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Sport Regional Lutz Rössler fährt dreimal an einem Tag den Mount Ventoux hinauf
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14:00 28.07.2018
Lutz Rössler und seine Frau Sabine Riefe oben auf dem Mont Ventoux. "Wir sind von Sault aus hochgefahren, also ca. 26 km lang hoch (1210 hm) mit durchschnittlich 5% Steigung auf den ersten 20 km, am Schluss auf den letzten 6 km überwiegend 7-10%." Quelle: privat
Peine

Eigentlich war der Peiner zusammen mit Ehefrau Sabine Riefe zum Urlaub in die Provence gefahren. Da er aber leidenschaftlicher Rennradfahrer ist, ist das Rad auch im Urlaub immer dabei. Im Internet hatte sich der 56-Jährige über den Mont Ventoux informiert. Der ist einer der legendärsten Gipfel in der Geschichte der Tour de France, und war durch den Tod von Tom Simpson 1967 zu trauriger Berühmtheit gelangt. Der Brite war bei 40 Grad ausgezehrt vom Rad gefallen.

Das passierte Lutz Rössler nicht. Er war mit seiner Frau zur Probe schonmal auf den Berg hinaufgefahren, um zu sehen, ob das Vorhaben, dreimal hinauf zu fahren, wirklich so bescheuert ist.

Als dann ein paar Tage später ein befreundetes Paar aus Dresden – ebenfalls Rad-Fans – eintraf, konnte das Unternehmen beginnen. Sabine Riefe verzichtete allerdings.

Drei Straßen führen auf den Mont Ventoux. Eine vom Ort Sault, eine von Malaucene und eine von Bedoin. „Diese ist die Schlimmste“, stellte Rössler fest. „Denn es gibt keine Flachstrecke zum Erholen: 20 Kilometer nur bergauf.“

Empfohlen wird deshalb, mit dieser Strecke zu beginnen. Aber für den Peiner und die beiden Dresdener war Sault der günstigere Startort. In einem Sportgeschäft holten sie sich für die „amtliche“ Dokumentation einen Stempel, und ab 7.45 Uhr kletterten sie 25 Kilometer per Rad rauf auf den Berg. Oben gab’s den zweiten Stempel für die Bergankunft, und dann ging es 21 Kilometer runter nach Malaucene. Dort wurde erstmal gefrühstückt. In der Bäckerei gab es den dritten Stempel als Nachweis für die Ankunft im Ort.

Frisch gestärkt kraxelten die Drei wieder den Mont Ventoux hinauf, und rauschten von oben nach Bedoin hinab. Stempel holen, und dann wieder drei Stunden hinauf. „Ich war am Ende“, gesteht Rössler. Aber das Trio schaffte es und fuhr wieder zum Startort Sault hinab. 12 Stunden und 5 Minuten nach dem Start-Stempel gab es den Ankunfts-Stempel. Absolviert hatte das Trio 137 Streckenkilometer und 4400 Höhenmeter.

Der Peiner schickte seine Stempel-Karte ein und bekam eine Medaille und einen Eintrag auf der offiziellen Internet-Seite. Er ist jetzt Cinglé Nummer 12297.

Rösslers Tipp für Nachahmer: „Man sollte genügend trinken und den Wetterbericht beachten.“ Gerade in der Höhe kann es ungemütlich werden.

Rösslers Fazit: „Die Auffahrt ist schöner als die Abfahrt. Hinunter sind 80 bis 90 Stundenkilometer durchaus möglich. Mir haben 60 bis 70 gereicht.“ Und: „Dreimal am Tag auf den Mont Ventoux zu fahren, ist wirklich bescheuert. Aber es gibt welche, die fahren sechsmal hoch.“

Von Matthias Press

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