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Jahns neuer Trainer hadert mit Verletzungspech

Handball-Testspiel Jahns neuer Trainer hadert mit Verletzungspech

Jahns neuem Trainer Wolfgang Kühnemann war am Ende des Testspiels gegen den Drittligisten Habenhausen der Spaß vergangen. „Die Niederlage können wir verkraften, aber was richtig weh tat, waren drei Verletzungen“, stöhnte er nach der 11:39-Packung des Peiner Handball-Regionsoberligisten.

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Der erfolgreichste Jahner im Testspiel: Rouven Bertram erzielte vier Tore gegen Drittligist Habenhausen.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. Ihr Testspiel gegen den Drittligisten ATSV Habenhausen wollten die Regionsoberliga-Handballer des MTV Vater Jahn Peine eigentlich genießen. Doch Jahns neuem Trainer Wolfgang Kühnemann war am Ende irgendwie der Spaß vergangen. „Die Niederlage können wir verkraften, aber was richtig weh tat, waren drei Verletzungen“, stöhnte der 66-Jährige nach der 11:39-Packung. Patrick Knittel spielte zwar durch, doch danach schwoll sein Knie an. „Ich hoffe, es ist nicht wieder ein Kreuzband-Riss, sondern nur eine Überlastung. Wenn er für die Saison ausfällt, wäre das eine Riesen-Schwächung“, sagte Kühnemann. Ende der ersten Halbzeit hatte schon Rückraum-Mitte-Spieler Arne Schlüsche mit Oberschenkel-Problemen rausgemusst, und Florian Ziball musste runter, nachdem er unglücklich aufs Knie gestürzt war.

MTV Vater Jahn Peine – ATSV Habenhausen 11:39 (6:21). Die Jahner warfen zwar nur elf Tore, doch es war nicht so, dass sie nicht zum Abschluss gekommen wären. „Wir haben 32 Mal verworfen. Unsere schlechte Trefferquote hat mich schon verwundert“, merkte Jahn-Coach Wolfgang Kühnemann an. Habenshausens Torwart hinterließ offenbar Eindruck bei den Jahnern. „Der war so groß, der guckte über die Latte“, verdeutlichte Kühnemann. Zudem habe man Tor-Garant Jan-Sören Henning einen Schlafdefizit angemerkt. „Der musste vorm Spiel Dienst schieben und hatte 36 Stunden nicht geschlafen“, erläuterte Kühnemann. Sein Team habe phasenweise zwar gut gespielt, doch sich insgesamt auch viel zu viele technische Fehler geleistet. Das bestraften die Drittliga-Handballer des früheren Jahner Jugend- und Herrenspielers Marc Winter eiskalt. Die flinken Gäste aus Bremen konterten die Peiner immer wieder aus. „Das war schon ein wenig frustrierend“, gab Kühnemann zu.

Positives hatte er jedoch auch ausgemacht: Der Einsatzwille des Außenseiters sei gut gewesen. „Fast alle sind noch auf der letzten Rille gelaufen“, lobte der Coach. Und Keeper Mathias Wodarz konnte sich mehrfach auszeichnen. „Er hat 15 Kilo abgenommen. Das zahlt sich aus“, stellte Kühnemann fest.

Für die Jahner war es das erste Spiel unter ihrem neuen Trainer, der an der Seitenlinie auch mal lauter wurde. „Ich achte sehr auf Disziplin“, sagt der 66-Jährige, der in Lebenstedt wohnt und ein echter Trainer-Haudegen ist. Er trainierte Teams von der Verbands- bis zur Regionsliga. Zuletzt coachte er Jahns Liga-Konkurrenten Viktoria Thiede und besiegte die Peiner zweimal. Den Kontakt zum MTV stellte Anke Bergmann her, die Jahns 2. Damen trainiert. Nach einem Probetraining waren sich Spieler und Trainer einig – wir machen das. „Mir hat die Einstellung der erfahrenen Spieler gefallen“, sagt Kühnemann, der sich mit seinem neuen Team ein mutiges Ziel gesetzt hat. Platz eins bis vier will er mit den Peinern angreifen. „Wir haben starke Individualisten, aber um das zu erreichen, dürfen keine langfristigen Ausfälle kommen, sonst wird es nur ein Mittelfeldplatz“, meint Kühnemann. Die Fitness soll sich sein Team auf der Silberkamp-Sportanlage holen. In den Peiner Herzberg will der Lebenstedter nicht mehr. „Da sind mir zu viele Mücken.“

Jahn: Knittel (2), Bergmann (1), Henning (1), Bank (1), Ziball (1), Bertram (4/2), Klapper (1).

Von Christian Meyer

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