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Kanadier im Eishockey-Goldrausch

Olympische Winterspiele Kanadier im Eishockey-Goldrausch

Was unterscheidet Peine vom Austragungsort der Olympischen Winterspiele? In Peine liegt Schnee, in Vancouver nicht. „Vancouver ist auch bekannt als Stadt des Regens, und es regnet hier sehr häufig“, erzählt Marian Naase.

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Marian Naase mit den Maskottchen Sumi (links) und Quatchi. Die Plüsch-Nachbildung des felligen Big Foots kostet übrigens 350 Dollar.

Quelle: Privat

Der 25-Jährige aus Hohenhameln lebt seit Oktober in der kanadischen Stadt, in der heute Morgen die 21. Winterspiele eröffnet worden sind. Der PAZ-Sportmitarbeiter studiert Englisch auf Grundschul-Lehramt. Für seinen sechsmonatigen Auslandsaufenthalt wählte er die 2,2-Millionen-Einwohner-Metropole aus.

Auch wenn es nicht schneit, ganz ohne Schnee kommen auch die Vancouver-Spiele nicht aus. Ein Großteil der Disziplinen wird im 120 Kilometer entfernten Wintersport-Ort Whistler ausgetragen. „Dort wird Schnee herangefahren und die Pisten werden teilweise mit Stroh präpariert, um ein schnelles Schmelzen zu verhindern“, erläutert Naase, der vor kurzem noch bei zehn Grad plus im T-Shirt einen Lauf mit der olympischen Fackel durch Vancouver verfolgte.

Beliebte Eishockey-Zwillinge

Nun geht’s endlich los. Goldrausch in der Goldgräberstadt. „Die Stadt ist bereit“, sagt Naase. Für die Kanadier gebe es nur noch ein Ziel: Die Goldmedaille im olympischen Eishockey-Turnier. „Selbst wenn Kanada die Medaillenwertung gewinnt, aber nicht Gold im Eishockey holt, wäre es eine Enttäuschung“, beschreibt der Student die Gemütslage.

Mit den Medaillenrängen dürften die deutschen Puckjäger weniger zu tun haben. Für Marian Naase ist das Spiel der deutschen Mannschaft am Mittwoch gegen Titelverteidiger Schweden dennoch der Höhepunkt der Winterspiele: Er hat Karten. „Für den deutschen Verteidiger Christian Ehrhoff ist es ein echtes Heimspiel. In der NHL geht er für die Vancouver Canucks aufs Eis“, erzählt Naase von einem interessanten Duell. Der Star der Deutschen trifft nämlich auch auf seine Klubkameraden Henrik und Daniel Sedin – die schwedischen Eishockey-Zwillinge. „Sie sind sehr beliebt in der Stadt“, weiß der Hohenhamelner.

In ganz Kanada beliebt ist Curling. Zwei Mannschaften zu je vier Spielern versuchen, ihre Curlingsteine näher an den Mittelpunkt eines Zielkreises auf einer Eisbahn zu spielen als die gegnerische Mannschaft. Präzisionssport nennen das Fachleute. Naase ist gespannt, wie es ihm gefällt. Er besucht die Partie Deutschland gegen Kanada. „Man hat leider nicht immer die Sachen bekommen, die man haben wollte“, bedauert Naase.

Für alle, die keine Karten haben, bietet Vancouver große Videoleinwände zum gemeinschaftlichen Gucken an. „Aber ich denke, es wird an die Stimmung der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland nicht heranreichen“, sagt Naase.

Stichwort

PAZ-Kolumne aus Vancouver

PAZ-Sportmitarbeiter Marian Naase berichtet für unsere Zeitung über das Geschehen in der Fußball-Kreisliga. Bis Mitte März weilt der 25-jährige Lehramtsstudent allerdings noch in Vancouver, wo er während seines Auslandsaufenthaltes auch Praktika an kanadischen Schulen absolviert. An den beiden nächsten Sonnabenden schreibt Naase eine Kolumne für die PAZ-Leser über seine Erfahrungen bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver.

Lustiges und Interessantes gibt es in „Naase weiß“ sicherlich so einiges zu berichten. Oder wissen Sie, wer Sumi, Miga und Quatchi sind? Es sind die Maskottchen der Winterspiele. Naase hat sich im Souvenirsladen allerdings lieber für etwas Praktisches entschieden. „Die roten Olympia-Handschuhe sind sehr gemütlich und waren günstig zu erwerben.“

Christian Meyer

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