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Sport Regional Film-Fan Porath hofft aufs Peiner Happy End
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14:00 24.03.2018
Gefürchtet für seinen Schmetterschlag: Peines Neuzugang Daniel Porath (vorne). Mit Sven Kastens bildet er ein starkes Doppel. Quelle: Ralf Büchler
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Peine

Mit Krimis kennt sich Daniel Porath aus. Er sammelt Filme, an die 400 DVDs stehen in seinen Regalen. Und er liest gerne, zuletzt wieder einen Teil der Jack-Reacher-Reihe, in der ein ehemaliger Militärpolizist in James-Bond-Manier Verbrecher jagt. Spannung auszuhalten – das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen fürs Wochenende, an dem es für Daniel Porath und die Badminton-Zweitliga-Asse des VfB/Ski-Club Peine in zwei Abstiegsendspielen um den Klassenerhalt geht. Nervös? „Nein, eher positiv aufgeregt. Ich freue mich auf die Spiele. Selbstvertrauen und Motivation sind da, die Vorbereitung lief gut“, sagt der 29-Jährige.

Ein Armzug wie die Westernhelden

Seit dieser Saison schlägt der Braunschweiger für Peine auf. Elf Jahre hatte er zuvor für den BV Gifhorn von der Niedersachsenliga bis zur Bundesliga geschmettert. Gefürchtet: Sein Armzug. Denn der ist so blitzschnell wie der der Revolverhelden in Western. „Daniel hat einen der schnellsten Ellenbogen überhaupt. Wenn er zufasst, dann kracht es. Er hat einen Mörder-Smash. Und er ist ein begnadeter Doppelspieler, der weiß, wo es beim Gegner wehtut. Für uns ist er ein Glücksfall, weil er ein echter Teamspieler ist“, schwärmt VfB/SC-Coach Heiner Brandes.

Oft fährt Porath eines der beiden Autos, mit denen die Peiner zu Auswärtsspielen anreisen. Dass er mitunter nur für ein Doppel 300 Kilometer bis nach Solingen fährt – für Porath kein Problem. Zumal: „Die Zählweise bis 11 verlangt so viel Konzentration ab, dass ich nach einem Spiel so kaputt bin wie nach einem ganzen Training. Mir reicht ein Spiel vollkommen aus, ich fiebere dafür bei jeder Partie mit“, sagt er.

Dass er noch einmal zu einem höherklassigen Verein wechselt, das konnte sich Daniel Porath Anfang des vergangenen Jahres noch kaum vorstellen. „Ich bin in einem Alter, da hatte ich eher überlegt, etwas kürzer zu treten“, sagt der Controlling-Mitarbeiter des Energieversorgers Avacon. Doch Lucas Gredner habe ihm den Wechsel nach Peine schmackhaft gemacht, und jetzt weiß Porath: „Es war die richtige Entscheidung. Das hat mir noch einmal neue Motivation gegeben. Das Schöne an Peine ist, dass wir alle in der Nähe wohnen und zusammen trainieren können – dadurch ist der Zusammenhalt gut. Es macht Spaß“, lobt Porath.

Deshalb hat der gebürtige Nordstemmer auch bereits für die kommende Saison zugesagt – egal, ob die Peiner wieder absteigen oder nicht. „Ein Weltuntergang wäre das sowieso nicht – damit müssten wir uns abfinden und halt wieder aufsteigen“, sagt er. Doch zunächst will er mit dem VfB/Ski-Club alles dafür geben, mit zwei Siegen die Klasse zu halten.

Mit Muffensausen gehen die Peiner nicht in ihre Alles-oder-nichts-Spiele gegen direkte Konkurrenten am Samstag bei der SG EBT Berlin (14 Uhr) und am Sonntag in der Vöhrumer BBZ-Halle gegen den 1. BC Beuel II. „In Berlin erwarte ich eine sehr ausgeglichene und spannende Partie. Das Hinspiel haben wir 4:3 gewonnen, da hatten wir allerdings nicht unser etatmäßiges Damen-Doppel dabei. Das ist jetzt anders. Unser Ziel ist es, ein 5:2 zu holen“, sagt Porath.

Dabei setzt er auch auf die Unterstützung der VfB/SC-Vereinskollegen. Rund 15 haben zugesagt, das Peiner Team in Berlin zu unterstützen. „Das wäre echt cool und könnte noch einmal den letzten Kick geben“, sagt Porath.

Im Heimspiel am Sonntag rechnet er ohnehin mit einer vollen Halle und wirbt bei allen Peinern, sich doch einmal den Spitzensport live vor Ort anzusehen. Eines kann er versprechen: „Wir werden um jeden Punkt kämpfen und nochmal richtig Hackengas geben.“

Von Christian Meyer

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