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Doppel-Schnellstart putscht den VfB/SC auf

Badminton, 2. Liga Doppel-Schnellstart putscht den VfB/SC auf

Der Aufsteiger lässt sich nicht abschütteln: Die Badminton-Zweitliga-Asse des VfB/Ski-Club Peine haben beim 4:3-Krimi-Sieg in Mühlheim zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Sven Kastens biss sich sogar grippegeschwächt durch, und Lucas und Laura Gredner behielten im entscheidenden Mixed die Nerven.

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Sie sorgten für die größte Überraschung gegen Mühlheim: Lucas Gredner (links) und Niklas König gewannen ihr Doppel klar.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. Der Aufsteiger lässt sich nicht abschütteln: Die Badminton-Zweitliga-Asse des VfB/Ski-Club Peine haben beim 4:3-Krimi-Sieg in Mühlheim zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Sven Kastens biss sich sogar grippegeschwächt durch, und Lucas und Laura Gredner behielten im entscheidenden Mixed die Nerven. „Es war genial. Wir sind mit den zwei Punkten mehr als zufrieden, ein mögliches 5:2 wäre das Sahnehäubchen gewesen“, bilanzierte VfB/SC-Coach Heiner Brandes. Im zweiten Spiel kassierten die Peiner eine verschmerzbare 0:7-Heimspiel-Lehrstunde gegen Spitzenreiter Wittorf. Brandes war sich sicher, den kommenden Meister gesehen zu haben. „Das war 1. Liga gegen 2. Liga“, sagte er.

1. BV Mühlheim II – VfB/SC Peine 3:4 (12:14). Erst am Abend vorm Spiel kam die erlösende Nachricht: Peines Spitzenspieler Sven Kastens wollte es probieren und seinem Team grippegeschwächt helfen: „Ein ganz großes Lob an Sven. Er war nicht fit und hat trotzdem zwei Punkte geholt“, betonte Trainer Heiner Brandes. Im Doppel habe Daniel Porath deshalb etwas mehr Verantwortung übernommen – mit Erfolg. „Die beiden sind inzwischen gut eingespielt und haben das Spiel in den richtigen Momenten auch mal langsamer gemacht“, lobte Brandes seine Schützlinge für den Dreisatzsieg.

Ebenfalls in drei Sätzen fegten Lucas Gredner und Niklas König etwas überraschend ihre Kontrahenten vom Feld. Mit seiner unorthodoxen Doppel-Spielweise ärgerte König die Gegner. Er suchte den schnellen Weg an die Netzkante. Das fruchtete. „Das war der Dosenöffner. Unser Schnellstart in den Doppeln hat uns unheimlich geholfen, weil er Sicherheit gegeben hat und Mühlheim schon unter Druck stand“, analysierte Brandes.

Im Einzel spielte Kastens seine Routine aus und siegte in vier Sätzen. „Viel länger hätte es allerdings bei Svens Kraft auch nicht dauern dürfen“, merkte Brandes an, „zum Glück ist sein Gegner im letzten Satz unheimlich hibbelig geworden.“

Den Sieg perfekt machten die Gredner-Geschwister im Mixed, das in den fünften Satz ging. „Da war ich schon ziemlich nervös“, räumte Brandes ein, doch seine Schützlinge hätten im entscheidenden Moment „richtig abgezockt“ gespielt. „Die beiden sind super eingespielt, jeder weiß, welche Seite er zuzumachen hat.“ Sogar ein 5:2-Erfolg und damit drei Punkte waren möglich, doch Frank Juchim wurde für seine Aufholjagd im Einzel gegen René Rother nicht belohnt. Einen 0:2-Satzrückstand hatte er ausgeglichen und dann den Entscheidungssatz doch 6:11 verloren. „Die Aufholjagd kostete einfach zu viele Körner“, stellte Brandes fest.

Spiele: Christopher Skrzeba/Pasquale Czeckay – Lucas Gredner/Niklas König 4:11, 5:11, 9:11; Katharina Altenbeck/Yurie Kinoshita – Nadine Cordes/Laura Gredner 11:6, 11:6, 11:6; Julian Lohau/Jonathan Rathke – Sven Kastens/Daniel Porath 9:11, 12:14, 10:12; Skrzeba – Kastens 8:11, 11:9, 11:13, 3:11; Kinoshita – Cordes 11:0, 11:0, 11:0 kampflos, Lohau/Altenbeck – Gredner/Gredner 9:11, 13:11, 7:11, 11:7, 5:11; René Rother – Frank Juchim 11:6, 13:11, 8:11, 10:12, 11:6.

VfB/SC Peine – Blau-Weiß Wittorf 0:7 (3:21). Mit dem 7:0 konnten die Wittorfer die Peiner nicht schocken, ganz im Gegenteil: „Es hat trotzdem Spaß gemacht“, sagte Peines Coach Heiner Brandes. Gegen den Titelfavoriten habe der Aufsteiger befreit aufspielen können. Zumal: Sven Kastens kurierte seine Grippe aus und fehlte. Und Nadine Cordes trat im Einzel wie schon in Mühlheim nicht an, um ihre Schulter zu schonen.

Die Peiner feierten keine Siege, dafür Satzgewinne. Im Doppel etwa legten Nadine Cordes und Laura Gredner mit einem 11:5 famos los. „Leider hat Nadine irgendwann zu hart draufgehauen, so dass ihre Schulterschmerzen wieder aufbrachen. Aber man hat gesehen, was die beiden für ein Potenzial haben“, merkte Brandes an.

Die Peiner sollten die Partie nutzen, um Erfahrung zu sammeln und hätten aufgezeigt bekommen, woran sie noch zu arbeiten haben. „Zum Beispiel daran, dass man nicht immer nur hart angreifen muss, sondern platziert mitunter effektiver ist. Schläge, die in der Regionalliga immer Punkte waren, funktionieren hier nicht mehr, weil sie noch wiedergebracht werden“, verdeutlichte der VfB/SC-Coach.

Spiele: Lucas Gredner/Daniel Porath – Gregory Mairs/Bjarne Geiss 9:11, 11:6, 8:11, 5:11; Nadine Cordes/Laura Gredner – Lyddia Cheah Yi Yu 11:5, 5:11, 4:11, 5:11; Frank Juchim/Niklas König – Lucas Bednorsch/Rafal Hawel 10:12, 5:11, 7:11; Juchim – Bednorsch 4:11, 4:11, 11:4, 8:11; Cordes – Yi Yu 0:11, 0:11, 0:11 kampflos, Gredner/Gredner – Mairs/Küspert 6:11, 9:11, 10:12; König – Hawel 5:11, 7:11, 6:11.

Von Christian Meyer

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