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Sport Regional Ein Rad-Abenteuer durch Wald und Wiesen
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06:16 09.07.2012
Zwei Fahrer schieben ihr Rad eine Weide hinunter. Auf dem Europawanderweg X1 musste die Radsportler mehrmals absteigen.
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„Das war auf jeden Fall das härteste, was ich in diesem Jahr gemacht habe“, sagte der Radsportler vom Peiner Eulenexpress.

Dafür braucht man wahrlich eine Allzweckwaffe. Mit einem stabileren Rennrad mit breiteren Reifen, einem sogenannten Cyclo-Cross ging Andre Ditzen das Rad-Abenteuer an. Das Besondere: Die Strecke führte ausschließlich über den Europawanderweg X1. Da dort normalerweise Wanderer langstiefeln, konnte es aufgrund der Streckengegebenheiten auch schon einmal vorkommen, dass die 27 Teilnehmer ihr Rad schultern mussten, um Treppen zu steigen oder Trampfelpfade zu meistern. „Man muss sich vorstellen, man fährt 400 Kilometer durch den Peiner Herzberg“, verglich Ditzen. Über Wiesen, Feld- und Waldwege strampelten die Radsportler. „Der Asphaltanteil an der Strecke betrug weniger als 20 Prozent. Es rollte kaum, deshalb hat man sich auf jedes kleine Stück Asphalt auch gefreut“, betont Ditzen.

Im flachen Norden kletterten die Fahrer dennoch erstaunliche 2500 Höhenmeter. Steigungen waren es jedoch keinesfalls, die die Cross-Tour so sportlich anspruchsvoll machten. „Es war die Distanz und der Untergrund“, unterstricht Ditzen.

Rund neun Stunden saß er täglich im Sattel, um die Teilstrecken von 195 und 215 Kilometern abzureißen. Obwohl: Gesessen hat der EDV-Leiter der Peiner Stadtverwaltung genaugenommen kaum. „Auf den Strecken fährt man eher im Stehen.“ Und mitunter auch mal zwei Stunde alleine. Das Feld zog sich auseinander. Ditzen kämpfte für sich mit Schotterpisten und Wurzeltrails. „Aber ich mag das. So ist der Sport für mich auch ein sinnliches Erlebnis“, schätzt Ditzen die Ruhe.

An einigen Passagen war es jedoch von Vorteil, die Teilnehmer fuhren sie in Gruppen. Das Unwetter in Schleswig-Holstein hatte seine Spuren hinterlassen. Weiter fahren konnte nur, wer abgeknickte Äste vom Weg räumte. Trotz des teilweise steinigen und unebenen Untergrunds meisterten Ditzen die 415 Kilometer mit nur einem Plattfuß in der Brutto-Fahrzeit von 23:45 Stunden. Damit erreichte er als Neunter das Ziel. Entkräftete Oberschenkel, beanspruchte Handgelenke - „Danach habe ich mir erstmal zwei Wochen Radpause verordnet“, sagte Ditzen.

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Wiederholung? Gerne wieder!

Radsportler Gerald Heiß aus Hamburg hatte die Idee zu dem ersten „FLXHH“-Cross-Radmarathon von Flensburg nach Hamburg. Der Peiner Andre Ditzen war begeistert von der Organisation. Ein Helferteam versorgte die Radsportler unter anderem mit Kuchen und Kaffee. Heiß hatte die Fahrer mit einem Roadbook, einer detaillierten Streckenbeschreibung, ausgerüstet.

Nach der ersten Etappe durften die Teilnehmer in seinem Garten in Eutin zelten und hatten trotz 195 Kilometer in den Beinen noch bis 23.30 Uhr Spaß beim Grillabend. Als Finisher erhielt Ditzen eine Plakette. „Unglaublich, was man mit 15 Euro Startgebühr alles anstellen kann“, lobte der Handorfer, der sich auf eine Fortsetzung freuen würde. „Gerne wieder, aber eine andere Strecke.“

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