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Eine Achterbahnfahrt für die Gefühle

Handball: Eine Achterbahnfahrt für die Gefühle

Als die Schlusssirene ertönte, entlud sich die Anspannung: Die Jahner nahmen ihren Trainer Michael Netzel in die Mitte, tanzten um ihn herum und schrien ihre Freude über den ersten Platz der Relegationsrunde und den damit verbundenen Aufstieg in die Handball-Oberliga der B-Jugend hinaus.

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Quelle: Ralf Büchler

MTV VJ Peine - TuS Empelde 26:28 (15:7); TuS Empelde - JSG Uelzen 23:29 (12:12), MTV VJ Peine - Uelzen 25:12 (11:7). Dramatik, Hektik und eine lautstarke Atmosphäre - die alles entscheidenden Spiele werden den Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Dabei sah es für die gastgebenden Jahner vor Beginn ihrer zweiten Partie nicht sonderlich gut aus. Denn ihr Auftaktspiel gegen den TuS Empelde hatten sie verloren, obgleich selbiges kurz nach der Pause eigentlich schon entschieden war, führte doch der MTV zu diesem Zeitpunkt mit zehn Treffern.
Aber der TuS machte das scheinbar Unmögliche noch möglich, wobei das Geschehen in den letzten 20 Minuten das Nervenkostüm arg strapazierte - es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für beide Seiten. Zwar bemühten sich die Peiner, doch ihnen gelang im Angriff kaum noch etwas. „Außerdem hat die Abwehr die Arbeit eingestellt“, monierte Jahn-Trainer Michael Netzel.
Dagegen trumpften die Empelder groß auf - und in der umkämpften Schlussphase hatten sie mehr zuzusetzen, gewannen deshalb auch mit 28:26. „Unglaublich“, sagte Netzel, „solch ein Ding darf man nicht mehr aus der Hand geben.“
Aber Glück im Unglück für die Jahner: Sie durften zunächst einmal regenerieren, während der TuS nach einer Pause von 15 Minuten erneut antreten musste. Und die geringe Erholungsphase machte sich ab Mitte des zweiten Abschnittes negativ bemerkbar. Bis dahin verlief die Partie ausgeglichen, in der verbleibenden Zeit jedoch bauten die Empelder zusehends ab. Diesen Kräfteverschleiß nutzte Uelzen konsequent aus, gewann mit 29:23.
Folglich musste der MTV mit fünf Toren Unterschied gegen Uelzen gewinnen, um doch noch aufzusteigen. „So richtig geglaubt hat keiner mehr daran“, gestand Netzel. „Denn dazu waren die Jungs körperlich und auch mental eigentlich zu platt, da sie die Niederlage gegen Empelde noch nicht verarbeitet hatten.“
Seine Befürchtungen bestätigten sich indes nicht. Zwar tat sich Jahn anfangs schwer, doch nachdem Netzel umstellte, Marius Müller auf die Linksaußenposition beorderte, „lief es viel besser“, sagte der Coach. „Mit seinen acht Toren hat Marius maßgeblich zum Erfolg beigetragen“, erklärte Netzel, dessen Team diesmal nach dem Seitenwechsel keinen Einbruch erlitt. Im Gegenteil: Jahn dominierte und siegte souverän - der Rest war Jubel und ein Trainer, der es kaum fassen konnte, was für eine starke Leistung die Seinen abgerufen hatten. Sein Fazit: „Letztlich sind wir verdient aufgestiegen“. Wichtig sei nun, „dass wir den kleinen Kader aufstocken, da die nächste Saison enorm schwer wird.“
Für den MTV Peine spielten: Jan Koob - Maximilian Görl (8), Niklas Kaufmann (18), Kevin Deister (2), Marlon Meier (11), Timo Behrens (3), Jannik Müller (1), Marius Müller (8).

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