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Dogan Öztürk: „Für’s erste Mal war das sehr gut“

Migrationsfest in Woltorf Dogan Öztürk: „Für’s erste Mal war das sehr gut“

„Das war mehr als ein Versuchsballon. Das hat super eingeschlagen“, freute sich Wilhelm Laaf über das Migrationsfest, das der SV Bosporus und der VfL Woltorf gemeinsam auf dem Woltorfer Sportplatz veranstalteten. Rund 400 Gäste verschiedener Nationalitäten verfolgten am Sonnabend die Fußballspiele der aus beiden Vereinen und dem SV Blau-Weiß Schmedenstedt gemischten Mannschaften, saßen beisammen und unterhielten sich.

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Bauchtanz auf dem Sportplatz: Den Besuchern gefiel’s.

Quelle: rb

Das Motto „Begegnung unter Freunden“, das die Helfer auf T-Shirts trugen, passte.
Bedauerlich sei nur, dass sich nicht mehr Vereine an diesem gelungenen Fest beteiligten, sagte Ekrem Kocak, Spielertrainer von Blau-Weiß. „Aber vielleicht war der Termin auch etwas ungünstig, weil es Saison-Abschlussfeiern gab.“

Gelegenheit, aufeinander zuzugehen gab es reichlich. Bei einem Quiz mussten Fragen beantwortet werden, zum Beispiel wie viele Einwohner die Türkei (71 Millionen) und Deutschland (82 Millionen) haben. Überall steckten Türken und Deutsche die Köpfe zusammen und halfen sich gegenseitig bei den Lösungen. Einer der Renner war das gegrillte Rindfleisch mit Salat im Fladenbrot, das Alper Akkurt mit einigen Helfern auf Spieße steckte und grillte. Klar, dass Fragen nach dem Rezept kamen. Essen verbindet.

Fußball auch. Das war durch alle Altersklassen festzustellen, ob Jugend oder Herren. „Ich habe es bisher kaum erlebt, das im Spiel überhaupt nicht gemeckert wurde, weder mit den Mitspielern, dem Gegner oder dem Schiedsrichter“, lobte VfL-Sportwart Matthias Opitz die absolut fairen Spiele.

„Besonders gefallen hat mir die Zusammenarbeit mit dem SV Bosporus im Vorfeld. Die Vorbereitung ist sehr gut und diszipliniert in beiden Vereinen gelaufen. Das hat sie einander näher gebracht“, lobte Laaf, der gemeinsam mit dem Bosporus-Vorsitzenden Recep Yasti die Idee zu dem Migrationsfest hatte. Auch Laaf hätte sich mehr Beteiligung von anderen Vereinen gewünscht. „In jedem Verein gibt es ausländische Spieler. Da hätte die Resonanz größer sein können.“

Die Bilanz trübte das jedoch nicht. „Für’s erste Mal war das sehr gut“, sagte Dogan Öztürk, Schriftführer beim SV Bosporus. Und sein Vereinkamerad Attila Benzer (stellvertretender Vorsitzender) ergänzte: „Es haben sich viele beteiligt und zum Beispiel Speisen gespendet.“
Aber nicht nur die kamen gut an. Viel Applaus ernteten Munzur und Erdal Celik. Die Cousins spielten auf der Zurna (Flöte) und der Davul (Trommel). Mit bis zu sechs weiteren Musikern treten sie als „Grup Celikler“ über die Region hinaus auf. Die Volkstanz- und die Line-Dance-Gruppe des VfL Woltorf bekamen ebenfalls viel Applaus, und als die Bauchtanzgruppe des VfL auf dem Rasen ihr Können zeigte, tanzten nicht nur die Kinder mit.

Nach dem Auftritt des Männergesangvereins Woltorf wollte Hikmet Koc gleich einen Aufnahmeantrag haben. „Ich müsste mir nur noch die Haare weiß färben, um hinein zu passen“, flachste er und lobte die Leistung der Sänger.

„Wir werden Manöverkritik halten und in Ruhe besprechen, was wir noch verbessern können“, sagte VfL-Vorsitzender Dietmar Seidel, als der Tag bei Band-Musik ausklang. Denn den Vertretern beider Vereine war klar: Nächstes Jahr gibt es die zweite Auflage des Festes.

Matthias Press

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