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14:00 25.05.2016
Julian Pfeiffer vom TTC Berkum war am Vier-Stunden-Spieldauer-Rekord in der Kreisliga beteiligt. Quelle: ISABELL MASSEL
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Der Verein hat einen Antrag gestellt, dass auch in der Kreisliga künftig mit Vierer- statt mit Sechserteams gespielt wird. Darüber stimmen die Vertreter der Peiner Vereine heute Abend beim Tischtennis-Kreisverbandstag im Woltorfer Landkrug (18 Uhr) ab.

Auf Bezirks- und Landesebene kämpfen die Herren zwar mit Sechserteams um Punkte, die Kreisliga ist jedoch die einzige Peiner Staffel, die noch mit sechs statt vier Spielern schupft und schmettert. Tischtennis-Kreis-Chef Michael Scholz (VfL Woltorf) ist gespannt, wie das Ergebnis der Abstimmung ausfällt, denn Vor- und Nachteile haben beide Systeme. „Ich persönlich bin zum Beispiel eher ein Freund der Sechser-Teams. Für mich kommt da eher ein Mannschaftsgefühl auf und es ist einfacher, mal einen Jugendspieler zu integrieren“, sagt Scholz. Größere Vereine könnten zudem Platzprobleme bekommen, wenn sie plötzlich für ihre Tischtennis-Spieler ein oder zwei Mannschaften mehr bilden müssten, die die Halle mit Punktspielen belegen. Auf der anderen Seite sind die Liga-Spiele, die meist an einem Wochentag stattfinden, im Viererteam-System deutlich früher beendet und es ist leichter, eine Mannschaft zusammenzubekommen.

Eine andere Aufstellung wird sich dagegen garantiert ändern - die des Vorstands des Kreisverbands. Geschäftsführer Holger Vahldiek (VfL Woltorf) wird sein Amt aus privaten Gründen abgeben, der Kreisverband sucht noch einen Nachfolger. Alle Bemühungen im Vorfeld waren nicht von Erfolg gekrönt. „Vielleicht passiert ja während des Kreisverbandstags noch etwas. Ich lasse mich gerne überraschen“, sagt Scholz, der mit der Arbeit von Vahldiek sehr zufrieden war. Er habe die eh schon von seinem Vorgänger gut geführte Kasse weiter verfeinert und automatisiert.

„Deshalb hat sich der monatliche Aufwand auf drei bis vier Stunden reduziert“, sagt Scholz und macht das Amt damit schmackhaft. Die Vereine sieht er allerdings auch in der Pflicht. Vor zweieinhalb Jahren schmetterten sie den Plan für eine Fusion mit den Verbänden Salzgitter, Wolfenbüttel und Braunschweig ab. In der neuen Tischtennis-Region hätten nicht mehr so viele Vorstandsposten besetzt werden müssen. „Deshalb heißt es jetzt auch, Flagge zu zeigen und ein Ehrenamt anzunehmen“, betont Scholz.

Mit dem freiwilligen Engagement der Peiner Vereine hadert Peines Tischtennis-Chef ohnehin. Inzwischen sei es auch schwieriger geworden, Ausrichter für Wettkämpfe zu finden. „Die Mitglieder lassen sich leider immer mehr berieseln, als selber etwas in die Hand zu nehmen“, moniert Scholz. In einem Rundbrief im Vorfeld des Kreisverbandstags verteilte er deshalb eine Schelte: „Personell, spieltechnisch und finanziell zählt der Kreisverband Peine klar zum vorderen Drittel in Niedersachsen. Was die Einsatzbereitschaft und Mitarbeit des Großteils unserer Vereine angeht, tendiert das aber eher ans Ende des hinteren Drittels. So macht mir das Arbeiten keinen Spaß.“

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