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Sport Regional Für Karate-Willi kam sogar Paul Breitner
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14:00 08.07.2017
Karate ist Familiensache: Dauer-Klubchef Willi Zimmermann beim Training. Sein Sohn Jens wurde 2016 Deutscher Meister in der Altersklasse Ü50. Quelle: Isabell Massel
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Peine

Man sieht ihm sein Alter nicht an: Willi Zimmermann – fit und agil – wird diesen Samstag 80 Jahre alt. Die Hälfte dieser Zeit war „Karate-Willi“ Vorsitzender von Karate 76. Er ist Ideengeber und Motor seines Clubs und weit über die Kreisgrenzen bekannt.

Rührig, ehrgeizig, engagiert – so kennt man Willi Zimmermann. Noch mit 66 Jahren legte er erfolgreich die Schwarzgurtprüfung in Hildesheim ab. Er sagt: „Das war mit viel Stress verbunden, und ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Mit meinem Diplom wollte ich Älteren Mut machen, sportliche Leistungen zu erreichen.“

Mut bewies Zimmermann auch beruflich. „Ich habe Maurer gelernt. Aber es traten gesundheitliche Probleme auf, denn maschinelle Unterstützung gab es kaum“, erinnert er sich. Ende der 60er-Jahre ließ er sich deshalb zum kaufmännischen Angestellten umschulen. „Später wurde ich Mitarbeiter einer Versicherung. Ich baute eine Agentur in Peine als Selbständiger auf, fing praktisch bei Null an und erarbeitete mir einen Kundenstamm.“

Bei der Umschulung in Goslar hatte Zimmermann zunächst mit dem Boxen begonnen. „Aber das war nichts für mich.“ Judo gefiel ihm besser, bald aber wechselte er zu Karate. „Diese Sportart faszinierte mich. Im April 1976 gründete ich mit einigen Gleichgesinnten unseren Club.“

Willi Zimmermann versteht es immer, Karate 76 in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Im September 1977 kam der ehemalige Fußball-Profi Paul Breitner in die Fuhsestadt. Mehr als 1000 D-Mark konnte der rührige Vorsitzende an die „Lebenshilfe“ übergeben. Diese Organisation wie auch „Keiner soll einsam sein“ sind immer wieder die Adressaten der sportlichen Wohltätigkeitsveranstaltungen. Aber auch beim Eulenfest oder der Wirtschaftsschau ist Willi Zimmermann mit seinen Akteuren zu finden, wenn die Stadt bei ihm anruft und er im Rahmenprogramm auftreten soll.

Stolz ist der erste Vorsitzende auf die Erfolge, die sein Verein mit knapp hundert Mitgliedern vorweisen kann. Dazu gehören zahlreiche Landesmeisterschaften und Platzierungen bei der Deutschen Meisterschaft. Sein Sohn Jens hat mehrmals die Landesvizemeisterschaft errungen und ist einer der wenigen Karatesportler in Niedersachsen, die den fünften Dan besitzen.

Noch etwas verdient Anerkennung: Seit vielen Jahren zeichnet sich der Verein bei der Teilnahme an den Prüfungen zum Erwerb des Deutschen Sportabzeichens aus. Damit stellen die Mitglieder ihre allgemeine Fitness unter Beweis.

Willi Zimmermanns Devise war immer: „Geht nicht, gibt’s nicht!“ Das hat er ebenfalls seinen Söhnen Jörg und Jens vermittelt. Unterstützung hat Willi Zimmermann in all den Jahren von seiner Frau Brigitte erfahren. Der unermüdliche „Macher“ will noch lange aktiv bleiben, falls es seine Gesundheit zulässt.

Von Peter Baumeister

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