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Sport Regional Laura Gredner wünscht sich für Schalke und den VfB/SC Punkte
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13:50 19.02.2018
Laura Gredner (rechts) klatscht mit Mixed-Partnerin Nadine Cordes ab. Beim wichtigen Doppelspieltag wollen die Peinerinnen wieder Grund zum Punkte-Feiern haben. Quelle: Ralf Büchler
Peine

Mathe lag ihr in der Schule so gut wie den deutschen Olympia-Rodlern die Eisbahn in Pyeongchang. Deshalb entschied sich Peines Zweitliga-Badminton-Ass Laura Gredner für ein frauenuntypisches Wirtschaftsingenieurwesen-Studium mit der Fachrichtung Elektrotechnik. Hin- und herrechnen, wie viele Punkte Aufsteiger VfB/Ski-Club für den Klassenerhalt reichen würden, will die 26-Jährige aber nicht. „Im Moment ist jedes Spiel wichtig“, sagt sie vorm richtungsweisenden Doppel-Spieltag der Peiner an diesem Wochenende.

Als der Teenager Laura Gredner für eine kuriose PAZ-Geschichte über vier Geschwister-Paare in den Jugendteams des VfB/Ski-Clubs verschmitzt in die Kamera lächelte, hatte sie nicht geahnt, dass sie 13 Jahre später mit ihrem Bruder Lucas tatsächlich für Peine in der 2. Liga aufschlagen würde. „Klar, wir waren schon erfolgreich und wollten immer hoch spielen, aber dass es die 2. Liga würde, damit hatte ich auch nicht gerechnet“, sagt die Studentin.

Das Abenteuer 2. Liga – für Laura Gredner beginnt es jetzt eigentlich erst so richtig. Wegen eines Bänderrisses fehlte sie ihrem Team mehrfach in der Hinrunde. „Und als ich wieder fit war, hatte sich meine Mixed-Partnerin Nadine Cordes verletzt.“ Jetzt kann Laura Gredner wieder beschwerdefrei schmettern und in die Ecken gespielten Bällen hinterherjagen. Doch nicht nur deshalb ist sie optimistisch, dass Schlusslicht Peine noch die Klasse hält. „Wir hatten so viel Pech, jetzt haben wir uns auch mal Glück verdient. Die Motivation bei uns ist riesig, alle wollen in der Liga bleiben“, sagt die gebürtige Hohenhamelnerin, die fürs Studium nach Braunschweig gezogen ist. Und selbst der Teamgeist habe am unglücklichen Saison-Verlauf nicht gelitten. Im Gegenteil: „Der ist echt super. Es steht jetzt auch schon fest, dass wir alle bleiben, selbst wenn wir absteigen sollten“, verrät Laura Gredner.

In den letzten fünf Saisonspielen will sie mit ihrem Team aber noch auf einen Nichtabstiegsplatz klettern. Denn trotz neun echter Niederlagen und einer am grünen Tisch – die 2. Liga mit ihren Besonderheiten gefällt den Peinern. Dass selbst bei knappen Niederlagen der Verlierer einen Punkt bekommt, „macht die Liga noch spannender“, begrüßt Laura Gredner. Und wenn die Kurz-Sätze bis 11 auch „echter Dauerstress für den Kopf sind. Für die Zuschauer ist diese Zählweise noch spannender“, sagt die 26-Jährige.

Apropos Zuschauer: Dass die Peiner in dieser Gunst eher zu den Spitzenteams der Liga zählen, freut Laura Gredner. „Und uns bringt es auch zusätzliche Motivation. Es macht mehr Spaß, wenn alle klatschen“, sagt sie. Im Heimspiel am Samstag gegen den Tabellendritten TV Refrath II soll das zur Überraschung helfen. Und chancenlos sind die Peiner nicht, betont Laura Gredner. „Refraths erster Herr hat sich in der Ersten festgespielt“, verweist sie auf den Iren Joshua Magee. Zudem gehe es für die Gäste weder im Aufstiegs- noch im Abstiegskampf mehr um etwas.

Sonntag beim Abstiegskampf-Konkurrenten Solingen erwartet Laura Gredner daher sogar die schwerere Aufgabe. Die Mannschaft habe zum Saisonstart ebenfalls nicht in Bestbesetzung auflaufen können und räume das Feld nun von hinten auf. Dennoch: „Toll wären vier Punkte, aber mit drei wären wir auch sehr zufrieden“, sagt Laura Gredner.

Drei Punkte, die wünscht sich die Studentin Samstagabend auch von ihrem Lieblings-Fußball-Klub Schalke 04 im Heimspiel gegen Hoffenheim. Die Leidenschaft teilt sie mit ihrem Bruder Lucas und dessen Freundin Nadine Cordes. Als die Schalker in Hannover spielten, besuchten sie gemeinsam das Stadion und wedelten den blau-weißen Schal. Schalke verlor dennoch, doch gegen Hoffenheim tippt Laura Gredner auf einen 2:0-Heimsieg. „Schalke hat auch ein gutes Publikum – so wie wir in Peine“, sagt sie. Vorm Fernseher mitfiebern kann sie allerdings nicht. Wenn die Schalker spielen, machen sich die Peiner nach ihrem Heimspiel bereits im Vereinsbus auf den Weg ins rund 300 Kilometer entfernte Solingen. Erstmals in dieser Saison reist der Aufsteiger bereits am Tag zuvor an. Im Kampf um den Klassenerhalt ist es auch wichtig, ausgeruht zu sein.

Samstag, 14 Uhr (BBZ-Halle): VfB/SC Peine – TV Refrath II

Sonntag, 15 Uhr: Blau-Weiß Solingen – VfB/SC Peine

Von Christian Meyer

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