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Jan Pape will über Bielefeld zur WM

Motorsport Jan Pape will über Bielefeld zur WM

Aus der Fußball-Bundesliga ist Bielefeld abgestiegen. Für Jan Pape aus Abbensen soll Bielefeld aber die Stadt werden, in der der Aufstieg klappt. Am morgigen Sonntag will der frühere Speedway-Bundesligafahrer dort mit seinem JRM-Motorrad beim Langbahn-Rennen unter den besten sechs Fahrern landen.

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Jan Pape.

Quelle: mp

„Dann wäre ich für die WM-Challenge in Pfarrkirchen qualifiziert. Die besten acht von insgesamt 16 Startern dort dürfen dann nächstes Jahr bei der Weltmeisterschaft mitfahren“, sagt der 26-Jährige.

In Pfarrkirchen würde er ohne große Probleme die WM-Qualifikation schaffen, meint Pape. Die größere Hürde sei das Grasbahnrennen morgen in Bielefeld. 18 Motorradsportler sind dort am Start. „Mehrere fahren leistungsmäßig mit mir auf Augenhöhe“, sagt der Abbensener. „Deshalb wird es sehr schwer werden.“

Damit er die Konkurrenz abhängt, hat er prominente Hilfe bekommen. „Egon Müller hat mir gesagt: Du fährst super, aber deine Starts sind katastrophal“, erzählt Pape. Er habe den dreimaligen Langbahn-Weltmeister und einzigen deutschen Speedway-Weltmeister daraufhin um Tipps gebeten. Müller hat ihn eingeladen, und beide haben vier Stunden lang auf den Bahn in Scheeßel geübt. „Egon meinte, er würde mindestens 45 von 50 Starts gegen mich gewinnen. Das hat er nicht geschafft – aber die Mehrzahl doch“, gesteht Pape.

Vor allem in der Sitzposition und der Körpersprache habe Müller ihn korrigiert. „Ich war immer zu ungeduldig und die Maschine ging beim Starten vorne hoch“, sagt der Abbensener. Heißsporn Müller brachte ihm bei, dass weniger manchmal mehr ist. Mit der richtigen Körperhaltung lassen sich die physikalischen Kräfte besser in Tempo umsetzen. Pape wird morgen im Rennen feststellen, wieviel das Training gebracht hat. „Wenn ich auch nur die Hälfte seiner Tipps umsetze, werden die Starts besser klappen.“

Etwas Respekt hat Pape vor der Grasbahn in Bielefeld. „Ich hoffe, es regnet nicht. Sonst fährt man wie auf Schmierseife“, sagt er. Sandbahnen sind ihm da lieber. Auf Nummer sicher geht er bei der Ausrüstung. Zwei Maschinen nimmt er nach Bielefeld mit, eingebaut ist jeweils ein 500-Kubik-Motor von Tuning-Spezialist Hans Zierk. Der hat ihm auch noch einen dritten Motor zur Verfügung gestellt – für alle Fälle. 73 PS liefert der mit Methanol angetriebene Ein-Zylinder.

Nun hofft Pape nur noch, dass er nicht wieder so ein Pech hat wie vergangenes Jahr beim Rennen in England. Dort war auf der Hinfahrt das Getriebe des Autos kaputt gegangen, und auf der Bahn dann das Getriebe des Motorrades. Eines wird mit Sicherheit nicht kaputt gehen: Die Bremsen. Denn die haben die Renn-Motorräder nicht.

mp

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