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Die Dudas: In Eintracht nach Braunschweig

Traditionsklub verpflichtet Peiner Zwillinge als Jugendtrainer Die Dudas: In Eintracht nach Braunschweig

Fußballstiefel, Laufschuhe, Polo-Shirts, Ausgehanzug – ihre künftige Arbeitskleidung durften Benjamin und Michael Duda bereits bestellen. Der Großteil davon ist blau und gelb. Die Peiner Zwillinge arbeiten ab Sommer als Jugendtrainer beim Fast-Zweitligisten Eintracht Braunschweig.

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Blindes Vertrauen: Benjamin Duda (links) wird hauptamtlicher Trainer bei Eintracht, Michael Duda unterstützt ihn.

Quelle: cb

St.-Pauli-Trainer Holger Stanislawski lässt sich von seinen Spielern duzen, Bayern-Trainer Louis van Gaal müssen sogar seine Töchter siezen. Über Du oder Sie machen sich derzeit auch zwei Peiner Fußball-Trainer so ihre Gedanken. „Wir haben schon darüber gesprochen. Aber wie wir es machen, liegt noch in der Luft. Derzeit glaube ich aber, ich fände es authentischer, wenn mich meine Spieler duzen“, sagt Benjamin Duda. Ein Anruf im Dezember ist schuld daran, dass sich der 22-Jährige mit dem Thema beschäftigt. In der Leitung war Sven Gartung, Chef der Nachwuchsabteilung des Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig. Gartung hatte mehrere Punktspiele der C-Jugend-Landesliga-Kicker des VfB Peine gesehen und war von den Aufwärmübungen und der Betreuung des Trainers Benjamin Duda angetan. Gartung überzeugte den Peiner zu einem Wechsel in den hauptamtlichen Trainerstab der Eintracht. Die Tinte unter dem Vertrag, der ab Juli gilt, ist noch nicht ganz getrocknet. Und da es Zwillinge nur im Doppelpack gibt, nimmt Benjamin Duda seinen Bruder Michael als Co-Trainer mit. „Das ist der nächste Schritt, die Erfüllung von einem kleinen Traum“, sagt Michael Duda, der gemeinsam mit seinem Bruder vor acht Jahren seine Trainertätigkeit beim VfB Peine startete. An ihre erste Einheit mit einer F-Jugend können sie sich noch gut erinnern. Ein Hühnerhaufen. Mittlerweile laufen die Übungseinheiten der bekanntesten Peiner Fußball-Zwillinge geordnet ab. Im Gleichschritt erwarben die Brüder ihre Lizenzen. Eine Zusage für den A-Lizenz-Lehrgang im August in der Sportschule Kaiserau flatterte auch schon in den Briefkasten. Ganz frisch in der Tasche hat Benjamin Duda zudem seinen Bachelor-Abschluss in den Studienfächern Sport, katholische Theologie und Pädagogik. Ab Sommer wird er als hauptamtlicher Coach das Training und die Punktspiele der Braunschweiger U17-Mannschaft leiten. Doch nicht nur das: Vormittags trainiert er einzelne Spieler der Altersklassen U15 bis U19, leitet Fußball-AGs bei Partnerschulen der Eintracht, gibt Hausaufgaben-Hilfe oder sichtet Spiele und Spieler. Zu jung für die Aufgabe fühlt er sich nicht. „Der Unterschied zu den ältesten Spielern beträgt sieben Jahren. Ich bin überzeugt davon, dass man mit Qualität unabhängig vom Alter Spieler führen kann“, sagt Benjamin Duda, dessen großes Trainer-Vorbild Louis van Gaal heißt. „Die Spiel-Anlage seiner Teams ist einfach schön fürs Auge“, begründet er. Seinem Zwillingsbruder imponiert vor allen Aachens junger Coach Peter Hyballa. Michael Duda, der derzeit die C-Jugend-Fußballer des VfB Peine in der Bezirksliga coacht, wird seinen Bruder als Co-Trainer der U17 unterstützen. Er studiert in Braunschweig noch Sport und Deutsch auf Lehramt. Zum Eiskoffer-Träger und Hütchen-Aufsteller degradiert werde er allerdings nicht, versichert sein künftiger Chef Benjamin Duda. „Es ist nicht so, dass ich traurig bin, weil ich vielleicht in der zweiten Reihe stehe“, unterstreicht Michael Duda. Im Gegenteil: „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit meinem Bruder bei so einer reizvollen Aufgabe zusammenzuarbeiten.“ Beide hätten die gleiche Philosophie von Fußball. „Und wir vertrauen uns blind“, betont Benjamin Duda. Nach Braunschweig ziehen werden sie nicht, sondern erstmal bei ihren Eltern in Peine wohnen bleiben. Eventuell stellt die Eintracht ein Auto, mit dem die Zwillinge zum Training fahren können. Sieben Wochen lang werden die Dudas aber noch Vollgas als Jugendtrainer des VfB Peine geben, ehe sie sich mit einem Grillabend von Verein und Spielern verabschieden. „Da wird sicherlich viel Wehmut bei uns aufkommen. Die ganze Jugendabteilung und der VfB sind uns schließlich sehr ans Herz gewachsen“, sagt Benjamin Duda.

cm

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