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Militär-Weltmeister macht Peiner Boxer fit

Boxen Militär-Weltmeister macht Peiner Boxer fit

Schwitzen mit dem Unteroffizier: Der Wolfenbütteler Harun Sipahi hat eine Trainingseinheit beim Box-Club 62 Peine geleitet. Der 30-Jährige ist Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr und zeigte, warum er bereits fünf Deutsche Titel und die Militär-Weltmeisterschaft erkämpfte.

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Schattenboxen: Auch die jüngsten Peiner Boxer machten die Übungen von Harun Sipahi mit.

Quelle: Isabell Massel

Zum Schluss ließ Harun Sipahi im Sparring mit einigen Peinern die Fäuste fliegen. „Der ist richtig schnell, es hat großen Spaß gemacht“, schwärmte Peines Box-Talent Ibrahim Karahancer nach der Einheit mit dem Spitzensportler. Das Training mit dem prominenten Faustkämpfer habe ihn motiviert, noch besser zu werden.

Ibrahim Karahancer und sein jüngerer Bruder Hassan sind die beiden hoffnungsvollsten Talente im Peiner Box-Stall und kämpften als Gastboxer bereits für Sipahis Heimklub BAC Wolfenbüttel in der Verbandsliga. Man kennt sich. Sipahi trainiert das neu gegründete Löwen-Box-Team mit Athleten aus Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel in der 3. Bundesliga und beobachtete die Talente.

Aber Gelegenheit zum Sparring gab es erst in Peine. „Es freut mich sehr, dass ich gegen ihn boxen durfte. Von seiner Technik kann ich mir noch einiges abschauen“, sagte Hassan Karahancer stolz.

Nachdem Harun Sipahi erst ein paar trickreiche Haken verteilt hatte, verteilte er nach dem Sparring auch Lob. „Hassan bewegt sich schön, ist schnell auf den Beinen und setzt klare Treffer. Wenn er weiter so fleißig trainiert, kann er es weit bringen“, betonte Sipahi.

So weit wie der prominente Coach vielleicht. Im südafrikanischen Pretoria schlug sich Sipahi 2005 im Halbweltergewicht zum Militär-Weltmeister. Seit 2003 ist der Wolfenbütteler Sport-Soldat, stieg bei Europa- und Weltmeisterschaften in den Ring, verpasste die Olympischen Spiele in Peking 2008 nur knapp. Nach einigen Schulter-Operationen quält er sich für sein Comeback.

„Im März läuft mein Vertrag für die Sportfördergruppe aus. Danach möchte ich im Profigeschäft Fuß fassen“, sagt Sipahi. Koordinations-Spielchen, Box-Übungen, Seilspringen – Das Training in Peine hat Sipahi mit Freude geleitet.

„Ich bin gerne Vorbild und helfe, wenn ich kann“, betonte er. „Wir sind vermutlich noch begeisterter als Harun“, bilanzierte BC-62-Trainer Kazim Yilmaz. Einige Übungen möchte er für sein Training übernehmen und hofft, dass sein Gast im Profi-Boxen den Durchsprung schafft. „Vielleicht dürfen wir ihn dann ja mal in Miami besuchen.“

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Hintergrund

Harun Sipahi ist ein Boxer mit türkischen Wurzeln und dem deutschen Adler auf der Brust. Auffällig viele Sportler aus Einwandererfamilie boxen. Auch im Box-Club 62 Peine. „Ich weiß auch nicht genau, woran das liegt. Vielleicht sind Migranten von Haus aus belastbarer als Deutsche, die eher mal denken: So eine Schinderei muss ich mir nicht anttun“, sagt Siphahi, der ins seinem Heimatklub auch Integrationsbeauftragter ist.

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