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Lucas Gredner siegt im Paar-Duell

Badminton-Landesmeisterschaft Lucas Gredner siegt im Paar-Duell

Selbstvertrauen für die nächsten schweren Aufgaben in der 2. Liga gesammelt haben die Badminton-Asse des VfB/Ski-Club Peine. Bei der Landesmeisterschaft räumten sie vier von fünf möglichen Titeln ab. Lucas Gredner siegte in einem besonderen Finale: Im Mixed besiegte er mit Schwester Laura Freundin Nadine Cordes.

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Der Mixed-Landestitel blieb in der Familie: Laura und Lucas Gredner gewannen souverän. Vecheldes Stephan Burmeister (rechts) holte Silber im Einzel.

Quelle: Isabell Massel

Kreis Peine. Selbstvertrauen für die nächsten schweren Aufgaben in der 2. Bundesliga gesammelt haben die Badminton-Asse des VfB/Ski-Club Peine. Denn bei der Landesmeisterschaft räumten sie vier von fünf möglichen Titeln ab. „Wir sind der höchstspielende Verein der Region – das wollten wir auch beweisen und sind glücklich, dass es funktioniert hat“, stellte Zweifach-Titelgewinner Lucas Gredner erfreut fest, für den es zu einem besonderen Finale im Mixed gekommen war: Mit seiner Schwester besiegte er nämlich seine Freundin Nadine Cordes. Ebenfalls zufrieden war die SG Vechelde/Lengede, erschmetterte sie doch zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen in Gifhorn.

Mixed

Liebes-Duell im Finale: Lucas Gredner traf mit Schwester Laura auf seine Freundin und Teamgefährtin Nadine Cordes, die mit dem Vechelder Regionalliga-Spieler Wolf-Dieter Papendorf ebenfalls ein starkes Turnier gespielt hatte. „Das ist immer ein bisschen komisch – und man ist vielleicht etwas zurückhaltender als sonst“, sagte Lucas Gredner. Mit seiner Schwester hatte er den ersten Satz 21:14 gewonnen, im zweiten Durchgang liefen die Gredner-Geschwister aber lange einem Rückstand hinterher, ehe sie doch noch mit 22:20 siegten und damit im gesamten Turnier keinen Satz abgaben.

„Wir hatten es nicht geschafft, das Tempo aufrechtzuerhalten. Unser Sieg hatte leider einen bitteren Beigeschmack, denn zum Schluss gab es zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. Da war Nadine kurz etwas sauer, aber das kann ich gut nachvollziehen, es ist schließlich ein Wettkampf und da sollte man als Sportler ehrgeizig sein“, sagte Lucas Gredner.

Und ehrgeizig war seine Partnerin – das war deutlich im Halbfinale zu sehen, als sie mit Papendorf einen 0:1-Satzrückstand gegen ihre Klubkollegen und Bronze-Gewinner Niklas König/Lisa Behme drehte. „Nach dem ersten Satz mussten wir die Taktik umstellen. Wir haben uns dann verstärkt auf die Aufschlagsituation konzentriert, um Niklas mit seinem ungewöhnlichen Spielstil aus dem Spiel zu nehmen. Das fruchtete umgehend“, freute sich Papendorf.

Damen-Einzel

Es war die einzige Konkurrenz, in der der Titel nicht an den VfB/SC ging, aber eine Medaille sprang trotzdem heraus. Lisa Behme holte Bronze, verlor das packende Halbfinale gegen die spätere Siegerin Lea Dingler (BV Gifhorn) mit 21:17, 22:24, 19:21. „Das war das vorgezogene Finale. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können. Aber auch Bronze ist ein schöner Erfolg für Lisa“, gratulierte Klubkollege Lucas Gredner. Die an Position eins gesetzte Annika Borchard (Vechelde/Lengede) schied etwas überraschend in Runde zwei aus, für SG-Kollegin Charlotta Reckleben kam im Viertelfinale das Aus.

Herren-Einzel

Frank Juchim (VfB/SC) und Stephan Burmeister (Vechelde/Lengede) lieferten sich ein packendes Peiner Finale. Mit dem Endspiel-Einzug hatte sich der Vechelder selbst beschenkt, denn er feierte während der Landesmeisterschaft seinen 47. Geburtstag und bewies im Verlauf des Turniers gleich mehrfach Kämpfer-Qualitäten, siegte im Achtel- und Viertelfinale in packenden Dreisatz-Krimis und spielte auch im Finale weiter euphorisiert auf. Der Routinier gewann den ersten Satz mit 21:17.

Doch dann zog Favorit Juchim noch einmal das Tempo an und drehte die Partie noch mit 21:11, 21:17. „Frank war sehr angespannt. Er ist die vergangenen drei Jahre in Folge Zweiter geworden und wollte diesmal unbedingt gewinnen. Doch das hat dazu geführt, dass er nie an seine Bestleistung herangekommen ist. Zum Schluss hat er das Grundtempo aber so hoch halten können, dass Stephan konditionell nicht mehr mithalten konnte“, bilanzierte VfB/SC-Klubkollege Lucas Gredner.

Burmeister war aber auch mit Silber zufrieden, „schließlich hatte der Nimmermüde erstmals das Finale der Landesmeisterschaft erreicht“, hob Vereinskollege Wolf-Dieter Papendorf hervor.

Juchim war das zwar zum vierten Mal in Folge gelungen, im Verlaufe des Turniers hatte der spätere Sieger aber sogar mehrere Matchbälle abwehren müssen – unter anderem im Viertelfinal-Krimi (20:22, 21:14, 22:20) gegen Teamkollege Niklas König. „Von der Qualität her war es das beste Einzel der Landesmeisterschaft“, schwärmte Gredner.

Wolf-Dieter Papendorf und Simon Juras (beide SG Vechelde/Lengede) verabschiedeten sich vorzeitig.

Damen-Doppel

Weil Nadine Cordes sich wegen ihrer Schulter-Probleme schonen wollte, trat Laura Gredner (VfB/SC) kurzfristig mit Beke Recht (VfL Maschen) an – und das harmonierte prächtig, obwohl die beiden nie zuvor zusammen gespielt hatten. Auf ihrem Weg zum Titel gab das Duo keinen Satz ab. „Die individuelle Qualität der beiden war einfach am höchsten“, stellte Teamkollege Lucas Gredner fest.

Am meisten zu kämpfen hatten die Gold-Damen noch im Halbfinale beim 27:25, 21:16 gegen die Talente Hanna Moses/Charlotta Reckleben (SG Vechelde/Lengede). „Zumindest einen Durchgang hätten sich unsere Youngster verdient gehabt, es fehlten nur ein, zwei Prozent“, lobte SG-Spieler Wolf-Dieter Papendorf sein Bronze-Duo.

Und über weiteres Edelmetall konnte sich die SG freuen, war Annika Borchard mit Stefanie Bolle (beide Vechelde/Lengede), doch ebenfalls erst im Halbfinale zu stoppen.

Herren-Doppel

Lucas Gredner und Daniel Porath (VfB/SC) unterstrichen ihre Favoritenstellung beeindruckend. Nicht einen Satz gaben sie auf dem Weg zum Titel ab und fegten im Halbfinale auch die Klubkollegen Frank Juchim/Niklas König mit 21:10, 21:12 vom Feld. „Im Training spielen wir öfter zusammen. Und man merkt inzwischen, dass wir uns an das Tempo der 2. Liga gewöhnt haben – das ist ein Vorteil“, sagte Lucas Gredner.

Knapp an einer Medaille vorbei schrammten die Routiniers Henning Zanssen und Stephan Burmeister (Vechelde/Lengede), die das Viertelfinale nach großem Kampf mit 12:21, 21:15, 17:21 gegen die an Zwei gesetzten Fabian Dittmann/Roland Wolff (Comet Braunschweig) verloren.

Von Christian Meyer

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