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In Malaysia werden dem VfB/SC die Daumen gedrückt

Badminton, 2. Liga In Malaysia werden dem VfB/SC die Daumen gedrückt

Mit dem Weltranglisten-45. darf er als Sparringspartner trainieren: Lukas Behme fehlt Badminton- Zweitliga-Aufsteiger VfB/SC Peine bis Januar 2018, weil er ein Auslandssemester in Malaysia absolviert. In der Badminton-Hochburg will er auch sein Spiel verbessern. „Auf jeden Fall werde ich sehr fit nach Hause kommen.“

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Daumen hoch für eine tolle Erfahrung: Lukas Behme darf in Malaysia auch mit dem Weltklasse-Spieler Zulfadli Zulkiffli (rechts) trainieren. Tipps gibt es von dessen Trainer (Mitte).

Quelle: privat

Kuala Lumpur.

Badminton ist Volkssport in Malaysia, in der Weltspitze schmettern zahlreiche Asse aus dem Land mit. „Wenn bei uns die fünfjährigen Kinder die Fußballschuhe angezogen bekommen, kriegen die Malaien einen Schläger in die Hand gedrückt“, weiß Lukas Behme. Die besten Badmintonspieler des Landes müssten nie wieder arbeiten und hätten ausgesorgt. „Was bei uns Bastian Schweinsteiger ist, sind hier die guten Badmintonspieler – das finde ich sehr beeindruckend.“

 

Schwitzen tut Lukas Behme derzeit aber auch ohne Punktspiel-Einsatz. Und das liegt nicht nur an der hohen Luftfeuchtigkeit in Malaysia. „Geschlossene Schuhe kann man hier eigentlich gar nicht tragen.“ Er darf dreimal pro Woche als Sparringspartner mit der Nummer 45 der Weltrangliste trainieren. Zulfadli Zulkiffli heißt der Weltklasse-Spieler. „Er hat mir im ersten Spiel eine ziemliche Abreibung verpasst“, verrät Behme lachend. 6:21 ging es aus. Doch mit viel Training will sich Behme verbessern. Auf vier bis fünf Einheiten pro Woche kommt er, schlägt seine Schmetterbälle und Stopps auch im Badminton-Team seiner Uni. Das Niveau sei hoch, die Sprungkraft und Schnelligkeit beeindruckend. „Viele Spieler sind sehr agil und wendig, sie legen viel Wert auf Mobilitätstraining und Stretching“, erzählt der Peiner, der auch Badminton-Abteilungsleiter beim VfB ist.

Dass er bei solchen Top-Trainingsbedingungen als neue Nummer eins zum VfB/Ski-Club zurückkehren wird, glaubt Lukas Behme allerdings nicht. „Aber auf jeden Fall werde ich sehr fit nach Hause kommen.“

Sein derzeitiges Zuhause ist ein Studentenwohnheim knapp 40 Autominuten von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpor entfernt. Er teilt sich die Wohnung mit einem Türken und einem Belgier, der Uni-Campus liegt direkt vor der Tür. Und das ist auch gut so. Denn: Öffentliche Verkehrsmittel gebe es kaum, stellte Lukas Behme fest, die Straßen seien verstopft. Noch mehr als Bus und Bahn vermisst er jedoch seine Familie, seine Freundin und seine Mitspieler vom VfB/SC. „Und ein wenig die deutsche Gründlichkeit und Pünktlichkeit. Wenn die Leute hier sagen, sie sind um 19 Uhr da, sind sie meist gegen 19.30 Uhr da.“

Andere Dinge hat er dagegen schon liebgewonnen: Das leckere und günstige Essen, die Uni mit dem riesigen Sport-Campus und die Gastfreundschaft der Malaien: „Alle sind super offenherzig und nett, helfen dir, wann immer du auch nur etwas ratlos schaust“, sagt Lukas Behme. Im Studium werde zwar Englisch gesprochen, doch ein paar Worte Malaysisch spricht der Peiner auch schon. Und in das Übersetzungsprogramm seines Handys hat er nach dem Heim-Auftaktsieg der Peiner jetzt auch mal eingetippt, was Klassenerhalt heißt: Auf geht’s VfB/SC zum Penyingkiran!

Sonntag (14 Uhr) erwartet der VfB/SC im Aufsteiger-Duell den Horner TV in der BBZ-Halle

Von Christian Meyer

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