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Nervige Technik: Falldorf zielt an Gold vorbei

Kegeln Nervige Technik: Falldorf zielt an Gold vorbei

Gleich zweimal liefert sich die Peiner Keglerin Kerstin Falldorf bei den Deutschen Meisterschaften auf Dreibahnen einen nervenzerreißenden Medaillenkampf.

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Mit Schwung: Kerstin Falldorf kegelte sowohl im Einzel als auch mit der Peiner Mannschaft zur Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften auf Dreibahnen.

Quelle: cb

Zwei Plätze unter den Top-10 und zwei Bronzemedaillen – das ist die erfreuliche Bilanz der Peiner Sportkegler bei den Deutschen Meisterschaften auf Dreibahnen im Kegelzentrum Braunschweig-Lehndorf.

Norbert Krause, der Deutsche Meister „Herren-B“ des Jahres 2007, steht mit den Braunschweiger Bohlen weiterhin auf Kriegsfuß. Es lief nicht auf allen Bahnen wie gewünscht, und mit 801 Holz (295-288-218) reichte es nur für Rang neun. Allerdings war die Siegertreppe in einem leistungsdichten Teilnehmerfeld nur zehn Holz entfernt.

Rita Hartleib hatte für ihre Premiere bei den „Deutschen“ einen Platz unter den ersten Zehn in der Damen-Konkurrenz im Visier. Zuverlässig gecoacht vom Braunschweiger Landesmeister Gerdts gelang es ihr, auf jeder Bahnart im vorderen Drittel des 20-köpfigen Teilnehmerfeldes abzuschneiden. Am Ende bedeuteten ihre 789 Holz (292-237-260) Rang sieben, 20 Holz von Bronze entfernt.

In der letzten Tour spielte die dreifache Deutsche Meisterin und Mitfavoritin Kerstin Falldorf um Gold, immer mit Blick auf vorgelegte 813 Holz, mit der Stefanie Hippert (Bielefeld) ein gewichtiges Achtungszeichen gesetzt hatte. 303 Holz auf Bohle und 299 auf Schere lagen in ihrer Marschtabelle.

Die letzte der vier Classic-Bahnen brachte die Entscheidung. „Gold ist so gut wie sicher“, meinte der Peiner PKV-Vorsitzender Klaus Kroschwitz zuversichtlich fünf Wurf vor Schluss. Doch Kegel-Fortuna schlug sich auf die Seite der Bielefelderin. Eine technische Störung auf den Nebenbahnen brachte Falldorf aus dem Konzept. Zwei unkonzentrierte Standardwürfe und 228 Classic-Holz mit insgesamt 809 Zählern bedeuteten Bronze, ein Holz hinter Silber und vier hinter Gold.

Die Deutsche Meisterin Hippert ist für die Fachwelt keine zufällige Überraschungssiegerin. Seit 30 Jahren ist sie im „Kegelgeschäft“. Mit zwei Deutschen Meistertiteln auf Dreibahnen, als Weltmeisterin auf Schere und mit einer reichhaltigen Sammlung von Siegestrophäen jeglicher Art gehört sie zu den deutschen Topspielerinnen.

Zur Unterstützung der Peiner Damenauswahl im Mannschaftswettbewerb hatte die Peiner Jugendbetreuerin Gabi Beckmann alle Jugendlichen und den Clauener Tobias Kirchhoff nach Lehndorf beordert. Mit einem Transparent, Gesängen und guter Laune sollte Goldstimmung verbreitet werden – und das gelang auch.

Von Beginn an entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Hamburg, Berlin-VBS und Peine, wobei die Hanseatinnen in allen Durchgängen knapp führten und Peine sicherer Dritter war. Für den Medaillenkurs hatten gesorgt: Karin Deyerling (813/298-269-246), Susanne Wichmann (802/304-273-225) und Rita Hartleib (774/288-269-217). Vor der letzten Starterin führte Hamburg mit 6 Zählern vor Berlin und weiteren 20 vor Peine.

Wie entfesselt legte die Peiner Schlussspielerin Kerstin Falldorf (795/299-283-213) los. Nach acht Bohle- und Scherebahnen lagen die drei Ersten gleichauf, und nach zwei Classicbahnen hatten Hamburg und Peine die Plätze getauscht. Auf der vorletzten Bahn fiel dann jedoch die Entscheidung erneut gegen Peine. Falldorf und ihr Anhang verzweifelten an mehreren gefürchteten „Dreien“. Beide Gegner konterten und stellten die alte Rangfolge wieder her. Es siegte Hamburg (3206) vor Berlin-VBS (3197), und mit 3184 Holz holte das Team die erste Bronzemedaille in dieser Disziplin an die Fuhsestadt. Klaus Kroschwitz lobte nach dem Wettkampfkrimi: „Auch ohne Gold haben wir uns glänzend geschlagen. Moral und Leistungen waren sensationell.“

Herbert Stroppe

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