Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Ein Schub fürs Selbstvertrauen

Interview Ein Schub fürs Selbstvertrauen

NACHGEFRAGT … bei Pascal Üstün, Angreifer bei GW Vallstedt.

Herr Üstün, herzlichen Glückwunsch zum PAZ-Cup-Sieg. Mussten Sie heute kurzfristig bei der Arbeit freinehmen?

Ich bin nur etwas später gekommen als üblicherweise. Wir haben in unserer Vallstedter Stammkneipe Mimmis Bierquelle den Titelgewinn gebührend gefeiert, und ich war morgens doch ganz schön gerädert.

Wissen Sie noch, was Sie am 6. Januar vor sechs Jahren gemacht haben?

Da habe ich das Ding schon mal mit Vallstedt gewonnen. Willi Feer war Trainer. Es ist immer schön mit Vallstedt zu siegen. Viele Zuschauer sind gegen uns, weil wir das Image der Geldsäcke weg haben. Aber die Zeiten sind lange vorbei. Das Turnier hat einen hohen Prestigewert, die Mannschaften, die sich für die Endrunde qualifizieren sind nicht ohne Grund da. Allerdings glaube ich, dass die besten Hallenteams beim PAZ-Cup früher noch viel stärker waren.

Im Finale sind Sie auf Ihren Ex-Klub SV Lengede getroffen. War es ein besonderes Duell für Sie?

Nö, auch wenn mein Schwager Felix Hohlstein dort spielt. Ich bin in meinem halben Jahr in Lengede nie richtig angekommen, dafür habe ich aufgrund meiner Verletzung zu wenig gespielt. Ich habe eine Mittelfußarthrose auf dem Spann und aufgrund der Fehlhaltung ein chronisch entzündetes Knie bekommen. Nach einer Spritzentherapie und maßgeschneiderten Einlagen kann ich nun endlich fast wieder schmerzfrei Fußball spielen.

Man sieht’s. Mit elf Toren führten Sie lange Zeit die Torjäger-Liste der Peiner Kicker auf Bezirksebene an. Warum hat es Sie noch einmal zu Ihrem alten Klub Vallstedt gezogen?

Der sportliche Anreiz war hoch, zudem kannte ich noch viele Leute. Und Trainer Michael Nietz ist ein guter Freund von mir.

Gemeinsam haben Sie Lengede entthront. Bisher haben sich alle Teams die Zähne daran ausgebissen, den PAZ-Cup zu verteidigen. Warum ist das so schwer?

Der Erwartungsdruck auf den Titelverteidiger ist vielleicht etwas höher als bei allen anderen. Man muss unheimlich diszipliniert spielen, um erfolgreich zu sein. Wir hatten das Glück, dass Tobias Schmidt und Andreas Peters einen richtig guten Tag erwischt haben und ihr riesiges Potenzial abrufen konnten.

Was bedeutet der Titelgewinn in der Halle für die Rückrunde in der Bezirksoberliga?

Der PAZ-Cup ist ein echter Gradmesser. Wir sind die einzige Mannschaft gewesen, die zehn Spiele gewonnen hat. Das gibt einen richtigen Schub fürs Selbstvertrauen, vor allem weil wir in der Liga schon lange nicht mehr gewonnen haben. Ich bin überzeugt davon, dass wir auch deshalb die Klasse halten werden.

Interview: Christian Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport Regional