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Nach 100 Kilometern gibt’s Köttbullar

Radsport: Drei Peiner meistern Vätternsee-Rundfahrt Nach 100 Kilometern gibt’s Köttbullar

In Schweden wird es zurzeit spät dunkel und früh hell. Das kam den Teilnehmern der 300 Kilometer langen „Vätternrundan“ entgegen. Unter den 22 000, die nachts auf ihren Fahrrädern um den Vätternsee strampelten, waren auch drei Peiner: Simone und Torsten Gutsmann sowie der frühere Adenstedter Bernd Lauenroth schafften es.

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Gut gelaunt am Start: Torsten und Simone Gutsmann. Sie meisterten die 300 Kilometer um den Vätternsee in Schweden in 14 Stunden.

Quelle: Privat

Motola/Schweden. In Schweden wird es zurzeit spät dunkel und früh hell. Das kam den Teilnehmern der 300 Kilometer langen „Vätternrundan“ entgegen. Unter den 22 000, die nachts auf ihren Fahrrädern um den Vätternsee strampelten, waren auch drei Peiner: Simone und Torsten Gutsmann sowie der frühere Adenstedter Bernd Lauenroth.

„Die Dämmerung, das Glitzern, wenn sich die Lichter von Jönköping nachts im Wasser spiegeln, das ist schon sehr beeindruckend“, sagt Torsten Gutsmann. Das Mitglied aus der Eulenexpress-Gruppe des Radsportclubs Wanderlust Peine war mit Ehefrau Simone auf ihren Rennrädern bei der Volksrundfahrt in Schweden dabei. Dazu überredet hatte sie der frühere Adenstedter Bernd Lauenroth, der jetzt in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) wohnt, aber immer noch häufig im Heimatort zu Besuch ist. Ihn wiederum hatte ein Arbeitskollege auf die Idee zur Teilnahme gebracht.

Bernd Lauenroth zeigt stolz seine Finisher-Medaille

Bernd Lauenroth zeigt stolz seine Finisher-Medaille.

Quelle: Privat

„Der einzige Grund, warum nicht mehr als 22 000 Radfahrer teilnehmen, ist, dass nicht mehr Radfahrer gleichzeitig auf die Straßen rund um den Vätternsee passen, und deshalb die Teilnehmerzahl begrenzt ist“, sagt Lauenroth. „Die Vätternrundan ist eine Volksradtour, deswegen werden den Teilnehmern auch keine exakten Resultatlisten mitgeteilt, jeder der teilnimmt und es geschafft hat, darf sich als Sieger fühlen.“

Da bei dieser Menge nicht alle gleichzeitig starten können, ging es am Abend ab 19.30 Uhr in Gruppen von 60 bis 70 Radlern und jeweiligem Zeitabstand los. Morgens um 6 Uhr sind die letzten Sportler gestartet. Die Peiner starteten gegen 21 Uhr in derselben Gruppe.

„Die ersten hundert Kilometer bis Jönköping fliegt man durch die Nacht und in die anbrechende Dunkelheit hinein. In der Dunkelheit kann man den Tacho nicht sehen, aber es war ein 30er-Schnitt“, staunt Lauenroth. An der ersten großen Verpflegungsstation in Jönköping gibt es Köttbullar, Kartoffelbrei und Blaubeersuppe. „Die Organisation ist perfekt. Jeder bekommt schnell sein Essen, dafür sorgen über 4000 freiwillige Helfer, die immer noch ein Lächeln und ein motivierendes Wort parat haben.“

Nach der Hälfte der Strecke machen sich auch die 1500 Höhenmeter bemerkbar. „Lange Anstiege mit drei bis sechs Prozent Steigung, kurze, knackige Abfahrten, bei denen 60 Stundenkilometer problemlos drin sind“, schildert Lauenroth. Die Peiner werden mit einem traumhaften Sonnenaufgang entschädigt, der den Himmel über dem Vättersee glutrot färbt – und mit Lasagne, die es an der zweiten großen Verpflegungsstelle nach 179 Kilometern gibt.

„Mir persönlich hat es nicht viel ausgemacht, die Nacht durchzufahren“, sagt Torsten Gutsmann. „Meine Frau hatte zwischen 8 und 10 Uhr einen Tiefpunkt, und wir haben uns eine kleine Pause gegönnt.“ Nach der dritten Verpflegungsstation in Medevi bissen alle nochmal auf die Zähne und waren nach 13,5 (Lauenroth) beziehungsweise 14 Stunden (Torsten und Simone Gutsmann) im Ziel.

Dämmerung am Vätternsee

Dämmerung am Vätternsee.

Quelle: Privat

Die Tour hat nicht nur Kraft gekostet, sondern auch 190 Euro Startgeld pro Nase und 250 Euro für die organisierte Hin- und Rückreise ab Lübeck mit dem Bus. Dafür war die Organisation perfekt. Entlang der ganzen Strecke gab es neun Essens- und Service-Stopps, es wurden 160 000 süße Brötchen (Brioche) verteilt, 1200 Kilo Kaffee verbraucht und mehr als 25 000 Liter an Energy-Drinks gereicht.

„Nächstes Jahr bin ich wieder dabei“, hat sich Lauenroth vorgenommen. Auch die Gutmanns wollen 2018 wieder eine 300-Kilometer-Tour machen. „Dann aber durch die Mecklenburgische Seenplatte.“

Von Matthias Press

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