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Sport Regional Häusler baut Serie aus: Mit 76 folgt Titel Nummer 35
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Häusler baut Serie aus: Mit 76 folgt Titel Nummer 35
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20:00 10.10.2018
Aus der Kniebeuge beförderte Wilfried Häusler 130 Kilo empor. Das wiegen zusammengerechnet ungefähr 9 übereinander gestapelte Bierkisten, die mit 0,33-Liter-Flaschen gefüllt sind. Quelle: Isabell Massel
Peine

„Wenn mehr Senioren etwas Eisen unter Anleitung bewegen würden, hätte ich als Physiotherapeut deutlich weniger zu tun“, stellte Francesco Virzi fest, der neue Abteilungsleiter der Jahner Gewichtheber.

In Greifswald an der Ostsee baute Wilfried Häusler seine Super-Serie aus. Er schnappte sich im Wettbewerb ohne leistungssteigernde Drückerhemden den Titel in der Klasse bis 74 Kilo und bleibt im Kraftdreikampf ungeschlagen auf Deutschen Meisterschaften. Aus der Kniebeuge beförderte er drei gültige Versuche und am Ende 130 Kilo nach oben. Auf der Bank drückte er 85 Kilo in die Wertung und zog im Kreuzheben 150 Kilo. „Diese Werte sind einfach unglaublich für Wilfrieds Alter. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er diese Werte jeden Tag abrufen kann und andere in dem Alter sich schon nicht mehr vernünftig bewegen können“, betonte Jahn-Abteilungsleiter Francesco Virzi. Er höre oft, Kraftsport sei schädlich für die Kniegelenke und den Rücken. Richtig dosiert sei genau das Gegenteil der Fall, betont Virzi. „Es hält einen fit und macht einen im Alltag belastbarer“, sagt der ehemalige Kraftdreikampf-Bundestrainer und gebürtige Peiner.

Rundum zufrieden war Wilfried Häusler trotz seiner Erfolgsserie übrigens nicht. „Im Kreuzheben hatte ich mir ein paar Kilo mehr vorgenommen“, begründete der 76-Jährige. Doch im letzten Versuch bekam er die aufgelegten 160 Kilo nur zu zwei Drittel hoch. „Im Training mache ich das locker. Aber im letzten Versuch fehlte irgendwie die Motivation, weil ich keinen Gegner hatte. Die kneifen alle“, bedauerte Häusler.

Mitschuldig für die ausgedünnten Senioren-Wettbewerbe im Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer macht er einen konkurrierenden Verband, der nicht nur mit deutlich mehr Altersklassen locke. „Um dort starten zu können, muss man auch nicht in einem Verein sein, und es gibt keine Dopingkontrollen“, klärt Häusler auf. Er will dennoch am 2. November wieder im BVDK starten, wenn in Klötze in Sachsen-Anhalt um die DM-Titel im Bankdrücken gekämpft wird. Häusler hofft, dass ihn dann erneut Francesco Virzi betreuen kann. „Ich schätze seine ruhige sachliche Art. In Greifswald hat das wunderbar geklappt.“

Von Christian Meyer

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