Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional Frust bei Peinern: Letzter und nächste Verletzte
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Frust bei Peinern: Letzter und nächste Verletzte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 11.02.2019
Talent Florentine Schöffski musste ihr Einzel verletzt aufgeben. „Zwischen Dehnung und Bänderriss – noch ist offen, was es ist“, sagt VfB/SC-Trainer Heiner Brandes. Quelle: Ralf Büchler
Peine

„Ich fürchte, das war es mit der 2. Liga, jetzt haben wir nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt“, sagte ein geknickter VfB/SC-Trainer Heiner Brandes.

VfB/Ski-Club PeineSpVgg Sterkrade 2:5 (11:15). Rund 100 Zuschauer hatten versucht, die abstiegsgefährdeten Peiner zum Sieg zu klatschen, doch der Start ins Kellerduell ging gründlich daneben. „Uns fehlte der typische Dosenöffner“, stellte Heiner Brandes fest. Vor allem dem möglichen Punkt im ersten Herren-Doppel trauerte der VfB/SC-Coach nach. Denn Lucas Gredner und Lukas Behme hatten ein starkes Spiel gegen Benjamin Tzschoppe und Niclas Kirchgeßner abgeliefert und sahen nach 2:1-Satzführung und einem guten Vorsprung im Entscheidungssatz schon wie die Sieger aus. Doch eine Schiri-Entscheidung brachte die Peiner raus, und ihre Kontrahenten vom Aufsteiger aus Oberhausen drehten mit Dusel die Partie noch mit 11:9. „Zum Schluss war ziemlich viel Nervosität bei unseren Jungs dabei. Und der letzte Punkt war klassisch für diese Saison ein Netzroller gegen uns“, haderte Brandes.

Krzysztof Jakowczuk und Niklas König hatten im zweiten Herren-Doppel Probleme mit den stürmischen Netzattacken von Aaron Sonnenschein und Markus Hennes und verloren 1:3. „Die beiden sind Einzel-Spezialisten, da hat man leider gemerkt, wie sehr uns Daniel Porath im Moment fehlt“, sagte Brandes. Inzwischen steht fest, dass Peines Doppelspezialist mit dem schnellen Armzug am Herz operiert werden muss. „Bei ihm wurde Herz-Vorhof-Flimmern festgestellt. Daniel konnte zuletzt auch nur noch bedingt arbeiten“, erklärte Brandes, der hofft, dass der frühere Gifhorner überhaupt noch einmal sein Badminton-Comeback geben kann.

Das Verletzungspech der Peiner setzte sich sogar im Kellerduell fort: Talent Florentine Schöffski knickte im Damen-Einzel gleich im ersten Satz um, kämpfte sich danach zwar sogar noch zum 1:1-Satzausgleich, „doch die Probleme wurden immer schlimmer“, bedauerte Brandes. Im vierten Satz musste Schöffski aufgeben. „Das ist unsere siebte Verletzung in dieser Saison“, sagte Trainer Heiner Brandes kopfschüttelnd.

Weil auch Nadine Cordes und Laura Gredner nach ihren Verletzungen noch nicht wieder an alte Doppel-Leistungen anknüpfen konnten, lagen die Peiner bereits 0:4 hinten. Der Traum vom Kellerduell-Sieg, er war bereits zerplatzt!

Doch der VfB/SC bewies abermals Moral und schnupperten zumindest noch an einem Punkt. Der Pole Krzysztof Jakowczuk fegte Benjamin Tzschoppe im Spitzenspieler-Duell regelrecht von der Badminton-Matte in der Vöhrumer BBS-Halle. „Läuferisch war das überragend. Krzysztof konnte sogar mit angezogener Handbremse spielen, wurde es mal eng, hat er einfach das Tempo angezogen“, schwärmte Trainer Heiner Brandes.

Einen Top-Auftritt legten zudem Lucas Gredner und Nadine Cordes im Mixed hin. „Sie haben jederzeit das Spiel bestimmt und die Abstimmung bei der Feldaufteilung war perfekt“, lobte Brandes. Es stand nur noch 2:4 und die Peiner hatten ja noch ihr Ass im Ärmel.

Im zweiten Herren-Einzel gab Ex-Nationalspieler Sven-Eric Kastens sein Comeback – doch das Ass stach nicht. Die Gäste hatten mit Aaron Sonnenschein einen laufstarken Youngster gegen den Routinier aufgeboten, der neun Monate lang keinen Wettkampf mehr bestritten hatte. Kastens gewann den ersten Satz zwar noch, doch dann musste er sich dem Tempo-Spiel des Oberhauseners knapp geschlagen geben. „Aaron hat das allerdings auch super gemacht und Sven lang in die Ecken gespielt, sodass er lange Laufwege machen musste“, erkannte Peines Trainer an. Damit war auch der erhoffte Trostpflaster-Punkt futsch. „Frust war schon da, vor allem wegen dieses doofen Herren-Doppels“, bilanzierte Brandes, der mit seinem Team in zwei Wochen beim Doppel-Heimspieltag auf den Dritten Trittau II und den Zweiten Wesel trifft. „Da müssen wir uns schon ganz schön langmachen, aber ein Punkt ist immer drin“, betont Peines Trainer.

Spiele: Lucas Gredner/Lukas BehmeBenjamin Tzschoppe/Niclas Kirchgeßner 11:8, 7:11, 11:5, 8:11, 9:11; Nadine Cordes/Laura Gredner – Leona Michalski/Jessica Röthel 8:11, 7:11, 4:11; Krzysztof Jakowczuk/Niklas KönigAaron Sonnenschein/Markus Hennes 8:11, 5:11, 11:8, 7:11; Jakowczuk – Tzschoppe 11:3, 11:5, 11:3; Florentine Schöffski/Leona Michalski 12:14, 11:4, 6:11, 1:11 nach Aufgabe, Gredner/CordesKirchgeßner/Röthel 11:7, 13:11, 11:5; Sven-Eric KastensAaron Sonnenschein 12:10, 6:11, 7:11, 10:12.

Von Christian Meyer

Sie wollten endlich ihren Geismar-Fluch besiegen, doch daraus wurde nichts: Die Handballer des Verbandsliga-Aufsteigers MTV Groß Lafferde verloren ihr Auswärtsspiel beim Angstgegner 29:35 und setzten damit ihre Niederlagenserie in der Geismarer Halle fort. Abteilungs-Leiter Steffen Slabon monierte vor allem die Einstellung seines Teams.

11.02.2019

Sie ließen dem Tabellendritten keine Chance: Vater Jahns Oberliga-Handballerinnen bezwangen überraschend deutlich die Spitzenmannschaft Rohrsen. Dabei legten die Peinerinnen einen außergewöhnlichen Lauf von 12:1-Toren in 22 Minuten hin und führten zur Pause sensationell mit 17:4.

10.02.2019

Er ist Co-Kapitän, Jugendcoach und Vize-Abteilungsleiter: Für Volleyball-Regionalligist Vallstedt engagiert sich Oliver Wendt gerne, weil er mit dem SV Grün-Weiß einen „Wohlfühl-Verein“ gefunden hat. Samstag trifft Vallstedts „Team-Vulkan“ auf seinen Ex-Klub MTV Gifhorn und warnt davor, den Aufsteiger zu unterschätzen.

08.02.2019