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Sport Regional Derby-Punkt: Papendorf siegt im Duell der Gehandicapten
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18:00 20.12.2017
Ein kurioser Einzel-Sieg im Duell zweier angeschlagener Spieler gelang SG-Spieler Wolf-Dieter Papendorf. Quelle: Ralf Büchler
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Gifhorn

Puh, das war nichts für schwache Nerven: Einen packenden 4:4-Derby-Krimi mit Krämpfen und Überraschungen lieferte sich Badminton-Regionalligist SG Vechelde/Lengede im Abstiegskampf-Duell beim BV Gifhorn. „Wir wollten irgendwie einen Punkt holen – deshalb sind wir zufrieden, auch wenn wir vielleicht sogar hätten gewinnen können“, bilanzierte SG-Spieler Wolf-Dieter Papendorf.

BV Gifhorn – SG Vechelde/Lengede 4:4 (10:10). Die größte Chance auf den fehlenden Siegpunkt hatte die SG im ersten Herren-Doppel. Henning Zanssen legte mit Wolf-Dieter Papendorf stark los, doch verlor die Partie nach 21:17 noch mit 19:21, 19:21 gegen den Ex-Vechelder Patrick Thöne, der mit Dennis Friedenstab spielte. „Im zweiten Satz haben wir den Anfang verpennt, und im dritten Satz waren unsere Gegner entschlossener und aggressiver. Schade“, bedauerte Papendorf.

Markus Müller und Janik Schwarze ließen dagegen nichts anbrennen. Und Katrin Schindler drehte mit Ersatzspielerin Stefanie Bolle das Damen-Doppel. „Katrin hat einen ordentlichen Smash von hinten – die Gifhornerinnen haben es nicht geschafft, sie aus dem Spiel zu nehmen“, stellte SG-Teamkollege Wolf-Dieter Papendorf erfreut fest. Im Einzel dagegen war Katrin Schindler überraschend chancenlos.

Doch Wolf-Dieter Papendorf brachte die Gäste im Einzel wieder mit 3:2 in Führung. Es war ein kurioser Sieg gegen Dennis Friedenstab, denn das Einzel entwickelte sich zu einem Duell der Gehandicapten. Erst ärgerte sich Papendorf mit Krämpfen im Oberschenkel herum, dann rutschte sein Gegner weg und klagte über Achillessehnen-Schmerzen. „Dann haben wir beide auf Sparflamme gespielt. Ich habe versucht, mit klugem Spiel weniger laufen zu müssen. Das hat geklappt“, stellte Papendorf erfreut fest.

Im Mixed glich Gifhorn jedoch schon wieder aus. Weil Jannik Schwarze aber kurzen Prozess mit Yannik Joop machte, schnupperte die SG bei ihrer 4:3-Führung am Sieg. Doch ausgerechnet Ex-Teamkollege Patrick Thöne ließ den Traum zerplatzen. Im Duell der Kumpels gegen Trainingspartner Markus Müller gewann er den Dreisatz-Krimi mit 21:16, 18:21, 21:16, hatte seiner Mannschaft dabei aber auch einen Riesen-Schrecken eingejagt. Beim Stand von 14:8 im Entscheidungssatz hielt er sich schmerzverzerrt die Hand – Krampf in der Schlaghand. „Als ich das sah, dachte ich, es ist vorbei. Seine Finger waren verkrampft und zitterten“, sagte Gifhorns Teammanager Hans Werner Niesner der Aller-Zeitung. Doch der BVG-Spieler berappelte sich wieder und hatte die bessere Puste. „Markus war am Ende ziemlich platt. Er war krank und konnte zudem wegen seiner Spätschicht zuletzt nicht mehr so regelmäßig trainieren“, bedauerte Teamkollege Papendorf.

Am Ende durften sich aber beide Teams freuen – denn durch den Punkt verhinderten sie den Absturz auf die Abstiegsplätze. Von denen will sich die SG auch beim Hammer-Auftakt nach der Weihnachtspause fernhalten. Am 13. Januar trifft sie in Berlin auf Spitzenreiter Südring, tags darauf folgt das Duell beim Dritten Berliner Brauereien. Auf beide Gegner trifft auf Abstiegskampfrivale Gifhorn. „Deshalb wird es darauf ankommen, so viele Spiele und Sätze wie möglich zu holen“, betont Papendorf. Denn so könnte die SG selbst mit zwei Niederlagen die Gifhorner überholen.

Spiele: Dennis Friedenstab/Patrick Thöne – Henning Zanssen/Wolf-Dieter Papendorf 17:21, 21:19, 21:19; Benjamin Dieckhoff/Yannik Joop – Markus Müller/Janik Schwarze 19:21, 12:21; Lea Dingler/Michelle Beeken – Katrin Schindler/Stefanie Bolle 21:12, 16:21, 14:21; Dennis Friedenstab – Wolf-Dieter Papendorf 21:11, 12:21, 17:21; Yannik Joop – Janik Schwarze 15:21, 9:21; Patrick Thöne – Markus Müller 21:16, 18:21, 21:16; Lea Dingler – Katrin Schindler 21:12, 21:11; Alexander Ohk/Yvonne Latussek – Henning Zanssen/Stefanie Bolle 21:11, 21:14.

Von Christian Meyer

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