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Sport Regional „Es wird eine Fortsetzung geben“
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18:00 23.05.2017
Harun Sipahi (links) und Erdogan Kadrija schenkten sich nichts. Quelle: Isabell Massel
Gross Ilsede

Der Einzug von Harun Sipahi war fernsehreif. Begleitet von der türkischen Folkloregruppe Osmanli Mehter Takimi des Vereins Tüat zog der Tross mit Trommeln und Zurna (altosmanische Holzflöte) durch die Gebläsehalle in den Ring. Es folgten die deutsche und die türkische Nationalhymne, zu denen sich alle von den Sitzen erhoben.

Sipahis Gegner Erdogan Kadrija aus Cloppenburg ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und forderte den Militärweltmeister von 2005 sofort. Auf zehn Runden war der Kampf angesetzt, und beide Boxer beeindruckten mit relativ hohem Tempo über die gesamte Distanz. Kadrija hatte Reichweiten-Vorteile und ist einen halben Kopf größer als Sipahi. Den Nachteil versuchte der Wolfenbütteler wettzumachen, indem er immer wieder in den Gegner hineinsprang, um zu treffen. Dank seiner Erfahrung gelang es dem 36-Jährigen meist, den oft ungestümen Angriffen Kadrijas auszuweichen oder zu kontern. Es war ein enger Fight, in dem die Punktrichter Sipahi vorn sahen: zweimal mit 98:92, einmal mit 97:93.

„Das war ein schwerer Kampf, und es lief nicht so, wie ich es gewünscht hatte“, gestand Sipahi. „Mit Lebertreffern wollte ich Edi die Luft nehmen, aber mir ist nur einer gelungen. Der Kampf war auch technisch nicht so sauber wie erhofft.“

Auch die Vorbereitung war nicht gerade optimal: Sipahi bekam Magenprobleme, plagte sich am Kampftag mit Nackenschmerzen – und er war in die Organisation der „Fight Night“ eingebunden, was einen Großteil der Konzentration erforderte. „Zum Sieg hat es zum Glück gereicht.“

„Ich hatte mich in sechs der zehn Runden vorn gesehen“, sagte sein 30-jähriger Gegner. „Aber im Boxen gibt es den Heimvorteil.“ Gleich nach dem Kampf bat Kadrija um einen Rückkampf, und Sipahi schlug den Wunsch nicht aus. Einen Termin gibt es allerdings noch nicht.

Zum Auftakt der Fight Night hatten Resul Kocak vom BC 62 und Ali Hammoudi (BC 72 Braunschweig) geboxt. Kocak, der gerade bei der Deutschen Meisterschaft Dritter in der U15 geworden war, siegte über drei Runden. Auch die Peiner Diyar Akyapi (gegen Sleiman Dijar vom BC Hannover-Kleefeld) und Engin Aslan (gegen Daian Drini vom BC 72 Braunschweig) siegten. Im Schwergewicht war der Peiner Alper Kocak dem Salzgitteraner Samet Bal unterlegen – aber nur von der Kilozahl her. Den Kampf gewann er und bedankte sich mit einem kleinen Tänzchen bei den Zuschauern für den Applaus.

Von den fünf folgenden Profibegegnungen endeten vier vorzeitig durch technischem K.o., also der Aufgabe. So siegten Sherif Morina gegen Ziya Gökhalp (Weltergewicht), Marcel Littau gegen Endrit Morina (Halbschwergewicht), Misto Abdulaev gegen Süleyman Dag (Mittelgewicht) und Amin Winter gegen Khalid Shenwary (Halbweltergewicht).

Den bis dahin besten Kampf lieferten sich Limi Tairi und Moris Markowitsch im Halbschwergewicht. Der Gifhorner Tairi hatte lautstarken Anhang mitgebracht – und er gewann seinen ersten Profikampf, allerdings sehr knapp. Bei der Verkündung des Urteils gab es deshalb einige Pfiffe.

Am Ende der Veranstaltung gab es Applaus – und Ercan Caliskan strahlte. Der Vorsitzende des BC 62 war froh, dass das Wagnis so gut abgelaufen war. Sowohl für seinen Verein und die zahlreichen Helfer als auch für die Gebläsehalle war es die erste große Box-Veranstaltung. „Es wird bestimmt eine Fortsetzung geben.“

Von Matthias Press

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