Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Marie freut sich über Lift und 99. Medaille

Schwimmen Marie freut sich über Lift und 99. Medaille

Nur noch eine: Fast hätte Schwimmerin Marie Flor bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften des Behinderten-Schwimmverbands ein Jubiläum geschafft. In Remscheid gewann sie Bronze über 200 Meter Brust – es war die 99. Medaille ihrer Sammlung

Voriger Artikel
Edemisser Weihnachtscup: Etliche Derbys
Nächster Artikel
Hornburg und Bock schaffen das Double

Luft holen: Marie Flor vom Peiner Schwimmverein auf der Bruststrecke bei der offenen Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft des Behinderten-Schwimmverbands in Remscheid.

Quelle: oh

Obwohl es der durch ein schweres Rückenleiden gehandicapten 15-Jährigen derzeit gesundheitlich nicht so gut geht, wuchs sie in Remscheid über sich hinaus. „Marie ging es besser als je, ich habe sie während der Meisterschaft kaum gesehen, außer wenn sie im Wasser war“, freute sich Mutter Karola Flor auch über das gute Miteinander der behinderten Schwimm-Sportler aus ganz Deutschland.

Über 50 und 100 Meter Rücken schwamm die Rosenthalerin persönliche Bestzeiten. Die kürzere Strecke absolvierte sie in 53,49 Sekunden. Damit wurde sie 24. von 32 Startern in der offenen Wertung und schwamm auf Platz sieben in ihrer Altersklasse, der B-Jugend. Auf der längeren Distanz schlug sie nach 1:53,84 Minuten an, was zu Platz 20 in der offenen Wertung und Rang vier in ihrer Altersklasse reichte. Etwas ärgerlich: Über 200 Meter Rücken war Marie die Schnellste aller Jugendklassen. „Leider wurde sie disqualifiziert, weil sie sich bei einer Wende zu früh fast auf den Bauch gedreht hat“, bedauerte Karola Flor, dass die starke Zeit von 4:12,61 Minuten wertlos war.

Wertvoll waren hingegen Maries Zeiten im Brustschwimmen. Am stärksten schnitt sie über 50 Meter ab: Für ihre Zeit von 54,79 Sekunden holte sie nicht nur Platz 16 in der offenen Wertung, sie sackte auch 322 Punkte ein und sicherte sich locker die Quali für die Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin. „200 Punkte hätten gereicht“, verdeutlichte Karola Flor.

Die ersehnte Medaille gab es über 200 Meter Brust. Dort traten zwar nur drei Schwimmerinnen in ihrer Altersklasse an, trotzdem freute sich Marie aufgrund ihrer Beschwerden über die Bronzemedaille mit einer Zeit von 4:40,25 Minuten.

Was Marie derzeit allerdings noch glücklicher macht, ist, dass sie obwohl sie inzwischen täglich auf den Rollstuhl angewiesen ist, weiterhin die Gunzelin-Realschule in Peine besuchen kann. „Die Schule ist toll, das baut unheimlich auf. Rektor Frank Stöber hat beim Landkreis einen Treppenlifter sowie eine Hebevorrichtung für den Kunstraum genehmigt bekommen. Außerdem wird sogar ein WC behindertengerecht umgebaut“, lobt Maries Mutter Karola Flor.

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.