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SG Adenstedt steckt 53 Gegentore ein

Handball SG Adenstedt steckt 53 Gegentore ein

Schwarzes Wochenende für die Peiner Mannschaften der Handball-Landesliga. Kassierte doch das Trio SG Adenstedt, MTV Groß Lafferde und HSG Nord ausnahmslos Niederlagen. Besonders bitter war die Pleite der SGA, die in Rosdorf sage und schreibe 53 Gegentore einstecken musste.

HSG Nord – VfB Fallersleben 22:30 (11:16). Gegen den Titelfavoriten zeigte die HSG lange Zeit eine gute Leistung, verlor am Ende trotzdem hoch. „Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen“, lautete daher das Fazit von Torwart Jörn Ohms. Den Gästen bescheinigte er indes Klasse und Härte: „Fallersleben nutzt Fehler eiskalt aus. Und die sind körperlich sehr stark, haben ganz schön zugelangt.“ Zwei rote Karten und acht Zwei-Minuten-Strafen sprächen für sich.

Fast die gesamte erste Halbzeit hielten die Edemisser, die nach 20 Minuten 7:6 in Führung lagen, voll mit. „Zuvor trafen wir sogar noch drei Mal die Latte und verwarfen zwei Siebenmeter.“ Weil sich anschließend die Fehler im Angriff häuften, holten die Gäste auf und warfen zur Pause eine fünf-Tore-Führung heraus. Nach dem Wechsel kam die HSG auf 17:20 (40.) heran. Zu mehr reichte es allerdings nicht: „Weil wir teilweise doppelte Überzahl nicht nutzen konnten. Im Gegenteil: Fallersleben warf sogar noch Tore“, ärgerte sich Ohms, der sich allerdings mitsamt Mannschaft und Trainer über Timo Seffers Comeback freute: „Er hat seine Aufgabe toll gelöst und hat sofort ins Spiel gefunden.“

HSG Nord: Bell, Ohms (beide Tor), Sven Seffer (1), Timo Seffer (5), Funk (1), Krecker, Wilck (2), Meinhardt (2), Schöne, Winkler (11).

MTV Groß Lafferde – HSG Schoningen/Uslar/Wiensen 30:33 (11:20). „Wir haben es wieder einmal nicht geschafft, unser Leistungsvermögen im ersten Durchgang abzurufen“, zeigte sich MTV-Betreuer Dennis Bühn von seiner Mannschaft insbesondere vor dem Wechsel enttäuscht. Anschließend habe man eine Aufholjagd gestartet, am Ende fehlte jedoch ein Stück, um den Neun-Tore-Vorsprung der Gäste aufzuholen.

Anfangs war die Partie noch weitgehend ausgeglichen. Nach dem 3:4 in der zehnten Minute zog allerdings die Spielgemeinschaft aus dem Solling über 4:9 und 8:14 davon. Während der Pause mussten Lafferdes Trainer Kai Fischer und Cornelius Jäger ihre Spieler – wie in einigen Begegnungen davor auch – wachrütteln. „Und das hat gefruchtet“, berichtete Bühn. Angetrieben von einem glänzend haltenden Torwart Stephan Hager, der im zweiten Abschnitt eingewechselt wurde, holte der MTV Tor um Tor auf. „Leider konnten wir das Spiel nicht mehr drehen, da wir zu viele klare Chancen ausließen. Die Niederlage war verdient“, bilanzierte Bühn.
MTV Groß Lafferde: Hager, Frühling, Könnecker (alle Tor), Singenstreu (1), Jarzombek (2), Strohmeyer, Bank, Krause (6), Müller (2), Schmidt, Treutler (5), Gebert (8), Knittel (6).

HG Rosdorf-Grone II – SG Adenstedt 53:28 (24:13). Wohl einmalig war das Spielergebnis: Gab es doch insgesamt 81 Treffer zu vermelden, während der Partie griffen die Torhüter durchschnittlich alle 44 Sekunden hinter. „Ich habe seit 40 Jahren mit Handball zu tun, kann mich nicht erinnern, so was schon Mal erlebt zu haben“, war SGA-Betreuer Ralf Könnecker verblüfft und verärgert zugleich. „Die Mannschaft stand völlig neben sich, war schlichtweg überfordert“, bemängelte er. Engagement, Disziplin und Kampf fehlten völlig.

Auf dem Feld machte Adenstedt von Beginn alles falsch. Statt, wie von Trainer Lars Klein gefordert, die Angiffe ruhig auszuspielen – „die dauerten nicht mal 20 Sekunden“ – wurde viel zu früh der Abschluss gesucht. „Rosdorf bedankte sich, erzielte mehr als 30 Treffer über Gegenstöße“. Auch in der Abwehr stimmte nichts, „die war harmlos, quasi nicht vorhanden“. Neben der berechtigten roten Karte gegen Paul Lange habe es gegen die SGA nur eine zwei-Minuten-Strafe gegeben. Fazit: „Außer Henrik Schoke, Alexander Ksoll und Florian Bewig war das eine glatte Sechs.“

SG Adenstedt: Schoke (Tor), Gappenberger (1), Lauenroth (2), Hilse (3), Marris (2), Bewig (4), Ksoll (8/4), Bertram, Lange, Sebastian Frank (3), Sascha Frank (2), Müller (1).

Jürgen Hansen

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