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Jubiläum mit zwei Kult-HSVern

VFB-Peine Jubiläum mit zwei Kult-HSVern

Ein Hauch aus 1960 war im Vereinsheim des VfB Peine deutlich zu vernehmen: Mehr als 40 verdiente VfBer waren der Einladung des Vorsitzenden Hans-Georg Gnoyke gefolgt, um gemeinsam das bisher größte Fußballereignis im Kreis Peine in Erinnerung zu rufen.

Am 13. Juli vor 50 Jahren trat der VfB Peine in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den wenige Wochen vorher zum Deutschen Meister gekürten Hamburger SV an. Die Grün-Roten verloren 1:6, das war standesgemäß, doch die 11 000 Besucher im Stadion an der Ilseder Straße waren begeistert, gingen zufrieden nach Haus.

VfB-Chef Gnoyke begrüßte den Ehrenvorsitzenden des Fußball-Kreisverbandes Hennig Hofmann, bevor er den Gast aus der damaligen gegnerischen Mannschaft hereinbat. Gert „Charly“ Dörfel, in wenigen Wochen wird er 71, gab sich später bekannt locker und gesprächsbereit, hatte seine Frau Lidia mitgebracht und wurde mit Beifall empfangen. Den gab es auch für die HSV-Kultfigur, Masseur Hermann Rieger, den Gnoyke als Überraschungsgast präsentierte.

„Was ihr vor 50 Jahren geschafft habt, das ist nach wie vor unerreicht im Peiner Fußball. Versteht das heute als kleines Dankeschön für das was ihr vollbracht habt“, sagte Gnoyke. Gemeinsam mit Werner Winkler, Günter Danneberg und Hubert Wilde hatte er das Treffen vorbereitet. Dank hatte der VfB-Chef für HSV-Museumsdirektor Dirk Mansen übrig. Dieser ist mit Dörfel befreundet und stellte den Kontakt her. „Redet schön über alte Zeiten und vertragt euch“, schloss Gnoyke zur Eröffnung.

Nach einem Imbiss wurde sich angeregt unterhalten. Einige VfBer hatten Fotoalben und andere Erinnerungsstücke mitgebracht. Günter Schrader hatte eigens für diesen Tag Negative herausgekramt und neue Vergrößerungen fertigen lassen. Auch für Dörfel und VfB-Aktive hatte er Bilder zusammengestellt. Dörfel saß neben seinem damaligen Gegenspieler Werner Winkler, die beiden hatten sich viel zu erzählen.

Von der VfB-Elf waren sechs Mann erschienen: Karl, Paul, Ludwig und Werner Winkler, Heinz Gehrmann und Hubert Wilde. Bruno Dreger war im Urlaub, Erwin Kleineidam und Werner Bock sagten aus gesundheitlichen Gründen ab. Zu Lothar Schröder und Martin Panke gab es keinen Kontakt.

„Das war ein schöner Abend, viele alte Bekannte hat man wieder gesehen“, sagte Paul Winkler, Schütze des Ehrentors gegen den HSV. Damit traf er sicher auch die Meinung vieler weiterer Anwesenden. „Das war gut organisiert, lieb und menschlich. Ich habe mich gefreut, mal wieder alte Tage Revue passieren zu lassen, obwohl ich damals der Jüngste im Team war“, fasste Dörfel zusammen.

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