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Lafferdes Aufstieg „wäre die Krönung“

Handball-Landesliga Lafferdes Aufstieg „wäre die Krönung“

„Unser Konterspiel ist eine Waffe“: Im PAZ-Interview erläutert Trainer Kai-Olaf Reinemann warum seine Landesliga-Handballer vom MTV Groß Lafferde so souverän an der Spitze stehen. Doch trotz 22:0-Punkten – der Aufstieg sei keine Pflicht, wäre aber eine Krönung. „Es wäre das Ergebnis dessen, was Dennis Bühn und die anderen Jugendtrainer an Vorarbeit geleistet haben.“

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Der Coach schwört sein Team ein: Trainer Kai-Olaf Reinemann findet bei Groß Lafferdes Landesliga-Handballern offenbar die richtigen Worte, der MTV (rot) führt verlustpunktfrei die Liga an.

Quelle: Isabell Massel

Gross lafferde. 22:0-Punkte! Groß Lafferdes Landesliga-Handballer sind in ihrer Staffel diese Saison das Maß aller Dinge. Warum die Mannschaft so souverän an der Spitze steht und welche Ziele sie im kommendem Jahr hat, erläutert MTV-Trainer Kai-Olaf Reinemann im Interview.

Herr Reinemann, hätten Sie zu Saisonbeginn gedacht, dass Ihre Mannschaft zur Weihnachtspause die Landesliga verlustpunktfrei anführt?

Nein. Aber dass es gut laufen wird, damit habe ich gerechnet.

Warum läuft es denn so gut?

Weil die Mannschaft meine Vorgaben und Strategien jetzt besser umsetzen kann als zuvor. Unsere Neuzugänge sind technisch super ausgebildet. Ihre spielerischen und taktischen Fähigkeiten sind hoch. Außerdem heben sie durch ihre handballerische Qualität das Niveau des Trainings. Die anderen Spieler sehen: Oh wir müssen mehr machen, um dranzubleiben.

Mit Neuzugängen meinen Sie sicher in erster Linie die MTV-Eigengewächse Georg Strub, Lionel Lütgering und Marcel Waschke, die nicht nur sofort Stammspieler wurden, sondern zudem Leistungsträger sind. Was zeichnet die drei denn aus?

Durch sie können wir andere Angriffsformationen und Abwehrformationen spielen als vergangene Saison. Ein Bespiel dafür ist unser Konterspiel. Das ist eine Waffe. Hält Lionel einen Ball, ist Marcel schon auf dem Weg nach vorn. Dann folgt ein langer Pass und meistens ein Tor. Auf diese Art haben wir viele schnelle, einfache Tore erzielt. Das ist sehr effektiv und tut dem Gegner weh, der sich vor unserem Kreis erfolglos aufgerieben hat.

Spieler mit Perspektiven, die permanent überzeugen, wecken Begehrlichkeiten höherklassiger Vereine. Haben Ihre Youngster schon Angebote bekommen?

Gewisse, bekannte Personen sind bei uns bereits hausieren gegangen. Welche das sind, will ich nicht ausführen. Aber ich habe keine Angst, dass unsere jungen Spieler wechseln. Sie sind alle bodenständig und lassen sich durch hohe Erwartungen nicht locken.

In Groß Lafferdes Kader stehen neben Strub, Waschke und Lütgering noch 14 andere Spieler. Und die haben ihr Können oft genug bewiesen. Murren die nicht, weil sie diese Saison weniger oft zum Einsatz kommen? Oder anders gefragt, übertünchen die Erfolge Eifersüchteleien?

Nein. Die Konkurrenz war vor der Saison angekündigt. Klar will der eine oder andere mehr spielen. Aber eine gewisse Unzufriedenheit ist normal. Wer öfter spielen will, muss sich anbieten. Davon ab ist es mir wichtig, zu betonen, dass alle Spieler ihren Mann stehen. So fair muss man sein – es liegt an der gesamten Mannschaft, dass wir oben stehen. Alle ziehen mit.

Wie lautet denn die Zielsetzung für die Rückserie?

Wir wollen das jetzige Niveau halten.

Was passiert denn, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappt?

Der Weg ist das Ziel. Ich habe einen Drei-Jahres-Plan. Wir müssen nicht aufsteigen, wir können. Es gab keine Vorgabe aufzusteigen, es gibt keinen Druck.

Muss ein Verein wie der MTV Groß Lafferde, der im Bereich der männlichen Handball-Jugend ganz offensichtlich hervorragende Arbeit leistet, mit seiner 1. Herren-Mannschaft nicht mindestens zur Verbandsliga gehören?

Mit der 1. Herren höher als Landesliga zu spielen, wäre eine Krönung. Es wäre das Ergebnis dessen, was Dennis Bühn und die anderen Jugendtrainer an Vorarbeit geleistet haben. Das wunderbare Umfeld und die Vereinsführung nicht zu vergessen. Beim MTV Groß Lafferde sind die Grundvoraussetzungen gegeben, um Erfolg zu haben.

Von Jürgen hansen

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