Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional Lindigkeit stoppt rechtzeitig die „250-km/h-Schüsse“
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Lindigkeit stoppt rechtzeitig die „250-km/h-Schüsse“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 25.10.2018
Rainer Lindigkeit drehte aus Verzweiflung seinen Schläger – und gewann so sein Einzel noch. Quelle: Ralf Büchler
Vechelde

Eigentlich wollten die Tischtennis-Spieler des Landesliga-Rückkehrers Arminia Vechelde nach ihrem Spiel bei Verbandsliga-Absteiger Lenglern noch etwas in einer Gaststätte essen gehen – doch diesen Plan mussten sie verwerfen. 9:2-Überraschung! Der Aufsteiger gewann zu schnell und es hatte noch nichts auf.

SG Lenglern – Arminia Vechelde 2:9 (16:29). Mit diesem Coup hatten die Vechelder so nicht gerechnet. „Wir wussten schließlich, dass Lenglern mit Justas Galatiltis antritt. Und das ist ein Top-Mann“, erläuterte Arminias Routinier Rainer Lindigkeit. Doch sein Team wuchs über sich hinaus.

Zum zweiten Mal in Folge gewannen die in der Landesliga-Abstiegssaison in den Doppeln noch so schwachen Vechelder alle Doppel zum 3:0-Traumstart. „Das ist wirklich außergewöhnlich“, konstatierte Lindigkeit, der sich vor allem beim Duell von Josef Rempe und Christian Havekost mehrfach verwundert die Augen rieb.

Die beiden knackten doch tatsächlich Lenglers Spitzen-Doppel mit Justas Galatiltis und Karsten Henkel. „Sie waren mutig und haben in der entscheidenden Phase immer richtig gut gespielt“, stellte Teamkollege Lindigkeit erfreut fest.

Im Einzel wäre Arminia-Kapitän Josef Rempe fast die nächste Sensation geglückt. Er zwang den gebürtigen Litauer und früheren Nationalspieler in den fünften Satz. Rempe verlor zwar, holte sich aber dennoch ein Sonderlob seines Teamkollegen ab: „Was Juppsi derzeit spielt, ist stark. Es sieht vielleicht nicht so spektakulär aus, aber er erzeugt konsequent Druck, beschäftigt den Gegner und macht ganz wenige Fehler“, schwärmte Lindigkeit.

Danach waren die Vechelder aber nicht mehr zu stoppen. Klaus Kotke biss sich nach anfänglichen Problemen mit den Aufschlägen seines Gegners Karsten Henkel durch. Christian Havekost drehte nach 0:1-Satzrückstand den zweiten Durchgang nach 4:8-Rückstand noch und entnervte damit Gegner Stephan Keitel. Jan Fichtners druckvollem Spiel hatte René Knabe nichts entgegenzusetzen. Mirko Quoll fand rechtzeitig nach dem 2:2-Satzausgleich seines Kontrahenten doch wieder das richtige Mittel gegen das Noppenspiel Stefan Leschkes. Und Rainer Lindigkeit – der gewann das kuriose Duell der Routiniers gegen Reinhard Köneke. „Ich wurde im zweiten und dritten Satz richtig paniert. Reinhard hat mir überrollte Aufschläge in die Rückhand serviert und mir den Rückschlag mit meinem Anti mit gefühlt 250 Stundenkilometern mega-sicher reingeschossen“, schilderte Lindigkeit. In seiner Verzweiflung entschied sich der Vechelder dazu, seinen Schläger zu drehen und auf der Rückhand mit dem Schnittbelag zu agieren. Das fruchtete. „Und beim Stand von 9:9 im fünften Satz lief es dann ganz bitter für meinen Gegner. Ich hatte zwei tödliche Netzroller“, verriet Lindigkeit.

Mit seinem zweiten Einzelsieg machte Josef Rempe den 9:2-Coup perfekt. „Das war ein echtes Ausrufezeichen“, freute sich Lindigkeit, der mit dem Aufsteiger nun Dritter ist.

Spiele: Justas Galatiltis/Karsten Henkel – Josef Rempe/Christian Havekost 1:3, Stephan Keitel/Stefan Leschke – Klaus Kotke/Jan Fichtner 1:3, René Knabe/Reinhard Köneke – Mirko Quoll/Rainer Lindigkeit 1:3, Galatiltis – Rempe 3:2, Henkel – Kotke 1:3, Keitel – Havekost 1:3, Knabe – Fichtner 1:3, Köneke – Lindigkeit 2:3, Leschke – Quoll 2:3, Galatiltis – Kotke 3:0, Henkel – Rempe 0:3.

Von Christian Meyer

Viel vorgenommen für den ersten Heimspieltag in dieser Saison hatten sich die Landesliga-Volleyballerinnen aus Stederdorf, doch am Ende gingen beide Partien verloren: Im Derby gegen die VSG Vallstedt/Vechelde gab es nach einer 2:1-Führung noch ein 2:3, weil die Gastgeberinnen zu nervös agierten und gegen den Spitzenreiter aus Astfeld folgte ein 1:3.

25.10.2018

Wenig zu holen gab es für die Peiner Basketball-Teams: Lediglich Bezirksliga-Aufsteiger MTV Vechelde gelang es, die TSG Königslutter zu besiegen. Niederlagen kassierten dagegen Bezirksoberligist Edemissen und die Bezirksklassisten VT Union Groß Ilsede und Arminia Vöhrum. Erfreulich fand Vöhrums Betreuer Tim Markgraf aber, dass die Chemie im Team stimmt.

25.10.2018

Gegen Bettingerode gewannen sie sogar nach Sätzen, beim MTV Geismar holten sie ein ausgeglichenes Satzverhältnis – und doch haben die Tischtennis-Landesliga-Spielerinnen der SG Ölsburg beide Partien ärgerlich verloren: 6:8, 4:8. „Insgesamt haben wir von elf Fünf-Satz-Spielen nur eines gewonnen“, haderte SG-Kapitänin Astrid Manteufel.

24.10.2018