Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
London ruft: Marie übt Wasserski und darf Paralympics besuchen

Behinderten-Sport London ruft: Marie übt Wasserski und darf Paralympics besuchen

Die Behindertensportlerin Marie Flor aus Rosenthal wurde für das Paralympische Jugendlager in London nominiert.

Voriger Artikel
Schießen und Laufen als Saison-Vorbereitung
Nächster Artikel
Mit Top-Start: Hansen schlägt Silber heraus

Startschuss am 29. August: Bei den Paralympischen Spielen in London treten Sportler mit unterschiedlichen Behinderungen gegeneinander an. Die Rosenthalerin Marie Flor ist besonders gespannt auf die Schwimm-Wettkämpfe.

Quelle: oh

Roboter, Schwimm-Maschine, Aquamann - diese schönen Namen haben Journalisten Michael Phelps verpasst. Als der erfolgreichste Olympionike der Geschichte ins Wasser sprang, fieberte Marie Flor bei jedem Beinschlag mit. Die Schwimmerin aus Rosenthal verpasste so gut wie keine Minute von den Schwimm-Übertragungen der Olympischen Spiele. Am 28. August reist die Behindertensportlerin selber nach London. Als eine von zehn Niedersachsen darf sie am paralympischen Jugendlager teilnehmen.

„Hurra, nominiert!“ Als die E-Mail mit der Einladung für das Jugendlager eintraf, strahlte Marie Flor vor Glück. Das kommt nicht so häufig vor, denn eine Wirbelsäulenerkrankung erschwert ihr das Leben. Mittlerweile ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Schwimmsport lässt sie sich nicht nehmen.

Der große Eifer überzeugte auch den Behindertensportverband Niedersachsen, der die 16-jährige Gunzelin-Realschüler fürs Jugendlager nominierte. Die Rosenthalerin darf in London unter anderem bei der Abschlussfeier der Paralympics im Olympiastadion zu Gast sein und sich ausgewählte Wettkämpfe der besten Behindertensportler der Welt ansehen. „Ich freue mich schon sehr darauf, gespannt bin ich, wie die Athleten so im olympischen Dorf wohnen“, erzählt die 16-Jährige.

Geplant sind neben einer Sight-Seeing-Tour durch London und einer Bootsfahrt auf der Themse auch eine Spaß-Olympiade. Die Jugend-Sportler probieren sich in anderen Sportarten aus.

Diese Gelegenheit hatte Marie jüngst auch bei einer außergewöhnlichen Aktion des Deutschen Rollstuhl-Sportverbands in Duisburg. „Let’s get wet“ lautete das Motto. Rolli-Fahrer wie Marie bekamen gezeigt, dass auch sie vielseitige Wassersport-Möglichkeiten haben. Marie testete zum Beispiel Tauchen, Wasserski oder Rudern. „Wasserski hat mir super gefallen, das war ein Riesen-Kick“, erzählt sie. In einem speziellen Korb, der auf einem Brett befestigt war, flitzte sie übers Wasser.

Seit kurzem kurbelt Marie fleißig mit ihrem neuen Handbike. „Aber eine weitere Sportart würde ich mir gerne noch suchen“, sagt die Rosenthalerin, die sich wünscht, dass es auch in Peine noch mehr Angebote für Rollifahrer geben würde. Sie hat jetzt die Initiative ergriffen und probiert sich heute mal beim Rudern auf dem Mittellandkanal.

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.