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Sport Regional Hocke weg, Salto rein: Sheridan Kola holt DM-Silber
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14:00 27.06.2017
Das Peiner Trampolin-Talent Sheridan Kola holte DM-Silber im Synchronturnen. Quelle: Ralf Büchler
Berlin

Auch der lautstarke Applaus der Mitglieder des Jahner Spielmannszugs im Zuschauerbereich half: Trampolin-Talent Sheridan Kola vom MTV Vater Jahn Peine hat in Berlin Silber bei der Deutschen Meisterschaft im Synchronturnen gewonnen. „Darauf haben wir gehofft, aber nicht damit gerechnet. Denn wir konnten nur wenig zusammen trainieren“, stellte die elfjährige Peinerin nach dem Erfolg mit der Salzgitteranerin Carla Borchers erfreut fest. Auch die Jahnerinnen Leah Abel und Lea Asche überzeugten: Sie wurden überraschend Fünfte.

Deutschlands Trampolin-Talente ermittelten ihre Meister im Synchronturnen dieses Mal im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Berlin. Der Zeitpunkt war die erste große Herausforderung. Denn: „Es gab wenige Wettkämpfe, bei denen man sich qualifizieren konnte, da die DM sehr früh lag. Während man sonst 12 Monate für eine mögliche Qualifikation hat, waren es in diesem Zyklus nur 6 Monate“, verdeutlichte Jahns Trampolin-Trainerin Daniela Kola. Doch ihre Schützlinge schafften nicht nur das, sie überzeugten bei der DM in der Altersklasse 12/13 auch mit überdurchschnittlichen Leistungen bei den Synchronwertungen. „Sie erturnten im Durchschnitt mindestens 9,5 Punkte von 10 möglichen. Viele andere Paare hatten hier große Probleme“, stellte Trainerin Daniela Kola erfreut fest.

Als Siebtplatzierte sprangen Leah Abel und Lea Asche ins Finale. Sheridan Kola turnte mit ihrer Partnerin sogar das drittbeste Zwischenergebnis. Schon darüber freute sich Trainerin Daniela Kola. Denn: „Ich musste mich in der Höhe der Sprünge erst Carla anpassen. Sie springt niedriger. Das war für mich erst sehr schwer. Aber zum Glück hat es in Berlin das einzige Mal so richtig gut geklappt“, freute sich Tochter Sheridan.

Für ihren Mut, im Finale eine Hocke noch durch einen schwierigeren Salto zu ersetzen, um mehr Punkte einzuheimsen, wurden die Jahnerin und ihre Partnerin belohnt. „Sheridan und Carla trafen ihre Übung optimal“, bilanzierte Trainerin Daniela Kola. Das Duo schob sich, angefeuert von Mitgliedern des Jahner Spielmannszuges und Freunden, noch auf Platz zwei vor, mit nur 0,98 Punkten Rückstand auf die Sieger. „Darüber haben wir uns riesig gefreut“, sagte Sheridan.

Auch Leah Abel und Lea Asche legten noch einmal zu. Sie machten mit ihrer Kür noch zwei Plätze gut und wurden Fünfte. „Das ist ein überwältigendes Ergebnis, da Lea im Training sehr mit einem Sprung haderte“, freute sich Trainerin Daniela Kola.

Sheridan Kola hatte als eine von nur 22 Talenten aus Deutschland auch noch die Quali für die Deutsche Einzelmeisterschaft der Altersklasse 12/13 geschafft, die tags darauf ausgetragen wurde. „Ihre Pflicht turnte Sheridan recht gut, hat aber ihre Übung auf anderen Wettkämpfen schon wesentlich ausdrucksstärker gezeigt“, bilanzierte Trainerin und Mutter Daniela Kola. In der Kür sei sie zudem bei ihren Sprüngen zu sehr auf dem Trampolin „gewandert“ und habe sogar einen Sprung umstellen müssen, da sie kurz vor der Matte stand, die man nicht berühren darf. Ärgerlich: „So verpasste sie um nur 0,3 Punkte den Sprung ins Finale und wurde Zehnte“, bedauerte Daniela Kola. Zufrieden sei ihre Tochter trotzdem gewesen. Denn: „Am Tag zuvor war ja dafür fast alles perfekt gelaufen.“

Zuhause in Peine konnte die Trainerin zudem in der Ergebnisliste doch noch ein paar erfreuliche Tatsachen feststellen: Sheridan turnte die drittbeste Time-of-Flight-Zeit, dabei wird die Flugzeit während der Übung gemessen. Und: Sie war die beste Turnerin des Jahrgangs 2005 im Feld der Konkurrentinnen, die zum Großteil 2004 geboren waren. „Das ist zumindest ein Teilerfolg“, betonte Daniela Kola.

Das Gruppenfoto zeigt (von links) Sheridan Kola, Carla Borchers, Trainerin Daniela Kola, Lea Asche und Leah Abel. Quelle: privat


Von Christian Meyer

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