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Lehrte lehrte, was Routine ausmacht

Handball-Oberliga Lehrte lehrte, was Routine ausmacht

Die SG Zweidorf/Bortfeld bot beim SV Lehrte eine Klasse-Partie in der Handball-Oberliga. Trotzdem gab’s eine Niederlage.

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Eric Weber (SG Zweidorf/Bortfeld) war von Cordt Ziemer (links) und Fabian Kieslich vom Lehrter SV in dieser Szene nicht zu bremsen. Die Niederlage konnte Weber aber nicht verhindern.

Quelle: bt5

Die SG Zweidorf/Bortfeld entwickelt sich in der Oberliga zum Spielverderber. Zum Saisonauftakt brachten sie den favorisierten MTV Großenheidorn an den Rand einer Niederlage, am Sonnabend machten sie dem neuen Spitzenreiter Lehrter SV das Siegen sehr schwer.

Lehrter SV – SG Zweidorf/Bortfeld 33:30 (15:14). „Ich habe unmittelbar nach dem Schlusspiff meinen Spielern gesagt, dass ich sehr stolz auf sie bin“, sagte Trainer Hans-Jürgen Sommer. Er erlebte von der ersten Minute an eine sehr selbstbewusst agierende SG-Mannschaft, die durch Sören Martens und Stefan Schwesinger mit 2:0 in Führung ging. Die Abwehr der Gäste stand sicher. Gefährlich wurde Lehrte vor allem durch die trickreichen Außenspieler Philipp Tillmanns und Cordt Ziemer, die bei Tempogegenstößen und im direkten Zweikampf ihren Gegenspielern das Leben sehr schwer machten.

Nach einer Viertelstunde erhöhte Eric Weber den Vorsprung der Gäste auf drei Treffer zum 8:5. Hätte Linksaußen Stefan Schwesinger bei einem Gegenstoß den Ball nicht rechts am Lehrter Tor vorbeigeworfen, der Vorsprung wäre sogar noch höher ausgefallen. Lehrtes Trainer Lutz Ewert reagierte, wechselte nach Webers Tor seine Torhüter, brachte mit Mark Dahl seinen dänischen Neuzugang, der in seiner Heimat in der zweiten Liga gespielt hat.

Dass Lehrte der Ausgleich zum 8:8 gelang, lag aber nicht an Dahl, sondern an leichtfertigen Ballverlusten der SG-Akteure, die nach 20 Minuten mit 9:10 das erste Mal in Rückstand gerieten. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpiff zog Lehrte mit zwei Toren (13:11 und 15:13) davon, doch die Nervenstärke von Eric Weber von der Sieben-Meter-Linie ließ die Gäste auf einen Treffer wieder verkürzen.

„Wir nutzen unsere Chancen nicht“, meinte SG-Betreuer Sigurt Grobe zur Pause besorgt. Seine Einschätzung wurde nach dem Pausentee bekräftigt. Immer wieder blieben die Würfe in der Lehrter Abwehr hängen oder Torhüter Dahl stand einem Erfolg im Wege. Lehrte nutzte die Abschlussschwäche der Gäste und zog Mitte der zweiten Halbzeit mit fünf Toren auf 26:21 davon. Die SG schien einer klaren Niederlage entgegen zu gehen. Als Eric Weber auch noch seinen ersten Siebenmeter verwarf und Lehrte auf 27:21 erhöhte, senkten sich bei einigen Gästespielern die Köpfe.

„Es spricht für die Mannschaft, dass sie nicht aufgegeben und sich zurückgekämpft hat“, lobte Sommer. Wieder war es Weber, der mit seinem neunten verwandelten Siebenmeter vier Minuten vor dem Abpfiff auf zwei Tore zum 29:31 verkürzen konnte. Als die Gäste drauf und dran waren, den Anschlusstreffer zu erzielen, waren es die erfahrenen Lehrter Außenspieler Tillmanns und Ziemer, die den Vorsprung ihres Teams auf vier Tore erhöhten.

„Heute wäre eine Überraschung möglich gewesen. Die größere Routine von Lehrte hat sich durchgesetzt“, meinte Kreisläufer Tobias Faust, der nach dem Spiel zahlreiche Hände schüttelte. Schließlich hat er selbst einige Jahre in Lehrte gespielt, und zu gern hätte er für eine Überraschung mit seiner Riege gesorgt.

SG Zweidorf/Bortfeld: Meyer, Piofczyk (beide Tor); Weber (12/9), Schwesinger (6), Meomartino (3), Faust (3), Buchholz (2), Martens (2), Pietruk (1), Behrens (1), Wermuth, Voges, Maus.

bt

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