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16:00 05.10.2017
Mister Fünfsatz: Vecheldes Thomas Schiffner gewann beide Einzel gegen Torpedo Göttingen II im Entscheidungssatz. Quelle: Isabell Massel
Vechelde

Der Traumstart ist perfekt: Ausgerechnet die Tischtennis-Spieler von Landesliga-Aufsteiger Arminia Vechelde fügten Torpedo Göttingen II die erste Saisonniederlage zu. Mit ihrem zweiten 9:4-Sieg kletterten die Vechelder auf Platz zwei. „Das klingt super, aber für uns waren das vor allem zwei ganz wichtige Extra-Punkte im Kampf um den Klassenerhalt“, betonte Arminia-Kapitän Josef Rempe.

Arminia Vechelde – Torpedo Göttingen II 9:4 (32:19). Der Aufsteiger nutzte es eiskalt aus, dass Göttingens Oberliga-Reserve Personalprobleme hatte und ohne ihr oberes Paarkreuz antrat. „Als wir die Aufstellung gesehen haben, haben wir uns schon in der Favoritenrolle gesehen und wollten gewinnen“, unterstrich Arminia-Kapitän Rempe.

Doch den besseren Start erwischten die Gäste, die eine 3:2-Führung erspielten. Vecheldes Wende leitete Thomas Schiffner ein, der das Kunststück schaffte, gegen Torpedo-Abwehrer Michael Schüssler einen 0:2-Satzrückstand aufzuholen. „Abwehr-Spieler sind für Thomas eigentlich ein gefundenes Fressen, aber sein Gegner hat anfangs sehr gut abgewehrt. Doch ab Satz drei hat Thomas ihm dann mehr auf den Körper gespielt und das Spiel dann sogar noch zu einer deutlichen Angelegenheit gemacht. Das war wichtig, sonst hätten wir schon 2:4 zurückgelegen“, lobte Teamkollege Rempe.

Auch in seinem zweiten Einzel konnte Schiffner in der entscheidenden Phase noch zulegen und besiegte auch Torpedo-Routinier Detlef Angerstein mit 3:2.

Mit seiner langen Noppe steuerte auch Rainer Lindigkeit erneut zwei Einzelsiege zum Gesamt-Erfolg bei und bleibt damit ungeschlagen. Mirko Quoll und Kolja Frey spielten ihre Erfahrung gegen Torpedos Ersatzspieler-Youngster aus und ließen in ihren Einzeln nichts anbrennen. Jeweils einen klaren Sieg im oberen Paarkreuz feierten Vecheldes Spitzenspieler Josef Rempe und Christian Havekost. Nur den aufgerückten Henrik Wiechers konnten sie nicht schlagen. Rempe war bei seiner 2:3-Niederlage aber nah dran. „Wiechers hat einen guten Job gemacht. Er ist ein junger Angriffsspieler. Sein Rezept: Aufschlag und dann gib ihm Feuer“, schilderte Rempe, der schon 2:1 nach Sätzen führte, aber im vierten Durchgang einen Vorsprung verspielte und beim 9:10 im Entscheidungssatz einen Schuss knapp daneben setzte. „Aber bei einem 9:4-Sieg kann ich so etwas verschmerzen“, merkte Rempe an.

Zweiter gegen Erster heißt es für die Vechelder nun überraschenderweise am Sonntag, 15. Oktober, wenn sie bei Titelkandidat Union Salzgitter II antreten müssen (11 Uhr). „Wir könnten von einem Spitzenspiel sprechen, aber es wäre sehr vermessen, wenn wir das für bare Münze nehmen würden. Realistisch gesehen geht es für uns vor allem darum, drei, vier Mannschaften hinter uns zu lassen und den Klassenerhalt zu schaffen“, betonte Arminia-Kapitän Rempe.

Spiele: Josef Rempe/Christian Havekost – Detlef Angerstein/Leon Schmidt 1:3, Thomas Schiffner/Rainer Lindigkeit – Henrik Wiechers/Thomas Scheper 2:3, Mirko Quoll/Kolja Frey – Michael Schüssler/Tim Reiss 3:1, Rempe – Scheper 3:0, Havekost – Wiechers 0:3, Schiffner – Schüssler 3:2, Lindigkeit – Angerstein 3:1, Quoll – Schmidt 3:1, Krey – Reiss 3:0, Rempe – Wiechers 2:3, Havekost – Scheper 3:0, Schiffner – Angerstein 3:2, Lindigkeit – Schüssler 3:0.

Von Christian Meyer

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