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Sport Regional Jahn feiert Derby-Sieg mit Kostümparty
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16:00 19.12.2017
Rückraumspieler Sebastian Bank reckt die Box-Handschuhe in die Höhe, Jahn-Oberliga-Damen-Coach Carsten Bührig kam als Zorro. Die Herren- und Frauen-Handballer des MTV Vater Jahn Peine feierten ihre Weihnachtsfeier als Kostümparty. Quelle: Verein
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Kreis Peine

So machte die Motto-Weihnachtsparty gleich noch mehr Spaß: Die Regionsoberliga-Handballer des MTV Peine feierten verkleidet als Panzerknacker, Förster oder Boxer ihren 30:25-Derby-Sieg im Top-Spiel gegen die SG Zweidorf/Bortfeld II. Mit ihrem dritten Sieg in Folge kletterten die Jahner auf Rang drei und mischen nun überraschend selber im Aufstiegsrennen mit. Taktik-Geistesblitze bescherten auch der HSG Nord Edemissen II und dem MTV Groß Lafferde II Siege.

MTV Vater Jahn Peine – SG Zweidorf/Bortfeld II 30:25 (13:12). „Es war eine hervorragende kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft“, freute sich Jahns Spieler Arne Schlüsche über den Derbysieg. Auf der Gegenseite überwog bei SG-Trainer Alexander Pietruk die Enttäuschung: „Es war eine unnötige Niederlage, weil wir nicht schlechter waren. Wir hatten einfach viel Pech im Abschluss.“ Gleich 15 Pfostentreffer hatte Pietruk bei seiner SG gezählt.

Die Jahner dagegen zeigten sich im Abschluss kaltschnäuziger. „Marc Traupe hat in entscheidenden Situationen wichtige Tore von Rechtsaußen erzielt, und Jan Neumann hat unser Angriffsspiel routiniert geleitet, seine Nebenleute gut in Szene gesetzt und auch selber Torgefahr ausgestrahlt“, lobte Arne Schlüsche. Der größte Derbyheld aber war Rouven Bertram. Er traf gleich zehnmal und verwandelte einen Siebenmeter zur 13:12-Halbzeitführung.

Diese Führung sollten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nicht mehr abgeben. „Grund dafür war eine zupackende Abwehr, welche den Rückraum von Zweidorf nach und nach mehr in den Griff bekam“, stellte Schlüsche erfreut fest. Pietruk hingegen war mit der Deckung seines Teams nicht vollends zufrieden: „Wir haben zu viele dusselige Gegentore bekommen“, monierte er.

Mit dem dritten Sieg in Serie kletterten die Jahner auf Rang drei. „Dass wir nach der Hinrunde so gut dastehen, hätte ich persönlich niemals für möglich gehalten“, sagte Schlüsche und verwies dabei auf die zwei Niederlagen zum Saisonauftakt. Die SG hat hingegen mit zwei Pleiten am Stück ihre gute Ausgangslage im Titelkampf zunächst erstmal verspielt und ist auf Rang vier abgerutscht. „Das ist ärgerlich, weil wir die Spiele gegen Fallersleben und Peine nicht verlieren durften, da wir nicht schlechter waren“, meinte SG-Coach Alexander Pietruk.

Jahn: Bertram (10/3), Neumann (5), Schlüsche (4), Bank (4), Klapper (4), Traupe (3).

SG II: Buchholz (9/1), Behrens (5), Schuhmann (3), Dönch (2/1), Bürger (2), Zutz (1), George (1), Schultz (1), Oetken (1).

HSG Nord Edemissen II – VfB Fallersleben II 32:22 (13:13). Eine taktische Umstellung von HSG-Aushilfstrainer Adrian Funk sorgte für einen unerwartet klaren Sieg der Edemisser. „Unser Innenblock um Hauke Schwerdtner und Tim Schrader hat sich auf den starken Kreisläufer konzentriert und Fallersleben so gezwungen, von anderen Positionen zu werfen“, erläuterte HSG-Torwart Jörn Ohms.

Dies führte in der zweiten Hälfte zu zahlreichen Balleroberungen, die Philip Grätz und Michael Kollmeyer per Gegenstoß zum Torerfolg verwerteten. Mit der Führung im Rücken habe die Deckung der HSG stetig an Selbstvertrauen gewonnen, während die Gäste beim Abschluss verzweifelten und ihrer Frustration freien Lauf ließen. Insgesamt acht Zeitstrafen inklusive einer für die Bank kassierte der VfB. Kurzzeitig spielte Edemissen gar in dreifacher Überzahl. „Von der spürbaren Frustration des Gegners ließen wir uns nicht mehr aus der Ruhe bringen“, stellte Keeper Ohms erfreut fest. Von 26:21 (48.) erspielten die Edemisser noch einen souveränen Sieg mit zehn Toren Vorsprung. Danach hatte es bis zur Pause noch nicht ausgesehen. „Die offensive Abwehr von Fallersleben hatte uns vor Probleme gestellt. Auch in der Abwehr lief es nicht rund. Die Fallerslebener konnten immer wieder ihren starken Kreisläufer einsetzen oder nutzten die Freiräume, um ihren wurfstarken Rückraum in Position zu bringen“, analysierte Ohms.

HSG II: Kollmeyer (8/3), Grätz (6), Henning (6), Schrader (5), Wilpert (4), Schwerdtner (3).

MTV Groß Lafferde II – MSG Nordharz 28:26 (16:14). Zum Unmut von MTV-Ersatzcoach Dennis Bühn verteilten die Schiedsrichter 17 Zeitstrafen und gleich zehn davon kassierten die Groß Lafferder – sie gewannen dennoch. „Die Schiedsrichter haben bei jedem Körperkontakt zwei Minuten gegeben. Dadurch ist kein Spielfluss entstanden. Dabei war das Spiel recht fair“, betonte Bühn. Trotz zahlreicher Unterzahlsituationen hatte sich sein Team in Führung gespielt. Dies lag auch an den 13 Siebenmetern, die der MTV zugesprochen bekam. „In Eins-gegen-Eins-Situationen waren wir kaum zu halten“, begründete Bühn.

Nach der Pause drohte die Partie zwischenzeitlich zu kippen, weil die MSG Benedikt Schaper in Manndeckung nahm. „Damit sind wir nicht klar gekommen“, gestand Bühn. So schien es fünf Minuten vor dem Ende schon, als müssten die Lafferder die Halle als Verlierer verlassen, lagen sie doch 24:26 zurück. Eine Taktik-Variante brachte aber noch die Wende: Dennis Bühn beorderte Kreisläufer Jan-Eike Straten in den Rückraum – ein Glücksgriff. „Er war von der Deckung nicht zu halten, sodass wir das Spiel doch noch drehen konnten“, freute sich Bühn.

MTV Groß Lafferde II: Kanning (10/7), Straten (3), Bode (3/1), Burgdorff (3/2), Schaper (3), Grobe (2), Arlt (1), Reinecke (1), Rodemeier (1), Bühn (1).

Von Lukas Reineke

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