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Sport Regional Peiner Talenten gelingt der große Wurf: DM-Silber!
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16:00 27.06.2018
Auch diese Wurftechnik präsentierten Sonja Schacht und Bennet Brandes vom Judo-Club Peine bei ihrem DM-Auftritt. Die Klubkollegen sind stolz auf die Silber-Gewinner. Platz sechs schafften Clara Fuhrmanneck und Kerstin Pansegrau (kleines Foto) Quelle: Christian Meyer/Udo Möbus
Peine

Als Deutschland gegen Schweden kurz vorm Aus bei der Fußball-WM stand, bangten die Peiner Judo-Talente Sonja Schacht (15) und Bennett Brandes (14) ziemlich nervös vorm Fernseher mit. „Aber definitiv noch aufgeregter waren wir bei unserem DM-Auftritt“, verrieten die Ratsgymnasiasten. Die Kampfrichter spürten davon nichts, denn das Duo vom Judo-Club Peine legte einen astreinen Auftritt hin und gewann überraschend in Hannover die Deutsche Kata-Vizemeisterschaft in der U18.

„Das hatten wir echt nicht erwartet“, schwärmte Sonja Schacht. Im vergangenen Jahr war die Dungelbeckerin mit ihrem Judo-Partner aus Duttenstedt noch Siebter bei der DM geworden. Dass sich die beiden so gesteigert haben, fand Trainer Michael Brübach allerdings gar nicht so überraschend. Denn: „Sie sind extrem ehrgeizig und diszipliniert“, lobte er.

Das sollte man auch, wenn man eine Abfolge von Wurftechniken technisch sauber präsentieren will, wie es beim Nage-no-Kata-Wettkampf nötig ist. Körperhaltung, Griffe, die Schritte – alles muss passen. Und bei den Peinern passte es in der Jugendklasse. Nach der Vorrunde führten sie sogar. „Dabei war ich viel nervöser als sonst. Meine Hände haben kurz vorm Wettkampf richtig gezittert“, stellte Bennett Brandes fest. Ein halbes Jahr haben sie sich intensiv auf ihre Kata-Präsentation vorbereitet und dafür sogar zusätzlich am Kata-Stützpunkt in Braunschweig beim erfahrenen Trainer Jan Smeikal und dem Deutschen Meister Alex Schleicher geübt. Bis zu viermal pro Woche trainierten die Peiner die Bewegungsabläufe und Wurftechniken, bei denen Sonja Schacht auch mal ihren Judo-Kollegen locker schultern kann. „Zum Glück sind wir fast eine Gewichtsklasse“, sagte sie.

In der Endrunde steigerten sie ihre Punktzahl sogar noch einmal. „Das war eine der besten Katas, die wir je gezeigt haben“, stellte die 15-Jährige fest. Deshalb waren die beiden am Ende auch nicht lange traurig darüber, dass die Nordrhein-Westfalen-Judokas Marie Plattfaut und Niklas Klappert mit einer Sahne-Endrunde die Peiner noch abfingen. Ärgerlich dabei: Einer der fünf Wertungsrichter wich mit seiner Einschätzung weit von seinen Kollegen ab. Aus rund 12 Punkten Vorsprung aus der Vorrunde wurden so noch 22 Punkte Rückstand auf den Sieger. Die Peiner nahmen es sportlich und wollen weiter für ihr großes Ziel trainieren: „Einmal international zu starten wäre schön. Aber das geht erst bei den Erwachsenen“, sagt Sonja Schacht.

Clara Fuhrmanneck (20) und Kerstin Pansegrau (20) vom Judo-Club Peine starteten bei der DM bei den Erwachsenen. Und auch sie waren rundum zufrieden. Denn: „Bei ihrer vierten Teilnahme haben sie es erstmals in Finale geschafft“, stellte Judo-Club-Pressewartin Sabine Fuhrmanneck erfreut fest.

Das war viel mehr als erwartet. Denn da Kerstin Pansegrau inzwischen in Ilmenau studiert, konnte das Duo nicht so häufig zusammen trainieren. „Ihr Vorteil war vielleicht, dass sie deshalb relativ gelassen an die Sache rangegangen sind“, sagte Sabine Fuhrmanneck.

Dank einer starken Vorrunde und Platz fünf durften die Peiner ihre Kata auch in der Endrunde noch einmal präsentieren. Am Ende sprang Platz sechs heraus – und ein Familien-Treffen. Denn Clara Fuhrmannecks ältere Schwester Hanna (22), die inzwischen in Baden-Württemberg lebt, hatte sich ebenfalls für die DM qualifiziert. „Deshalb wollte Clara auch unbedingt starten“, verriet ihre Mutter, die beiden Töchtern die Daumen drückte. Die Ex-Peinerin wurde Fünftzehnte.

Von Christian Meyer

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