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SGA-Trainer Lars Klein tritt zurück

Handball-Landesliga SGA-Trainer Lars Klein tritt zurück

53 Gegentore in einem Spiel – das Debakel in Rosdorf hat Adenstedts Spielertrainer Lars Klein hart getroffen. Der 37-Jährige bat seinen Klub nach der Partie um Auflösung des Vertrags. Sonnabend betreut er Adenstedts Landesliga-Handballer im Derby bei der HSG Nord Edemissen zum letzten Mal. Auch als Torwart steht er dem Team nicht mehr zur Verfügung.

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Lars Klein (Mitte) wird Sonnabend zum letzten Mal das Adenstedter Team einstellen.

Quelle: im

Die schwache Trainingsbeteiligung und die mangelnde Leistungsbereitschaft nannte Klein als Grund für seine vorzeitige Aufgabe. „Wir haben vor vier Wochen an die Mannschaft appelliert. Leider waren auch danach nur fünf bis sechs Leute beim Training. Deshalb blieb für mich nur noch eine Konsequenz. Von einigen Spielern bin ich sehr enttäuscht, sie haben die Mannschaft im Stich gelassen“, sagt Klein, dessen Vertrag noch bis Juni hätte laufen sollen.

Auf Verständnis traf Kleins Entscheidung in der Handball-Abteilung der SGA. „Lars ist ein sehr ehrgeiziger Sportler, deshalb hatte ich fast noch früher mit seinem Rücktritt gerechnet. Die Art und Weise wie wir uns in dieser Saison bisher präsentiert haben, ist ihm sehr aufs Gemüt geschlagen. Aufgrund des kleinen Kaders konnte er allerdings nicht so reagieren, wie er es gerne gewollt hätte“, sagt Ralf Könnecker, Pressesprecher der SGA-Handballabteilung und Betreuer des Landesliga-Teams.

Fünfeinhalb Jahre trainierte Lars Klein die SGA-Handballer. „Wir haben ihm viel zu verdanken. Er hat hervorragende Arbeit geleistet. Auch die aktuelle Tabellensituation liegt mit Sicherheit nicht am Trainer“, betont Könnecker. Nach neun Niederlagen liegen die Adenstedter punktlos auf dem letzten Platz.

Das Derby gegen Edemissen ist Kleins letzte Partie für Adenstedt. Er hofft, die Mannschaft durch seinen Rücktritt wachgerüttelt zu haben. „Ich wünsche mir, sie solidarisiert sich wieder und arbeitet gemeinsam an einem Ziel. Vielleicht kann ich mich sogar mit einem Erfolg verabschieden“, hofft Klein.

Wegen einer Knieverletzung hatte der Spielertrainer zuletzt nicht im Tor gestanden. Er wird es auch in Zukunft nicht mehr tun. „Ich habe mal durchgerechnet, dass ich etwa anderthalb Jahre meines Lebens mit Handball verbracht habe. Das reicht“, sagt Klein.

Uwe Roffmann hat hingegen noch nicht genug. Die SGA konnte den 42 Jahre alten Torwart-Routinier zur Rückkehr überreden. Er steigt wieder ins Training ein und wird fortan als Ersatzkeeper dabei sein. „Mit Henrik Schoke als Stammtorwart sind wir gut aufgestellt, er hat viel von Lars gelernt“, sagt Betreuer Könnecker.
Bei der Suche nach einem Trainer-Nachfolger sind die Adenstedter indes noch nicht fündig geworden. Dass möglicherweise Helmut Friehe und Gerrit Meyer zum Kandidatenkreis gehören, wollte Könnecker nicht kommentieren. „Nur so viel: Es laufen Gespräche.“

Christian Meyer

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