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Sport Regional „In den nächsten Wochen wartet viel Arbeit“
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23:07 08.06.2009
Pure Aufstiegsfreude: Trainer Nick Gerull (links) umarmt seinen Kapitän René Bunk, der per Freistoß den VfB Peine in Frellstedt zur Bezirksliga-Meisterschaft schoss. Quelle: Peter Konrad

Vom Fast-Absteiger zum Meister – Fußball-Trainer Nick Gerull hat innerhalb eines Jahres mit seinem VfB Peine eine kleine Sensation geschafft. In der vergangenen Saison hatte er den Traditionsklub erst im Schluss-Spurt vorm Sturz in die Kreisliga gerettet. Sonntag feierte der Trainer mit den Grün-Roten nach 14 Jahren die Rückkehr in die Bezirksoberliga – Freudentränen inklusive. Im PAZ-Interview spricht der Coach über Gründe des Erfolgs, Ab- und Neuzugänge und einen Co-Trainer.

Herr Gerull, was war für Sie überraschender, die Deutsche Meisterschaft des VfL Wolfsburg oder der Bezirksliga-Titel des VfB Peine?

Unser Ziel war es, uns für den Härke-Pokal zu qualifizieren. Dass am Ende so viel mehr herausgesprungen ist, war für mich schon sehr überraschend, sogar etwas unerwarteter als der Bundesliga-Titel des VfL Wolfsburg.

Welches sind die Hauptgründe für Ihren Überraschungscoup?

Torwart Tolga Colakoglu war ein überragender Rückhalt fürs Team. Wichtig war, dass wir gleich die ersten Saisonspiele positiv bestritten haben. Vor allem das 4:0 gegen die Freien Turner hat der Mannschaft einen riesigen Schub gegeben. Zudem habe ich nicht mehr so offensiv spielen lassen wie in der vergangenen Saison. Für die gute Abwehrarbeit wurden wir dann auch belohnt. Wir haben so oft wie kein anderes Team zu Null gespielt.

Wann genau haben Sie daran geglaubt, dass es mit dem Titel klappen könnte?

Zum Ende der Hinserie. Wir waren schließlich ungeschlagen. Verstärkt wurde das Gefühl nach dem guten Rückrundenstart mit drei Siegen. Mensch, da kann was gehen, dachte ich mir.

Doch dann folgte die kleine Schwächephase während der Osterzeit.

Rückblickend hat uns die sogar gutgetan, weil sie uns den Druck genommen hat. Plötzlich waren wir nicht mehr die Gejagten und wir haben lockerer gespielt.

Und im entscheidenden Spiel die Nerven behalten. Wie lange ging die Aufstiegsfeier im Vereinsheim?

So schlimm war das gar nicht. Die meisten mussten Montag ja schon wieder früh raus zum Job oder Studium. In besinnlicher Runde haben wir Montagabend im Mannschaftskreis aber noch einmal die Saison Revue passieren lassen.

Die Freude über den Aufstieg ist verständlicherweise riesig. Gibt es aber auch Ängste?

Im Augenblick nicht. Niemand erwartet von uns doch in der Bezirksoberliga etwas, wir können völlig befreit aufspielen und werden das Ganze als Abenteuer angehen, mit dem Wunsch, uns vernünftig zu verkaufen.

Doch bei Misserfolg kippt oft auch die Stimmung im Team.

Die Gefahr sehe ich bei uns derzeit nicht. Aber klar ist auch: In den nächsten zwei, drei Wochen wartet viel Arbeit auf die Fußball-Abteilung des VfB, um die Rahmenbedingungen zu verbessern.

Dazu gehört auch die Verpflichtung von neuen Spielern. Unter den Zuschauern in Frellstedt war der Peiner Ramazan Yildirim, dessen Vertrag beim Drittligisten Eintracht Braunschweig nicht verlängert wurde. Sie sind gut befreundet, spielt er vielleicht in der kommenden Saison beim VfB?

In der Bezirksoberliga wäre Ramazan doch nur der gejagte Ex-Profi, dem alle den Ball abjagen wollen. Ramazan wird einen anderen Weg gehen – und dabei wünsche ich ihm viel Erfolg.

Gibt es neben Stürmer Maik Düsterhöf ansonsten schon Neuzugänge für die kommende Saison?

Priorität haben erstmal die Spieler, die bei diesem großen Erfolg mitgeholfen haben. Es laufen Gespräche mit potenziellen Kandidaten, aber etwas spruchreifes ist noch nicht dabei.

Können Sie bei den Abgängen schon konkreter werden?

Nein. Durch den Titelgewinn ist eine völlig neue Situation entstanden, auch für Spieler, die sich vielleicht mit dem Gedanken getragen haben, den Verein zu verlassen.

Was wird sich in der kommenden Saison beim VfB ändern?

Ich habe eine Menge Ideen. Primär wünsche ich mir aber vor allem einen Co-Trainer, der mich in der Trainingsarbeit und organisatorisch unterstützt.

Christian Meyer

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