten sehr tiefen Spielfeld drei in der ersten Hauptrunde gegen den Gruppensieger AFC Anistan ran. „Das war eine örtliche U21-Auswahl. Alles sehr drahtige, durchtrainierte Kerle. Das sah teilweise aus, als würden sie über Gras laufen“, räumte Schwerdtner die Überlegenheit ein. Die technischen Stärken konnte sein Team auf dem Geläuf nicht ausspielen. Die Schlammfreunde wehrten sich tapfer, schieden aber durch eine Bogenlampe unglücklich mit 0:1 aus und fühlten sich danach tief gesunken. „Wir hatten uns wesentlich mehr ausgerechnet“, begründet Team-Kapitän Jörg Zschetzsche, schließlich standen sie bei der letzten Teilnahme im Achtelfinale. Dennoch: Am Ende sei das Team um ein Erlebnis reicher gewesen und bleibt dem schmutzigen Spiel treu. „Es ist einfach ein ganz besonderer, sehr spektakulärer Sport“, schwärmt der 1,92 Meter Hüne.

Und immerhin: „Wir sind das beste mitteleuropäische Team geworden“, sagt der Peiner Kai Schwerdtner, der froh ist, dass er noch ein paar Tage Urlaub hat. Jeder Schritt im Sumpf war ein Kraftakt. „Ich bin noch ganz schön platt.“

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Für eine positive Überraschung hat das Hohenhamelner Voltigier-Juniorteam bei den Landesmeisterschaften in Luhmühlen gesorgt. Aufgrund einer Verletzung konnte das Team lange Zeit nicht mit ihrem Pferd „Champus“ trainieren. Dennoch holte das Team die Bronzemedaille.

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