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Sport Regional Neu im Jugendfußball: Vier gegen Vier
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23:02 23.06.2009
Heike Hansen (Mitte, grauer Blazer) mit den Geehrten des Kreis-Jugend-Fußballtages. Quelle: Christian Meyer
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Für die nächsten drei Jahre bekleidet Hansen dieses Amt, das sie nach dem Tod ihres Vorgängers Bruno Liedecke bisher kommissarisch ausübte. Bestärkt darin, ihr Engagement fortzusetzen, haben sie vor allem die Jugendfußballer. „Es gibt nichts Schöneres, als in diese glücklichen Kinderaugen zu gucken“, schwärmte Hansen, die bei ihrer Arbeit auf ein altbewährtes Team zurückgreifen kann. Die Staffelleiter Hans-Joachim Elsner, Henry Ohlendorf, Detlef Fließ und Klaus Korf sowie Schulfußball-Referent Harald Alpers wurden einstimmig wiedergewählt.

Damit es auch künftig viele glückliche Gesichter bei Jugendfußballern gibt, möchte der Ausschuss den Spielbetrieb leicht verändern. In der Halle spielen in der kommenden Saison nicht nur die A- und B-Junioren Futsal, auch die C-Junioren werden mit dem Ball dribbeln, der weniger springt als ein herkömmlicher Fußball. So wird die Technik geschult. „Und wir bekommen das körperbetonte Spiel aus der Halle“, betont Hansen.

Bubi-Fußballer sollen künftig bei Turnieren auch auf einem kleineren Feld Vier gegen Vier spielen dürfen. Bisher benötigten die Vereine mindestens sieben Spieler, um eine Mannschaft melden zu können. Der Jugendausschuss reagiert damit darauf, dass immer weniger Kinder geboren werden. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison kickten 35 Bubiteams, bisher haben 32 Mannschaften für die neue Saison gemeldet. Bei der F-Jugend waren es in der Vorsaison 57, derzeit sind es 10 Teams weniger. „Ich bin optimistisch, dass die Idee auf dem Bubi-Staffeltag gut ankommt. So können wir Fußball in den Vereinen am Leben erhalten“, warb Hansen.

Von der Saison 2010/2011 an dürfen zudem Neunerteams bei der C-Jugend um Punkte und Tore kämpfen. Applaus gab es von den Vereinsvertretern für diese Neuerung.

Keinen Grund zum Applaudieren gaben hingegen die Zahlen, die Sportrichter Rolf Kobbe nannte. Neun Verfahren mit Jugendlichen landeten vor dem Sportgericht des Fußball-Kreisverbands. „Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr“, klagte Kobbe. Unrühmlicher Höhepunkt sei ein A-Jugend-Spiel gewesen. Bei der Partie Bosporus Peine gegen die JSG Rosenthal/ Schwicheldt war sogar ein Polizeieinsatz nötig (die PAZ berichtete).

Auch das noch: Nach einer Verhandlung vor dem Sportgericht habe ein Jugendlicher im Anschluss sogar einen Jugend-Obmann bespuckt und seine eigene Mutter geschlagen. Mit vier Spielabbrüchen mussten sich die Sportrichter beschäftigen. „Gerade bei den Jugendlichen sind es oft die Betreuer und Eltern, die die Stimmung anheizen“, kritisierte Kobbe und rief eindringlich zu Fair-Play auf. Der Jugendausschuss nahm sogar eine Art Ehrenkodex für Trainer, Betreuer und Eltern in die Spielausschreibung auf. „Lest das ganz genau“, mahnte Hansen. Der erschreckende Bericht des Sportrichters habe gezeigt, wie wichtig es für Vereine sei, über qualifizierte Jugend-Trainer zu verfügen.

Kreis-Lehrwart Reinhard Matschurek warb passend für den nächsten Lehrgang nach den Osterferien im kommenden Jahr zum C-Trainer Breitenfußball. Die Sparkassen-Stiftung erstattet allen erfolgreichen Absolventen die Kursgebühr von 130 Euro. „Wer jetzt nicht zugreift, ist selber schuld“, konstatierte Matschurek.

Ehrungen beim kreisjugendtag

Kreisfußball-Chef Josef F. Hanke übernahm gleich eine ganze Reihe von Auszeichnungen für verdiente Mitarbeitern aus Jugendabteilungen von Peiner Vereinen. Über die bronzene Ehrennadel freuten sich Holger Püllmann, Reinhold Moldhauer, Christof Jez (alle Viktoria Woltwiesche), Martina Grigas (VfB Peine), Michael Bark (TSV Bodenstedt), Andreas Nickel, Thomas Bierfreund, Manuela Hoyer, Gustav Hoyer (alle TSV Denstorf), Daniela Moschall (Union Groß Ilsede) sowie Traute Wedekind (TSV Wendezelle). Die goldene Ehrennadel bekamen Rolf Burghauser, Armin Gabele (beide Viktoria Ölsburg) sowie Ingo Huberts (Arminia Vechelde).

Den Sepp-Herberger-Preis für hervorragende Jugendarbeit erhielt der TVJ Abbensen. Den Fairness-Preis für die wenigsten Gelben und Roten Karten hatten sich die A-Jugendfußballer des TSV Sonnenberg und die B-Jugend-Kicker des SV Herta Equord verdient.

Christian Meyer

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