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Sport Regional Lengede gewinnt das „Endspiel“
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13:59 29.12.2016
Die Sieger beider Turniere: SV Lengede (weiße Trikots) und TuS Hoheneggelsen. Links: BSC-Fußball-Obmann Kai Werner, rechts: Sascha Ebert vom Sponsor Gemeindewerke Peiner Land. Quelle: Sönke Rathje
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Spannender hätte der Spielplan nicht sein können: Erst in den letzten beiden Spielen entschied sich der Turniersieg beim Hallenfußball-Turnier des BSC Bülten um den Gemeindewerke-Peiner-Land-Cup. Während es in der Gruppe bis zur 1. Kreisklasse der SV Schmedenstedt war, der durch Sieg oder Niederlage entscheiden konnte, welcher Hildesheimer Verein den Pokal entgegennehmen würde (siehe Artikel unten), ging es für die beiden höherklassigen Vereine Germania Egestorf/Langreder und SV Lengede im direkten Duell um den Turniersieg.

Bei beiden Turnieren bekamen die Sieger 300 Euro und einen Tritotsatz. Für die weiteren Plätze gab es 250, 150, 100 beziehungsweise 50 Euro.

Gruppe ab Kreisliga

Zu einem echten Finale kam es im letzten Spiel des Abends. Der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer SV Lengede trat gegen die U23 des 1. FC Germania Egestorf/Langreder an. Die Germania hatte zwei Punkte Rückstand und konnte sich mit einem Sieg den Turniergewinn sichern.

Entsprechend motiviert gingen die Germanen die Partie an und begannen gleich mit einem Paukenschlag. Bereits nach 40 Sekunden musste SVL-Keeper Sascha Scheer erstmalig in der Finalrunde hinter sich greifen, nachdem Marc Bodenburg die erste Chance des Spiels für Langreder genutzt hatte. Die Antwort der Lengeder ließ jedoch nicht lange auf sich warten - keine 30 Sekunden später vollstreckte Onur Bacaksiz eiskalt zum Ausgleich.

Der SVL nutzte den gewonnenen Schwung und Philipp Klein traf bereits 90 Sekunden später zur Lengeder 2:1-Führung. In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, bis die Germania ihre Angriffsbemühungen in den Schlussminuten noch einmal erhöhte und die Lengeder nur noch defensiv agierten. Am Ende reichte es jedoch zur Titelverteidigung für den SV Lengede.

„Das Turnier ist für uns super gelaufen, im Vergleich zur Vorrunde haben wir uns nochmal gesteigert. Wir mussten uns erstmal an das neue System ohne mitspielenden Keeper gewöhnen, aber das hat dann auch gut geklappt“, freute sich Lengedes Daniel Kudlek, der vor allem die Leistung von Lukas Müller und Christian Lemke hervorhob: „Lukas hat das in der Defensive klasse gemacht, und die gegnerische Offensive ausgeschaltet, außerdem war Christian war für den Spielaufbau absolut unverzichtbar.“

Der TSV Hohenhameln verpasste Platz zwei denkbar knapp. Die Hohenhamelner sind punktgleich mit der Germania aus Egestorf/Langreder - auch die Tordifferenz ist identisch, jedoch schoss der TSV ein Tor weniger.

„Ich hätte gerne auch Platz eins oder zwei mitgenommen, aber Lengede war in unserem Spiel einfach das eine Tor besser. Ärgerlich war, dass wir gegen Langreder eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben haben - aber wenn Mannschaften auf Augenhöhe agieren, entscheiden eben manchmal Kleinigkeiten“, sagte TSV-Trainer Nick Gerull.

Ein positives Fazit zog Bültens Fußballobmann Kai Werner: „Wir sind mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden, am Finaltag hatten wir 260 Zuschauer und das Turnier verlief im Großen und Ganzen sehr fair. Das Ausrichten war zwar sehr anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht, so dass ich mich bereits auf das nächste Jahr freue.“

Gruppe bis 1. Kreisklasse:

Hoheneggelsen siegt, Adenstedt ist bestes Peiner Team

In der Endrunde des Turniers für Teams bis hinauf zur 1. Kreisklasse ergab sich ein ähnliches Bild wie bereits in der Vorrunden-Gruppe 2: Hoheneggelsen, Oedelum und Adenstedt belegten die Plätze eins bis drei.

Dabei gab es noch mehr Parallelen. Bis zum Aufeinandertreffen des VfB Oedelum mit dem TuS Hoheneggelsen, war der VfB erneut ohne Punktverlust geblieben, während TuS wieder Punkte gegen Adenstedt abgab, so dass bereits ein Unentschieden den Oedelumern zum Turniersieg gereicht hätte.

Der VfB investierte zu Beginn mehr in die Partie und ging durch Jorin Dahlhoff nach zwei Minuten in Führung. Doch statt die Führung weiter auszubauen, war es Yannic Lindemann, der nach sechs Minuten ausgleichen konnte und den Startschuss für TuS in die Partie gab. Ilvis Palokaj und Sandro Speer drehten das Spiel durch ihre Tore dann gänzlich. Durch diesen 3:1-Sieg war Hoheneggelsen auf zwei Punkte an den VfB herangekommen und hatte im letzten Gruppenspiel gegen Blau-Weiß Schmedenstedt den Turniersieg in eigener Hand.

Der Tabellenletzte aus Schmedenstedt wollte dem Favoriten aus dem Landkreis Hildesheim jedoch den Turniersieg so schwer wie möglich machen. Blau-Weiß spielte und verteidigte von Beginn an stark, es dauerte daher sechs Minuten, ehe diesmal Ilvis Palokaj den Hoheneggelser Torreigen eröffnete – Marvin Pearson und Yannic Lindemann stellten in der Folge den 3:0-Endstand her und besiegelten den Turniersieg.

TuS-Trainer Kai-Uwe Speer war zufrieden: „Ich freue mich sehr über den Turniersieg, gerade wenn man bedenkt, dass wir einige Verletzte und Abgänge hatten.“ Sein Dank galt dem Ausrichter: „Das war super organisiert. Wir waren sehr gerne zu Gast, hier herrscht immer eine tolle Kulisse!“

Das beste Peiner Team war die SG Adenstedt um Trainer Frank Leitermann: „Wir haben in Vor- und Endrunde gegen Hoheneggelsen vier Punkte geholt – man hätte also vielleicht auch mehr erreichen können, aber insgesamt bin ich mit dem dritten Platz total zufrieden.“

Und das nächste Turnier wirft seine Schatten für die SG schon voraus: „Das war eine super Vorbereitung auf den PAZ-Cup, da würden wir auch gerne das eine oder andere Team ärgern.“

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