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Sport Regional Frauenfinale: Eine Mannschaftsfahrt als Motivationsspritze für Plockhorst
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23:10 22.06.2012
So freute sich die SG Solschen/Ölsburg 2011 über den Titel. Quelle: im
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Plockhorsts Trainer Gerald Wiedenroth greift vorm Spiel gegen Titelverteidiger SG Solschen/Ölsburg tief in die Ansporn-Trickkiste: „Wenn wir gewinnen, gibt es eine Mannschaftsfahrt.“

SSV Plockhorst - SG Solschen/Ölsburg (Sonntag, 14 Uhr). Die Vorfreude beim SSV auf das Kreispokal-Finale ist riesig, gelang den Plockhorsterinnen doch erstmals der Einzug. Trotzdem sind sie kurioserweise leicht favorisiert. Während der SSV nämlich die Kreisliga-Saison als Zweiter abschloss, mühte sich die SG zu Platz sechs. Mit 3:1 und 6:1 gewannen die Plockhorsterinnen die Liga-Duelle. „Ich denke schon das wir Favorit sind“, sagt SSV-Trainer Gerald Wiedenroth, dem dennoch ein wenig mulmig ist vor dem Auftritt. Der Grund: Diese beeindruckende Pokal-Serie, die die SG Solschen/Ölsburg hingelegt hat. In sechs Jahren stand die SG viermal im Endspiel um den Kreispokal und gewann dreimal. „Das hat man natürlich schon im Kopf“, sagt Wiedenroth, der dem Gegner mit seinem Team aber zu gerne die Titelverteidigung vermasseln würde. Die Stimmung sei locker und gut. Im Abschlusstraining studierten die SSVerinnen noch fleißig Eck- und Freistoßvarianten ein. „Vielleicht können wir die SG damit überraschen“, hofft Wiedenroth. Elfmeterschießen indes stand nicht auf dem Trainingsplan. „Das können wir“, erinnert Wiedenroth an den Halbfinalsieg gegen die FSG Vöhrum/Blumenhagen, bei dem SSV-Torhüterin Ayla Beuermann gleich drei Schüsse im Elfer-Schießen abwehrte und fast alle Plockhorsterinnen verwandelten.

Dass auch sie nervenstark vom Elfmeterpunkt sind, bewiesen die Fußballerinnen der SG Solschen/Ölsburg im Pokal-Finale des vergangenen Jahres. Sie besiegten die SG Schmedenstedt/Dungelbeck mit 5:3 vom Elfmeterpunkt. Thomas Papendorf und seine Pokalspezialistinnen würden nur allzu gerne wieder feiern, nicht zuletzt aufgrund der tollen Kulisse. „Gerade für den Frauenfußball ist das immer etwas besonderes. Die Anspannung und Aufregung bei uns kommt jedes Mal wieder“, betont er. Trotz der eher durchwachsenen Saison hat Papendorf große Hoffnung auf die Titelverteidigung. „Im Pokal ist bei den Spielerinnen einfach dieser eiserne Willen da. Und wir können mit 16 Spielerinnen anreisen. In der Saison haben uns häufig viele aus beruflichen Gründen gefehlt.“

Auch Papendorf verzichtete im Abschlusstraining auf Elfmeter. „Man kann diese Pokal-Atmosphäre nicht nachstellen“, begründet der Coach, der lieber noch einmal etwas für die Ausdauer tat. „Denn wir müssen 90 Minuten konzentriert sein, ich rechne mit einem starken Gegner.“

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