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Sport Regional Klubchef Abend überholte sogar Arsène Wenger
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14:01 19.05.2018
Michael Abend mit Mikro am Eixer See. Zum 22. Mal organisiert er mit den Tri-Speedys den Peiner Triathlon mit bis zu tausend Startern (Bild unten). Der früher Triathlet hält sich inzwischen vor allem mit Radfahren fit (Bild rechts). Quelle: Ralf Büchler
Peine

Rückblickend hat Michael Abend festgestellt, dass in seinen 24 Jahren als Klub-Chef ziemlich viel ziemlich gut gelaufen ist. Die Tri-Speedys hatten sich von der Triathlon-Abteilung von Arminia Vöhrum abgetrennt und 1994 mit zwölf Personen einen eigenen Verein gegründet. Der umfasst jetzt rund 150 Personen. „Wir haben mit nichts begonnen. Jetzt gehören uns sechs Container voll mit Dingen, die man zum Ausrichten eines Triathlons braucht, und eine eigene Zeitmess-Anlage“, sagt Abend.

Die erste Investition war einst ein Langarm-Tacker gewesen, mit dem die Vereinszeitung geheftet werden konnte. „Wir hatten noch lange diskutiert, ob wir uns den überhaupt leisten können“, erinnert sich Abend lachend an die 20-D-Mark-Investition. Jetzt kosten allein die Techniker, die beim Peiner Triathlon die Ampeln auf der Strecke abschalten, ein paar hundert Euro.

Die erste Einnahmequelle des Vereins war ein Stand auf dem Wehnser Kartoffelmarkt. „Da haben wir 3000 Mark Umsatz gemacht“, erinnert sich der Ex-Speedy-Chef. Inzwischen richtet der Verein jährlich den Peiner Triathlon mit bis zu tausend Startern aus – ein Event, das mittlerweile in ganz Deutschland bekannt ist. „Insgesamt haben wir schon 15 000 Finisher durchgeschleust“, sagt Abend. Und wie gut die Peiner dieses Ereignis organisieren, zeigt die bundesweite Wahl der beliebtesten Triathlon-Veranstaltungen: Denn dabei kam die Tri-Speedy-Veranstaltung als ehrenamtlich organisierter Wettkampf auf Rang fünf hinter den professionell veranstalteten Wettbewerben Hamburg, Hawaii, Roth und Frankfurt.

Der Triathlon war aber auch einer der Gründe, warum Abend nicht mehr kandidierte. „Ich werde nicht jünger. Und beide Ämter gleichzeitig auszuüben – Vorsitz und Triathlon-Hauptorganisator – ist kaum noch möglich.“ Deshalb gab er den Vorsitz ab, den Wettkampf Mitte Juni organisiert er aber weiterhin – auch wenn er einiges umstellen muss. Denn Holger Krohne, der lange stellvertretender Vorsitzender war und die Zeitmessung betreut hatte, hat sein Amt schon im Sommer zur Verfügung gestellt, weil ihm der Zeitaufwand zu viel geworden war. Nun kümmern sich mehrere Mitglieder um die Messanlage, die der Verein auch vermietet, wodurch Einnahmen erzielt werden.

Neues wagte der Verein auch in der Verwaltung. Um ehrenamtlich Tätige nicht in Arbeit zu ersticken, betreibt er seine Geschäftsstelle mit einer Minijobkraft. „Das hat sich schon bewährt“, sagt Abend.

Bewährt hat sich die Vereinsarbeit auch im sportlichen Bereich. Cord Busche holte 1998 im Duathlon die Vize-Weltmeisterschaft mit der Mannschaft und wurde bester seiner Altersklasse. Im Jahr davor hatte er sich für den legendären Hawaii-Marathon qualifiziert. Peiner Triathlon-Teams starteten in der Bundesliga, und in jedem Jahr stellt der Verein mehrere Teams im Bereich von der zweiten Liga bis zur Verbandsliga. Mittlerweile hat der Verein täglich ein Trainingsangebot – vom Spinning im Winter über Rumpf-Stabilisation bis zum Kinderschwimmen. Hier stoßen die Tri-Speedys bereits an Grenzen: „Wenn der Verein noch wachsen würde, gäbe es Probleme mit den Schwimmzeiten“, sagt Abend.

Abend selbst musste seine sportlichen Ambitionen im Jahr 2000 zurückschrauben. Ein Knorpelschaden im Knie machte das Laufen unmöglich. Davor hatte der Vereinsvorsitzende an sechs Ironmans unter anderem in Roth, Nizza und Almere (Amsterdam) teilgenommen. Und er war in der zweiten Bundesliga aktiv. „Ich war zwar nicht der Schnellste, aber recht kontinuierlich“, sagt Abend schmunzelnd.

Er selbst rannte nicht mehr – dafür aber die Zeit. „Bei meinem letzten selbst absolvierten Triathlon im Jahr 2000 in Roth hatte ich unseren Jüngsten noch auf dem Arm, jetzt macht Moritz Abitur.“ Und viel Zeit bis zum Peiner Triathlon am Sonntag, 17. Juni, ist jetzt auch nicht mehr. Da ist das Organisationstalent von Michael Abend wieder gefordert.

Von Matthias Press

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