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Lindigkeit dreht auf, als er den Schläger dreht

Tischtennis-Senioren-Kreismeisterschaft Lindigkeit dreht auf, als er den Schläger dreht

Gleich zwei reine Vechelder Endspiele gab es bei der Tischtennis-Kreismeisterschaft der Senioren. Rainer Lindigkeit gewann den Final-Krimi der Ü50 gegen Christian Havekost. Lindigkeit drehte auf, als er immer häufiger seinen Schläger drehte. Im Ü40-Finale besiegte Klaus Kotke mit 3:0 Mirko Quoll.

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Rainer Lindigkeit (Arminia Vechelde) kämpfte sich ins Ü50-Endspiel zurück und besiegte Christian Havekost mit 3:2. Das Gruppenfoto zeigt die Teilnehmer der Ü60- bis Ü80-Konkurrenz und die einzige Frau, die gemeldet war: Martina Rook.

Quelle: Isabell Massel

Vechelade. Dass sich auch in einer kleinen Halle Tischtennis-Kreismeisterschaften ausrichten lassen, haben der MTV Vechelade und der SV Arminia Vechelde bewiesen. Sie machten gemeinsame Sache bei den in Vechelade ausgespielten Senioren-Titelkämpfen.

„Wir hatten anfangs selber Bedenken, ob sich die Kreismeisterschaft in unserer Halle durchführen lässt. Aber man kann das sogar an vier Tischen hinkriegen. Wir waren stets im Zeitplan und alles lief reibungslos. Wir haben ausnahmslos positive Rückmeldungen erhalten“, stellte MTV-Tischtennis-Abteilungsleiter Klaus Lemke erfreut fest. Auch sein Vechelder Pendant Henning Butschkow war begeistert: „Die Beteiligung war unerwartet gut. Auch das Zuschauerinteresse war groß. Teilweise waren bis zu 50 Personen in der Halle“, bilanzierte der Turnier-Leiter. In den vergangenen Jahren wurden oft keine Senioren-Kreismeister ausgespielt, weil sich kein Verein für die Ausrichtung gefunden hatte. Klaus Lemke hofft, dass die Vechelader/Vechelder Co-Produktion eine Inititalzündung für andere Klubs ist, sich an die Ausrichtung zu wagen. „Aber noch nicht im kommenden Jahr. Da wiederholen Henning und ich das nochmal. Dann aber wohl in Vechelde“, sagte Lemke, der hofft, dass dann auch mehr Frauen dabei sind. Denn der einzige Wermutstropfen sei die mangelhafte Teilnahme an den Damen-Konkurrenzen gewesen, für die nur die Ölsburgerin Martina Rook (Ü 40) gemeldet hatte, und die somit kampflos das Bezirksticket löste.

Als Tischtennis-Macht erwies sich der SV Arminia Vechelde, sowohl in der Ü40 als auch in der Ü50 gab es Vereinsduelle im Finale.

Ü 40

Im Finale rückte er die überraschende Gruppen-Niederlage wieder gerade: Klaus Kotke schnappte sich mit einem 3:0-Sieg gegen Klubkollege Mirko Quoll vom Landesligisten Arminia Vechelde den Titel. „Ich hatte im Laufe des Turniers an Sicherheit gewonnen“, freute sich Kotke, der im Gruppenspiel seinem Trainingspartner noch zu einem 3:0-Erfolg hatte gratulieren müssen. „Mirko war schon auf Temperatur und hat keine Fehler gemacht, bei mir war genau das Gegenteil der Fall. Ich musste mich erst an die schmalere Halle und die langsameren Tische gewöhnen“, schilderte Angreifer Kotke. Doch das gelang ihm. Mit lockeren Dreisatz-Siegen gegen die Woltorfer Frank Matthies und Christian Samborski sicherte sich der Vechelder den Halbfinal-Einzug und lieferte sich dort mit Klubkollege Josef Rempe nach dem Bezirksmeisterschaftsduell im Winter erneut einen Krimi. „Juppsi war nah dran, aber in der entscheidenden Phase habe ich ein, zwei Fehler weniger gemacht“, stellte Kotke nach dem 3:2-Sieg erfreut fest.

Bronze tütete Josef Rempe ein, der den Woltorfer Holger Vahldiek im Spiel um Platz drei mit 3:0 bezwang und damit noch das Ticket für die Bezirksmeisterschaft am 11. und 12. November in Helmstedt löste.

Ü 50

Finale gedreht: Vecheldes Landesliga-Routinier Rainer Lindigkeit zog Teamkollege Christian Havekost nach 0:1-Satzrückstand und 1:5-Rückstand in Durchgang zwei doch noch den Zahn: „Christian hat mich anfangs richtig abgeklatscht. Ich lag in Satz eins zwischenzeitlich sogar schon 0:10 zurück. Da musste ich irgend etwas ändern“, merkte Lindigkeit an. Und er fand ein Rezept: Lindigkeit drehte seinen Schläger einmal häufiger, griff plötzlich auch mal mit der Rückhand an, statt nur Stör-Bälle mit seinem Anti-Topspin-Belag zu spielen. „Und dann schlichen sich bei Christian auf einmal mehr Fehler ein“, analysierte Lindigkeit, der den Krimi so tatsächlich noch mit 3:2 gewann. „Im fünften Satz war mein Heimvorteil aus meiner langjährigen Zeit als Spieler beim MTV Vechelade einfach aufgebraucht“, stellte ein erschöpfter Havekost nach dem Finale fest. Die Partie hatte er ganz bitter beendet: Mit einem Fehlaufschlag beim 8:10.

Besser gelaufen war es für Vecheldes Nummer zwei des Landesliga-Teams dagegen im Halbfinale. Der kompromisslose Angreifer besiegte den Ölsburger Bezirksliga-Spieler Carsten Rook mit 3:0. Kreismeister Lindigkeit hatte dort ebenfalls einen Ölsburger ausgeschaltet: Er bezwang Holger Pätz 3:0.

Bis zum Finale hatte Lindigkeit keinen Satz abgegeben – und musste im Viertelfinale trotzdem richtig kämpfen. Linkshänder Heinrich Oelkers (SG Adenstedt) zwang ihn zweimal in die Verlängerung. „Ich hatte geahnt, dass Heinrich heiß wie Frittenfett sein wird. Das war ein ganz schweres Spiel für mich, weil er mit meinen weichen Topspin-Bällen gut zurechtgekommen ist, anderthalb Meter hinter dem Tisch hat er mir viele Bälle zurückgekurbelt“, schilderte Lindigkeit nach seinem 11:5, 12:10, 15:13-Sieg.

Für die Bezirksmeisterschaft ist der Armine wie Klubkollege Klaus Kotke sogar freigestellt – dieses Bonbon erhielten die beiden aufgrund ihres starken Abschneidens im Vorjahr bei der Landesmeisterschaft, als sie das DM-Ticket lösten. Havekost, Rook und Pätz schlagen bei der Bezirksmeisterschaft dagegen auf.

Ü 60 bis Ü 80

Aufgrund der geringen Beteiligung in diesen Altersklassen wurden diese Konkurrenzen in zwei Wettbewerben ausgespielt. In der Gruppe Ü 60/Ü 65 errang Heinrich Oelkers (SG Adenstedt) den Sieg. Den zweiten Platz im Gesamtklassement holte sich Bernhard Gennermann vom Gastgeber MTV Vechelade, der aber als Kreismeister der Ü 65 zur Bezirksmeisterschaft fährt.

Karl-Heinz Fischer vom TVJ Abbensen erkämpfte sich in der Altersgruppe Ü 70/ Ü 75/ Ü 80 mit drei Siegen aus drei Spielen den Sieg und darf als Kreismeister der Ü 75 zur Bezirksmeisterschaft. Zweiter wurde Rudi Gansberg (2:1, Grün- Weiß Vallstedt), Dritter wurde der Vechelder Hans-Jürgen Weich, leer ging zwar Helmut Liebig vom MTV Stederdorf aus, doch als ältester Starter qualifizierte er sich mit guten Leistungen für die Bezirksmeisterschaft der Über-80-Jährigen.

Von Christian Meyer

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