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23:07 13.07.2009
Platz 1 im Kreis Peine, Rot-Weiss Gleidingen.

Wieder einmal sind die Kleinen die Größten: Wie schon in den vergangenen Jahren geben die Kreisligisten auch in der abgelaufenen Saison der höherklassigen Konkurrenz das Nachsehen – beim Fairplay-Wettbewerb des Niedersächsischen Fußballverbandes. Im Kreis Peine sicherte sich Rot-Weiß Gleidingen den ersten Platz, landesweit landeten die Kicker aus dem Ostkreis auf einem hervorragenden vierten Rang – fürwahr eine glänzende Bilanz. Fairstes Team in Niedersachsen ist der FC Ostereistedt/Rhade (Kreisliga Rotenburg).

Weniger erfreut dagegen dürfte dagegen der TVJ Abbensen sein, rangiert er doch ganz weit hinten auf Platz 1021, nur 52 Teams sind noch schlechter. 88 Gelbe, 9 Gelb-Rote und 4 Rote Karten: Die „bösen Buben“ im hiesigen Kreis laufen in den Trikots des Kreisliga-Absteigers auf, der TVJ kommt auf einen Quotienten von 4,5 (Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Spiele).

Als Indiz für eine allzu rustikale Spielweise sieht Abbensens Trainer Christian Wöhrle diese Bilanz jedoch nicht. „Auch wenn die Anzahl der Karten hoch ist, unfair sind wir aber trotzdem nicht“, versichert er. Selbstredend unterlaufen seiner Mannschaft auch Fouls, „aber wird sind keine Treter“. Der Großteil der Verwarnungen resultiere aus Disziplinlosigkeiten, sagt Wöhrle. „Wir haben uns zu oft mit den Schiris angelegt – und in manchen Situationen ist eben ein Wort zu viel herausgerutscht.“

Grund dafür sei der Frust und die Unzufriedenheit darüber, „dass es in der vergangenen Saison so schlecht gelaufen ist“, begründet Wöhrle die Diskussionsfreudigkeit seiner Akteure. Als Entschuldigung will er das jedoch nicht gelten lassen. „Künftig müssen wir uns mehr zurückhalten, auch wenn es mal eine Fehlentscheidung gibt. Denn die ständige Meckerei schadet der Konzentration und bringt nur die Schiris gegen uns auf“, mahnt Christian Wöhrle, der sich zudem um das Image des TVJ sorgt. „Verhalten wir uns weiterhin so wie zuletzt, leidet der Ruf.“ Das Wichtigste für ihn ist aber der sportliche Aspekt: „In Unterzahl kann man nur selten gewinnen.“

Wesentlich besonnener haben sich hingegen die Kicker aus Groß Gleidingen verhalten, obgleich sie bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen mussten: Nur 29 Gelbe, 2 Gelb-Rote und keine einzige Rote Karte – die Rot-Weißen scheinen den Gedanken des Fair-Play verinnerlicht zu haben, schließlich schneiden sie nicht zum ersten Mal in diesem Wettbewerb hervorragend ab. „Mit fairer Spielweise erreicht man auf Dauer einfach mehr. Aktionen, die mit Rot bestraft werden müssen, haben im Fußball nichts zu suchen“, betont Gleidingens Abteilungsleiter und Spieler Lutz Rieger. Wie Ex-Coach Marco Sauer werde auch der neue Trainer Bernd Bauer viel wert auf Disziplin legen. In Sachen Fairness sollte niemand aus der Reihe tanzen. „Wenn das bei einem Spieler nicht klappt, kann er sich einen neuen Klub suchen“, sagt Rieger.

Nötig sei eine derartige Bestrafung allerdings zuletzt vor rund zehn Jahren gewesen. Die Freude über die starke Platzierung im Fairness-Wettbewerb war bei den Gleidingern riesengroß. Zumal sich der Klub nicht nur über ein Präsent der VGH-Versicherungen freuen darf. „Auch wir werden uns erkenntlich zeigen“, verspricht Josef F. Hanke, Vorsitzender des Kreisfußball-Verbands. Im vergangenen Jahr etwa bekam der TSV Sonnenberg 500 Euro.

Wie die Gleidinger ging auch der VfB Peine mit seinen Gegnern zumeist pfleglich um – und dennoch schließt das den Erfolg nicht aus. Obwohl oder gerade weil er in 32 Partien nur 56 Gelbe und eine Rote Karte erhielt (Platz 66 in der Landeswertung), sicherte sich der VfB die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksoberliga.

Im Vergleich zu den Partien, in denen die Gleidinger oder VfBer mitwirkten, mussten die Schiedsrichter Schwerstarbeit leisten, wenn sie ein Spiel mit Beteiligung von RW Huerriyet Delmenhorst (Bezirksliga) leiten mussten: In 30 Partien kassierte der Bezirksligist 102 Gelbe, 12 Gelb-Rote und zehn Rote Karten. Der Quotient von 8,26 lässt nur einen Schluss zu: Den Fair-Play-Gedanken haben die Delmenhorster nicht verstanden.

Peter Konrad und Christian Meyer

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