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Sport Regional Gansberg mit Puste, Rempe mit Sahnetag
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18:00 16.03.2018
„Mister Fünfsatz“: Der 78-jährige Vallstedter Rudi Gansberg gewann bis zum Finale alle Spiele im Entscheidungssatz. Vecheldes Josef Rempe überzeugte mit Bronze in der Königsklasse Ü40. Quelle: privat
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Kreis Peine

„Ich musste einen Sahnetag dafür erwischen – und ich habe ihn erwischt, sonst wäre mir das nicht gelungen“: Vecheldes Tischtennis-Landesliga-Spieler Josef Rempe hat Bronze bei der Senioren-Landesmeisterschaft geholt und damit zum zweiten Mal in seiner Laufbahn ein DM-Ticket gelöst. Ohnehin trumpften die Peiner bei den Wettkämpfen in Sandkrug auf. Auch die Vechelder Rainer Lindigkeit und Georg Stöter, der Ölsburger Carsten Rook und der Vallstedter Rudi Gansberg qualifizierten sich für die DM im Mai.

Ü40

Eine Viertelfinal-Gala gegen Verbandsliga-Spieler Ralf Schweneker bescherte Vecheldes Landesliga-Kapitän Josef Rempe die unerwartete Bronze-Medaille. „Das war mein bestes Spiel. Ralf ist Linkshänder, hat eine unglaublich gute Vorhand, die er nach dem Aufschlag oft schon als Endschlag einsetzt. Doch ich kam mit seinen Aufschlägen gut zurecht“, stellte Topspin-Spezialist Rempe nach seinem 3:1-Sieg fest. Die 0:3-Niederlage im Halbfinale gegen Turnier-Dominator Florian Haux vom Oberligisten MTV Wolfenbüttel konnte dem Vechelder die gute Laune nicht mehr vermiesen – „Mit Bronze hat ich nie gerechnet, das war mein größter Erfolg“, schwärmte der 42-Jährige. Rempe belohnte sich damit für eine Steigerung im Turnier-Verlauf. Denn sein zweites Gruppen-Einzel gegen Turnier-Überraschung Marcus Bergmann (TuS Celle II) hatte er verloren. Die kurze Noppe lag ihm nicht.

Zufrieden sein durfte auch Teamkollege Mirko Quoll. Mit zwei Siegen aus drei Gruppen-Spielen hatte er das Achtelfinal-Ticket gelöst. Dort steigerte er sich nach einem Fehlstart und machte es beim 1:3 noch einmal knapp gegen Bezirksoberliga-Spieler Volkmar Raudszus (TSV Lunestedt). „Mirko hat gut gespielt. Bei seiner ersten Teilnahme gleich ins Achtelfinale zu rutschen, ist ordentlich“, lobte Teamkollege Rempe.

Ü50

Gleich zwei DM-Tickets gingen nach Peine – Ölsburgs Bezirksliga-Spitzenspieler Carsten Rook und Vecheldes Landesliga-Routinier Rainier Lindigkeit belohnten sich in einem starken Turnier mit Platz fünf. „Ich war angenehm überrascht“, stellte Anti-Topspin-Belag-Spieler Lindigkeit nach seiner zweiten DM-Quali in Folge erfreut fest. Mit drei Siegen dominierte er die Gruppe. Dass er sein Viertelfinale mit 0:3 gegen Turnier-Favorit Martin Scholz vom Verbandsliga-Spitzenteam SC Hemmingen-Westerfeld verlor, wurmte ihn nicht. Im Gegenteil: „Da habe ich mein bestes Spiel gemacht. Martin hat mal 2. Liga gespielt, ist extrem abgezockt. Der liegt mir eigentlich nicht, aber ich habe mich gut verkauft.“ Im entscheidenden Spiel um Platz fünf drängte Lindigkeit Abwehrer Lothar Rieger vom Landesliga-Überflieger Oldenburger TB nach 1:1 in den Sätzen in die Defensive und gewann 3:1. „Ich habe ihn dann hinten festgenagelt“, freute sich der Vechelder.

Mit seinem sicheren Spiel aus der Halbdistanz gewann Ölsburgs Carsten Rook zwei von drei Gruppenspielen und warf im Achtelfinale auch noch Gruppensieger Torsten Gerken (TSV Hittfeld) mit 3:1 raus. Erst gegen den unangenehmen Abwehrer und späteren Landesmeister Guido Hehmann (SC Hemmingen-Westerfeld) musste sich Rook im Viertelfinale mit 0:3 geschlagen geben. „Egal wie ich schlug, der Ball kam immer wie an der Schnur gezogen flach übers Netz zurück“, staunte Rook. Den DM-Traum erfüllte er sich aber noch – mit einem Viersatz-Krimi-Sieg gegen Holger Krückemeier (TuSG Ritterhude). „Wir suchten beide die Offensive aus der Halbdistanz. Es kam zu richtig guten Ballwechseln. Zufrieden bin ich mit dem Ergebnis. Denn ich habe nicht damit gerechnet, dass ich in die Nähe einer Quali für die DM kommen könnte.“

Die große Turnier-Überraschung auf dem Schläger hatte Vecheldes Christian Havekost. Als Gruppenzweiter hatte er sich ins Achtelfinale vorgespielt und ärgerte dort nach 0:2-Satzrückstand noch Gold-Favorit Martin Scholz. Der zitterte sich nach zwei abgewehrten Matchbällen regelrecht zum 13:11-Fünfsatz-Erfolg. „Schade, das wäre der Hammer gewesen“, bedauerte Teamkollege Rainer Lindigkeit das tragische Ende. Denn Havekost hatte eine Super-Steigerung hingelegt. „Er hat irgendwann unheimlich viel Druck gemacht.“ Der Vechelder durfte sich für die verpasste Sensation aber mit der Bronzemedaille im Doppel trösten, die er mit Lindigkeit gewann.

Ü60

Der Adenstedter Bezirksklassen-Spieler Heinrich Oelkers schied mit einem Sieg in der Gruppe aus.

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Vecheldes Hansi Weich hatte den Achtelfinal-Einzug vor Augen, verlor dann aber ärgerlich nach 2:0-Führung sein letztes Gruppen-Spiel noch und schied mit einem Sieg aus.

Ü75

Er war „Mister Fünfsatz“: Auf dem Weg zu Silber gewann der Vallstedter Rudi Gansberg gleich vier von fünf Spielen im Entscheidungsdurchgang. „Das war so anstrengend, ich war noch Tage später fertig. Und zum ersten Mal war ich richtig nervenstark“, freute sich der 78-Jährige. Der Noppen-Belag-Spieler war der älteste Teilnehmer seiner Altersklasse. „Deshalb war das auch einer meiner schönsten Erfolge überhaupt“, schwärmte er. Sein bestes Spiel habe er im Krimi gegen Armin Krause (Concordia Neermoor) abgeliefert. „Im ersten Satz habe ich richtig auf die Mütze gekriegt. Danach habe ich kurze Angaben gemacht und danach sofort lang auf seinen Bauch gespielt – das klappte gut“, stellte Gansberg erfreut fest.

Erst Heinz Krause (TTC Gifhorn) konnte das Flatterball-Konterspiel des Vallstedters entschärfen, Gansberg verlor das Finale mit 1:3 und war trotzdem rundum zufrieden. „Ich habe Selbstvertrauen gesammelt. Die jungen Bengels in der Kreisklasse werden mich jetzt nicht mehr so einfach schlagen“, flachste er.

Ebenfalls zur DM darf Vecheldes Georg Stöter, er hatte sich ohne Satzverlust den Gruppensieg mit seinem saftigen Unterschnittspiel erkämpft. Das Viertelfinale verlor er nach 2:1-Satzführung noch ärgerlich gegen Klaus Abt (SV Diekholzen). Mit getrennten Partnern jeweils Bronze holten die beiden Peiner Vertreter im Doppel .

Von Christian Meyer

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