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Sport Regional Peiner Handballer staunen über die Geschlossenheit des Nationalteams
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11:00 25.01.2019
Die La-ola-Welle für den Halbfinal-Einzug: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft um Hendrik Pekeler (von links) und Fabian Böhm feierte in Köln mit den Fans nach dem 31:30-Sieg gegen Spanien. Einige Anhänger haben schon einen ganz speziellen Wunsch für ein mögliches Finale: „Zeigt’s Dänen!“ Quelle: imago/DeFodi
Kreis Peine

Als Abwehr-Brocken Patrick Wiencek gegen Brasilien hinten zupackte oder Kapitän Uwe Gensheimer per Siebenmeter-Kunstwurf den gegnerischen Keeper austrickste – da jubelten auch die Landesliga-Handballer der HSG Nord Edemissen gemeinsam vorm Fernseher beim Mannschaftsabend bei Trainer Martin Staats. Nach dem EM-Debakel hat es die deutsche Nationalmannschaft bei der Heim-WM mit starken Leistungen geschafft, auch im Peiner Land wieder eine Handball-Euphorie zu entfachen. Vorm heutigen Halbfinale gegen Norwegen (ARD, 20.15 Uhr) sprach die PAZ-Sportredaktion mit Peiner Handballern über die Auferstehung des DHB-Teams. Und egal ob es zum Finale reicht, oder nicht – „Stolz bin ich schon jetzt auf die deutsche Mannschaft, wie sie unseren Sport repräsentiert hat“, sagt Bildung-Spielertrainerin Alexandra Mühe.

Alexandra Mühe

Im Vereinsheim des TSV Bildung wird die Spielertrainerin mit ihren Peiner Regionsliga-Handballerinnen gemeinsam das Halbfinale verfolgen. Doch eigentlich ist sie sich schon sicher, wie es ausgeht. „Das deutsche Team schwimmt auf einer Euphoriewelle, jetzt werden wir auch Weltmeister“, orakelt sie und sagt über...

...die größte Stärke des deutschen Teams: „Die Geschlossenheit. Keiner nimmt sich persönlich wichtig, sondern es zählt die Mannschaft.“

...den Spieler, der sie bisher am meisten überzeugt hat:Fabian Böhm hat immer sofort Verantwortung übernommen, wenn er eingewechselt wurde und mit viel Elan Torerfolge herbeigeführt.“

...die größte Überraschung im Team: „Das war für mich Tim Suton. Mit welch Selbstbewusstsein und Unerschrockenheit er als Nachnominierter vor 19 000 in Köln aufgetreten ist, war fantastisch. Sein erster Angriff, gleich das erste Tor.“

... die Entwicklung von Bundestrainer Christian Prokop: „Absolut beeindruckend ist die. Er stand auf der Abschussliste und hat sich davon nicht beirren lassen. Auch er musste die Führungsverantwortung erst lernen, da drückt man nicht einfach auf den Knopf und es läuft sofort rund.“

...die Chancen im Halbfinale:Hamburg schaffen wir. Die Kulisse wird die Mannschaft prägen und eine weitere Stärke wird sich auszahlen: Egal, wer eingewechselt wird, es gibt keinen Leistungsabfall.“

Ole Siegel

Der Peiner Sport-Geschäft-Inhaber freut sich auch aus geschäftlichen Gründen über die Handball-Euphorie: Er darf beim Halbfinale in der Hamburger Barclaycard-Arena seine WM-Kollektion mit T-Shirts, Jacken oder Handtüchern verkaufen, die einen Handabdruck mit den deutschen und dänischen Farben zeigen. „Das Ding explodiert richtig“, freut sich Siegel, den die WM-Gala des deutschen Nationalteams nun allerdings in Termin-Not bringt. Freitag würde er auch gerne das Klassentreffen mit seinen ehemaligen Schulkollegen von der Realschule in Edemissen besuchen, die vor 30 Jahren die mittlere Reife erwarben. „Ich hoffe, ich schaffe es zumindest später noch, dazuzustoßen“, sagt Siegel. Vorm WM-Halbfinale sprach er mit der PAZ über...

...die größte Stärke des deutschen Teams: „Das sind die ersten 50 Minuten. Da hat die Mannschaft bisher überragend gespielt. In den letzten zehn Minuten hat sie den Herzschlag der Fans allerdings bisher immer in die Höhe getrieben.“

...den Spieler, der ihn bisher am meisten überzeugt hat: „Torwart Andreas Wolf war mit seiner Leistung eine überragende Bank für das Team. Die Außenspieler haben mich allerdings ein wenig enttäuscht in Sachen Chancenverwertung.“

...die größte Überraschung im Team: „Das sind für mich die beiden Kreisläufer Jannik Kohlbacher und Patrick Wiencek. Kohlbacher hat viele Tore geworfen, aber vor allem haben beide in der Abwehrarbeit unwahrscheinlich starke Leistungen gezeigt.“

... die Entwicklung von Bundestrainer Christian Prokop: „Hut ab, er hat eine Kehrtwende um 360 Grad hingelegt. Er hat es nicht nur geschafft, wieder ein Team zu formen, er hat es auch hingekriegt, dass er selbst ein Teamplayer, ein Teil der Mannschaft ist. In seinen Ansagen bindet er die Mannschaft perfekt ein und hat es dadurch geschafft, noch ein paar Prozent mehr rauszukitzeln.“

...die Chancen im Halbfinale: „Die Norweger sind noch ein größerer Teamplayer als es die Deutschen sind, als Vikinger haben sie das wohl im Blut. Es wird wieder ein Krimi, aber wir werden es schaffen, weil wir einen ganz entscheidenden Vorteil haben, den Heimvorteil: Wie wichtig die Stimmung in der Halle ist, haben wir auch schon in den anderen Spielen gesehen.“

Martin Staats

Der Trainer der Landesliga-Handballer der HSG Nord Edemissen wird in der „Jyske Bank Boxen“-Halle im dänischen Herning erleben, wer Weltmeister wird. Das deutsche Team sieht er auf jeden Fall, denn auch für das Spiel um Platz drei hat er eine Karte. Er hofft allerdings, dass die Deutschen heute Abend gegen Norwegen siegen. „Die Chancen stehen 70:30“, schätzt er und sagt über...

...die größte Stärke des deutschen Teams: „Das ist eindeutig die mannschaftliche Geschlossenheit.“

...den Spieler, der ihn bisher am meisten überzeugt hat: „Auch die ganze Mannschaft! Ich möchte da gar keinen hervorheben.“

...die größte Überraschung im Team: Fabian Wiede. Er ist spielintelligent, steht in der Abwehr gut, hat Spielwitz und macht wichtige Tore. Er präsentiert sich als ein kompletter Spieler.“

... die Entwicklung von Bundestrainer Christian Prokop: „Die zu beurteilen mag ich mir nicht anmaßen. Aber die Erfolge jetzt sprechen für sich.“

...die Chancen im Halbfinale:Norwegen hat eine junge, starke Mannschaft. Es wird schwer, bei uns muss die Abwehr stehen und die Chancenverwertung besser werden. Ich schätze die Chancen aber auf 70:30.“

Dennis Bühn

Mit den Spielern des Verbandsligisten MTV Groß Lafferde wird der Trainer heute das Halbfinale gegen Norwegen gemeinsam gucken – nach dem Training, das extra vorverlegt wurde. Die ersten beiden Spiele der deutschen Nationalmannschaft hat er in Berlin live verfolgt und war von der Stimmung und Begeisterung angetan. „Das habe ich in dieser Intensität noch nicht erlebt“, sagt er und meint über...

...die größte Stärke des deutschen Teams: „Das ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Überragend ist auch die Abwehrarbeit.“

...den Spieler, der ihn bisher am meisten überzeugt hat: „Das sind zwei: Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek. Sie verrichten eine überragende Arbeit im Mittelblock – und das nicht nur einmal, sondern konstant.“

...die größte Überraschung im Team: „Das ist zunächst einmal das Kollektiv. Durch die mannschaftliche Geschlossenheit legt jeder Einzelne ein paar Prozent drauf. So nicht auf der Rechnung hatte ich Steffen Fäth, da er bei den Rhein-Neckar-Löwen vergleichsweise wenig Spielanteile erhält. Auch Martin Strobel hat bis zu seiner Verletzung einen guten Job gemacht.“

... die Entwicklung von Bundestrainer Christian Prokop: „Die ist sehr gut. Er hat einen Kompromiss gefunden und nimmt die Spieler mit. Das ist auf diesem Niveau sehr wichtig.“

...die Chancen im Halbfinale: „Auch wenn Norwegen eine gute Mannschaft und einen guten Trainer hat und ein attraktives Turnier spielt: Wir werden gewinnen, denn unser Plus ist die Heimstärke. Das habe ich in Berlin gesehen und es wird auch in Hamburg so sein. Im Finale tippe ich auf Dänemark als Gegner. Das wird ein heißes Ding!“

Von Matthias Press und Christian Meyer

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