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Sport Regional SG und Lafferde marschieren an der Spitze
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16:00 25.09.2017
Nur schwer zu stoppen: Gerrit Büüs (SG Zweidorf/Bortfeld). Quelle: Hartmut Butt
Kreis Peine

Viertes Spiel – vierter Sieg. Sowohl die Herren der SG Zweidorf/Bortfeld als auch der MTV Groß Lafferde bleiben ohne Punktverlust auf den Spitzenplätzen der Handball-Landesliga. Erfolgreich war am Wochenende auch die HSG Nord .

HSG Schoningen/Uslar/Wiensen – MTV Groß Lafferde 32:33 (17:17). Was für ein Finale: Beim Stand von 32:32 erzielt Lafferdes Henrik Frühling acht Sekunden vor Schluss den vermeintlichen Siegtreffer, aber Trainer Kai-Olaf Reinemann hatte schon 20 Sekunden vor Ende die Time-Out-Karte gelegt, der Pfiff des Kampfgerichts war allerdings zu zaghaft gewesen. Zwei Sekunden vor Schluss setzt sich Georg Strub durch – und wird gefoult. Den fälligen Strafwurf verwandelt Marcel Waschke eiskalt. Der Rest war Lafferder Jubel.

Die Ausgangslage war für die Gäste nicht optimal gewesen. Gerrit Marris und Christian Preen fehlten urlaubsbedingt, Tim Tillack ist noch verletzt und Felix Büttner ging stark erkältet in die Partie. Dann bekam Tino Mrasek nach zehn Minuten die rote Karte. „Eine harte, aber vertretbare Entscheidung“, gestand Groß Lafferdes Handball-Abteilungsleiter Steffen Slabon. Mit nun nur noch zwei Auswechselspielern mussten die Lafferder die restlichen 50 Minuten auskommen.

Die erste Halbzeit endete 17:17, dann war zunächst die HSG stärker, aber die Gäste glichen wieder aus. „Das 25:22 durch den erneut starken Marcel Waschke in der 46. Minute hätte eine kleine Vorentscheidung sein können“, sagte Slabon. „Aber eine Auszeit und eine Zweiminutenstrafe brachte die Schoninger wieder ins Spiel.“ Beim 30:29 für die HSG (55.) drohte die Partie sogar zu kippen, da der Gastgeber die Chance auf eine Zwei-Tore-Führung hatte. „Doch unsere Abwehr provozierte in der Folge zwei einfache Ballverluste, und Sören Reuter erzielte vorne den wichtigen Ausgleich.“

Lafferde ging in Führung, aber die HSG glich wieder aus – bis zum eingangs beschriebenen 32:32. „Kompliment an die ganze Mannschaft, für eine überragende kämpferische Leistung gegen einen sehr starken Gegner“, sagte Slabon.

MTV Groß Lafferde: Lütgering (1), Florian Frühling (beide Tor) – Waschke (8/2), Bühn (5), Henrik Frühling (4), Brunke (4/3), Strub (4), Reuter (4), Mrasek (2), Büttner (1).

SG Zweidorf/Bortfeld – MTV Moringen 32:24 (20:13). Die Gäste waren der bislang stärkste Gegner in dieser Saison. Die Zuschauer in der Bortfelder Sporthalle rieben sich zu Beginn der Partie die Augen. Ihre Mannschaft lag ständig zurück, schaffte durch einen Doppelschlag von Marius Schröder zunächst den Ausgleich zum 5:5, danach nach zehn Minuten das erste Mal mit 6:5 die Führung.

„In der Anfangsphase hat unsere Abwehr überhaupt nicht gut gestanden“, bemängelte Nechanitzky. Seine Spieler waren häufig einen Schritt zu spät am Gegner. Trotz nur 24 Gegentoren gegen einen guten Gegner war der SG-Coach insgesamt mit der Abwehrarbeit nicht zufrieden. „Das können wir besser, das haben wir auch schon bewiesen“, sagte Nechanitzky.

Der Übungsleiter verzichtete zunächst auf seinen Torjäger Tobias Brümmer. „Ich habe Probleme mit der Schulter und dem Fußgelenk“, erklärte Brümmer. Er konnte nicht vernünftig im Vorfeld trainieren. Trotzdem war er nach seiner Einwechslung zusammen mit Marius Schröder torgefährlichster Angreifer bei den Hausherren.

Die ließen die eine oder andere Chance noch aus. Die Weichen auf Sieg stellte die Nechanitzky-Sieben bereits in der ersten Hälfte. Von 9:8 zog sie auf 12:8 davon. In dieser Phase stand die Abwehr sicher, und die SG konnte durch Gegenstöße einen Vier-Tore-Vorsprung erzielen, der bis zur Pause noch auf sieben Treffer anwuchs. „Wichtig ist, dass wir zwei Punkte eingefahren haben. Über die Schwachstellen im Spiel werden wir in dieser Woche miteinander reden“, sagt Nechanitzky.

SG Zweidorf/Bortfeld: Riehl, M. Lehne (beide Tor); Brümmer (7), Gerstung (5), Schröder (4), Büüs (4), Schulze (4), Frühauf (3/2), C. Weigel (3), Waltermann (1), Zakravsky (1), P. Lehne, Duschek.

MTV Braunschweig III HSG Nord Edemissen 17:22 (11:18). HSG-Trainer Martin Staats war von seinem Torhüter Roland Bufe begeistert: „Er war schier unüberwindbar. Was er alles herausgeholt hat – überragend! Konter, Nachwürfe – egal. Der MTV hat in der zweiten Halbzeit nur sechs Tore geworfen!“

Das habe allerdings auch an der guten Abwehr gelegen, die durch Peter Wilck (2. Herren), der aushalf, zusätzliche Stabilität bekommen habe.

Mit ausschlaggebend für den Sieg war auch, dass Timo Seffer, der eigentlich verhindert war, den Termin abgesagt hat und auflief. Er traf achtmal, sein Bruder Sven sechsmal. „Man sieht, dass einige Leute auf dem Zahnfleisch gehen“, schildert Staats den momentanen Personalmangel. „Aber alle haben aufopferungsvoll gekämpft.“

HSG Nord: Bufe, Donker (beide Tor) – Timo Seffer (8/1), Sven Seffer (6), Niemuth (3), Funk (2/2), Schwerdtner (1), Henning (1), Wilck, Zerter, Falkenhain.

Von Matthias Press

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